Interkommunales Projekt
“Welocally” startet in Griffen, Völkermarkt und St. Andrä
Die bekannte Wiener Plattform „imGrätzl.at“ soll auch in Kärnten unter dem Namen „Welocally“ durchstarten und den Pilot-Gemeinden Griffen, Völkermarkt und St. Andrä dabei helfen, Leerstände zu beseitigen.
Viele Kommunen leiden an Leerständen und an verwaisten Ortskernen. Die Gemeinden Griffen, Völkermarkt und St. Andrä haben sich jetzt zusammengetan, um etwas dagegen zu unternehmen. Als Kärntner Pilotregion bewarben sie sich für die digitale Plattform “Welocally”. Das ist eine Adaptierung des in Wien erfolgreichen Projekts “imgrätzl.at” für ländliche Regionen.
Unterstützung vom Land
Es geht dabei um folgende Ziele: regionale Wirtschaftsstrukturen stärken, lokale Akteure (Unternehmen, Vereine, Veranstalter, Bürger) vernetzen und Leerstände reduzieren, die Mehrfachnutzung von Ressourcen ermöglichen, Infrastrukturen forcieren. Das Unterkärntner Projekt wird zum Start aus dem Gemeinde- und aus dem Orts- und Regionalentwicklungs-Referat unterstützt – mit 15.000 Euro. Die laufenden Kosten – rund 7.000 Euro im Jahr – tragen die Partnergemeinden.
Workshops und Info-Veranstaltungen
“imGrätzl.at” gibt es seit 2016. Das Wiener Projekt gewann den eAward in der Kategorie “Smart City” (2018) und ist Vorbild für “Welocally”. Die Plattform nutzen bereits über 7.000 Einzel- und Kleinstunternehmen für Kooperationen, nun soll sie österreichweit in Testgebieten eingesetzt werden. Eine Testregion muss mindestens 25.000 Einwohner haben, was mit den drei Kärntner Gemeinden der Fall ist. Am Projekt arbeitet dann eine lokale Arbeitsgruppe, in der jede der Gemeinden vertreten ist. Es wird Workshops und Info-Veranstaltungen zur Plattform geben – speziell für Unternehmen, Initiativen und für lokale Akteure. “Welocally” soll im Herbst 2021 online gehen.