Markus Silan

“Floh­markt liegt mir im Blut”

Früher war Markus Silan selbst jahrelang als Standler auf verschiedenen Flohmärkten in Kärnten und der Steiermark unterwegs. Vor acht Jahren, als der Subway in Klagenfurt neben dem OBI Baumarkt in Klagenfurt aufsperrte, kam ihm die Idee, hier einen Flohmarkt zu organisieren.

“Floh­markt liegt mir im Blut”Mit der Teuerung erleben Kärntens Flohmärkte eine Renaissance. Begehrt sind Wekrzeug, gut erhaltene Kleidung, Fundstücke aus den 70ern und Langspielplatten.

© Markus Silan

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„Ich woll­te den geschäfts­frei­en Sonn­tag nüt­zen und am OBI-Park­platz-Are­al in Kla­gen­furt einen Floh­markt ins Leben rufen“, erin­nert sich Silan an die Anfän­ge. Er prä­sen­tier­te sein Vor­ha­ben der Geschäfts­lei­tung, die sich von der Idee begeis­tert zeig­te.

Das Feil­schen im Blut

Der Anfang war beschei­den. „Zuerst kamen 15 bis 20 Stand­ler, die ich von frü­her kann­te”, erzählt der gelern­te Kauf­mann, dem das Han­deln, Tan­deln und Feil­schen im Blut liegt. Schnell ent­wi­ckel­te sich der Floh­markt zum neu­en Hot­spot. Mitt­ler­wei­le ist Silan auch für den Floh­markt am Cine­plexx-Park­platz in Vil­lach mit sei­nen rund 50 Stän­den ver­ant­wort­lich. Bei Schön­wet­ter kann man hier jeden Sams­tag von 6.30 Uhr bis 14 Uhr auf Ent­de­ckungs­rei­se gehen.

In Kla­gen­furt wer­den sonn­tags beim OBI-Park­platz von sechs bis 14 Uhr bis zu 100 Stand­plät­ze unter der Tele­fon­num­mer 0664 2512017 ver­mie­tet, oder per E‑Mail unter info@flohmarkt4all.at reser­viert. Die Floh­markt-Sai­son beginnt hier übri­gens Anfang März und dau­ert bis Ende Novem­ber.

„Nichts, was es nicht gibt!“

Von der Brief­mar­ke bis zum Moped: Auf Floh­märk­ten lässt sich ein­fach alles fin­den. „Hier gibt es nichts, was es nicht gibt“, lacht Silan, der alle dazu ein­lädt, selbst ein­mal auf Ent­de­ckungs­rei­se zu gehen. Seit der Teue­rung hat sich der Trend zum Floh­markt­be­such sogar  ver­stärkt und könn­te auch in Zukunft anhal­ten. Die Stand­ler ver­die­nen sich ein paar Euro. Für die Kun­den gib­tes gebrauch­te, aber völ­lig intak­te und schö­ne Waren, für einen Bruch­teil des Neu­prei­ses. Man­che suchen auch feh­len­de Stü­cke, um ihre Samm­lun­gen zu ver­voll­stän­di­gen. „Außer­dem sind Floh­märk­te in der heu­ti­gen Weg­werf­ge­sell­schaft nach­hal­tig“, betont der Floh­markt­be­trei­ber.

Pla­nung ist alles

Das Mot­to “Der frü­he Vogel fängt den Wurm” gilt auch am Floh­markt. Die belieb­tes­ten Stü­cke sind schnell ver­grif­fen. „Wer auf Num­mer sicher gehen will, kommt gleich zum Auf­sper­ren“, rät Silan, hat er doch selbst eini­ges um die Ohren. „Da wir eine Stand­platz-Pla­nung für bei­de Märk­te haben und nur auf Vor­re­ser­vie­rung arbei­ten, ist der logis­ti­sche Auf­wand enorm“. Heu­te läuft die Pla­nung über Whats­app, Face­book und Tele­fon­an­ru­fen. Der Zeit­auf­wand ist höher, dafür spart man sich Cha­os und Strei­tig­kei­ten in der Früh, weil jeder sei­nen fixen Platz zuge­wie­sen bekommt.

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Seit 2015 betreibt Mar­kus Silan an Sonn­ta­gen den Floh­markt am OBI-Parpklatz-Are­al in Kla­gen­furt. Auch am Cine­plexx-Park­platz kann man sams­tags von sechs bis 14 Uhr auf Ent­de­ckungs­rei­se gehen.
© Mar­kus Silan

Stark gefragt: Werk­zeug und Waren aus den 70ern

Den ulti­ma­ti­ven Tipp für´s Feil­schen gibt es nicht. „Der Preis soll­te rea­lis­tisch sein“, meint der Exper­te. In der Regel setzt man den etwas höher an und legt sich ein unte­res Limit fest, unter dem man nicht ver­kauft. „Aktu­ell der gro­ße Ren­ner sind gebrauch­tes Werk­zeug, gut erhal­te­ne Klei­dung, Anti­kes aus der Zeit für Samm­ler. Auch Waren aus den 70ern und Lang­spiel­plat­ten erle­ben eine Renais­sance.  Wer selbst einen Stand eröff­nen und ver­kau­fen will, kann von Diens­tag bis Frei­tag unter der Tele­fon­num­mer 0664 2512017 anru­fen. Ein Stand­platz in Kla­gen­furt inklu­si­ve Auto kos­tet 15 Euro, in Vil­lach sind 14 Euro fäl­lig. „Das dafür nöti­ge Ver­kaufs­e­quip­ment, also Tische, Zel­te, Klei­der­stän­der und so wei­ter sind sel­ber mit­zu­brin­gen“. Even­tu­ell sind noch wei­te­re Floh­märk­te in Vil­lach und Kla­gen­furt in Pla­nung. Nähe­res hält der Floh­markt­or­ga­ni­sa­tor der­zeit noch unter Ver­schluss.

 

25.02.2023 19:00
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“Floh­markt liegt mir im Blut”Mit der Teuerung erleben Kärntens Flohmärkte eine Renaissance. Begehrt sind Wekrzeug, gut erhaltene Kleidung, Fundstücke aus den 70ern und Langspielplatten.

© Markus Silan