Siegfried Huber
Wer ist der designierte Präsident der Kärntner Bauern?
Gestern kündigte Johann Mößler nach über zehn Jahren als Präsident der Landwirtschaftskammer Kärnten seinen Rückzug an. Als seinen designierten Nachfolger präsentierte er Siegfried Huber. Wer ist der 51-jähriger Feldkirchner? Huber im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.
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„Vor zehn Tagen stattete mir Johann Mößler zu Hause einen Besuch ab“, erzählt Siegfried Huber (51) im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“. Das Zuhause ist in Albern bei Feldkirchen, wo er mit seiner Familie eine Landwirtschaft führt. Mößler weihte ihn in seine Pläne ein und brachte unmissverständlich zum Ausdruck, dass er sich ihn als seinen Nachfolger wünscht.
Entscheidung im Familienkreis
„Ich habe mir fünf Tage Bedenkzeit erbeten. Nach zwei schlaflosen Nächten habe ich in Rücksprache mit meiner Familie die Entscheidung getroffen, dieses Angebot anzunehmen“, berichtet Huber. Der Entschluss reifte also im Familienkreis, dem Gattin Renate, mit der er seit 30 Jahre zusammen und seit 27 Jahren verheiratet ist, Tochter Kathrin (28) und Sohn Michael (16) angehören. „Die Familie gibt mir den nötigen Rückhalt für meine politischen Aufgaben“, betont Huber.
Huber bleibt Vizebürgermeister
Huber ist im Bauernbund und in der ÖVP kein Unbekannter. Er ist seit 15 Jahren Kammerrat in der Landwirtschaftskammer, seit vielen Jahren in der Kommunalpolitik tätig und seit dem Jahr 2015 auch Vizebürgermeister seiner Heimatstadt Feldkirchen, wo er unter anderem das Landwirtschaftsreferat verantwortet. Huber stellt klar: „Ich bleibe Vizebürgermeister.“ Für seine künftige Aufgabe als oberster Vertreter der Kärntner Bauern und Landwirte ist gutes Zeitmanagement gefragt.
Landesbauerntag in Feldkirchen
Wie geht es nun konkret weiter? Die Gremien des Bauerbundes nominierten ihn einstimmig als Nachfolger Mößlers. Dessen Ablöse wird offiziell in einer außerordentlichen Vollversammlung der Landwirtschaftskammer vollzogen, die noch im Juni stattfinden wird. Am nächsten Landesbauerntag des Bauernbundes erfolgt auch Hubers Kür zum Landesobmann des Bauernbundes. „Dieser Landesbauerntag, an dem ich auch zum Spitzenkandidaten für die bevorstehende Landwirtschaftskammer-Wahl, voraussichtlich am 7. November, nominiert werde, wird in Feldkirchen Ende Juli über die Bühne gehen“, verrät Huber.
Fairer Wahlkampf
Der designierte Präsident der Landwirtschaftskammer Kärnten hofft auf einen fairen und sachbezogenen Wahlkampf. „Ich bin ein Sachpolitiker, der auf Zusammenarbeit setzt. Das habe ich in all meinen Funktionen bisher bewiesen“, sagt Huber. Er versichert: „Ich werde keinen schmutzigen Wahlkampf führen.“ Schließlich geht es darum, gemeinsam die Interessen der Kärntner Bauern und Landwirte zu vertreten. „Ich habe ein gutes Netzwerk“, stellt Huber fest. Ein Netzwerk innerhalb und außerhalb der eigenen Fraktion.


