Südbahnstrecke

St. Vei­ter Wirt­schaft lud zur “Busi­ness Night”

Unter dem Motto „Wirtschaft trifft Wirtschaft“ luden Wirtschaftskammer-Bezirksobmann Walter Sabitzer und sein Team zur zweiten „Business Night“. Diesmal stand das Top-Thema „B317 und die Südbahnstrecke - Infrastruktur ist die Basis für einen florierenden Wirtschaftsstandort" im Fokus.

St. Vei­ter Wirt­schaft lud zur “Busi­ness Night” Michael Gassner, Wirtschaftskammer Steiermark/Regionalstelle Murtal, Albert Brunner, Bürgermeister von Niederwölz, Landesrat Martin Gruber, Wirtschaftskammer-Bezirksobmann Walter Sabitzer und Wirtschaftskammer-Bezirksstellenleiter Robert Schratt (von links)

© WKK/Christian Irrasch

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Ein gut aus­ge­bau­tes Stra­ßen­netz und ein bedarfs­ge­rech­tes Schie­nen­netz sind die Vor­aus­set­zun­gen dafür, dass Mit­tel­kärn­ten ein attrak­ti­ver Wirt­schafts­raum ist und auch in Zukunft sein wird. Dar­über waren sich die Besu­cher, die der Ein­la­dung zur Busi­ness-Night in das Auto­haus Radau­er folg­ten, einig. „Auf der einen Sei­te wird mit aller Kraft ver­sucht, den neu­en Wirt­schafts­raum Süd zu pro­pa­gie­ren, ande­rer­seits wer­den wich­ti­ge Infra­struk­tur­pro­jek­te wie die B317 gestoppt. Neben der Schnell­stra­ße B317 stellt auch die Anbin­dung an das inter­na­tio­na­le Schie­nen­netz die Basis für unse­re flo­rie­ren­de Wirt­schaft im Bezirk dar“, unter­strich Wal­ter Sab­it­zer, Obmann der Wirt­schafts­kam­mer-Bezirks­stel­le. Die For­de­rung der Wirt­schaft ist klar: Der lang dis­ku­tier­te Sicherheitsaus­bau S37/B317 soll end­lich einer fina­li­sier­ten Dis­kus­si­on zuge­führt wer­den, um die rea­lis­ti­sche Mög­lich­keit die­ses Pro­jek­tes aus­zu­lo­ten.

Kein Ver­ständ­nis für „Gewessler“-Absage

Der Raum Mit­tel­kärn­ten, im spe­zi­el­len der Bezirk St. Veit, dür­fe durch den Bau­stopp beim Aus­bau der B317 zwi­schen St. Veit Nord und Scheif­ling zur S37 als Ver­län­ge­rung der Mur­tal-Schnell­stra­ße nicht den Anschluss an den Wirt­schafts­raum Süd ver­pas­sen. Die Ent­schei­dung von Ver­kehrs­mi­nis­te­rin Leo­no­re Ge­wess­ler, den Aus­bau der B 317 auf Eis zu legen, hat bei Wirt­schafts­trei­ben­den und Pend­lern die Alarm­glo­cken schril­len las­sen. „Wir brau­chen eine leis­tungs­fä­hi­ge Ver­kehrs­an­bin­dung an die wirt­schaft­lich dyna­mi­sche Mur-Mürz-Regi­on und damit über den Sem­me­ring nach Nie­der­ös­ter­reich und Wien. Dar­über reden wir seit Jahr­zehn­ten, davon wer­den wir uns auch nicht abbrin­gen las­sen. Die Erschlie­ßung Kärn­tens mit hoch­ran­gi­gen Ver­kehrs­we­gen ist für den Lebens- und Wirt­schafts­stand­ort unver­zicht­bar und das Vor­ge­hen der Minis­te­rin untrag­bar“, kri­ti­sier­te Sab­it­zer. Lan­des­rat Mar­tin Gru­ber, Straßen‑, Orts- und Regio­nal­ent­wick­lungs­re­fe­rent des Lan­des Kärn­ten, ver­sprach, sich wei­ter für den Aus­bau ein­zu­set­zen: „Ich ken­ne die Situa­ti­on nur all­zu gut. Ich pend­le selbst seit 2004 und habe so man­che haar­sträu­ben­de Si­tua­ti­on auf die­ser Stra­ße mit­er­lebt. Ein Si­cher­heits­aus­bau mit vier Spu­ren und Mit­tel­leit­schie­ne ist not­wen­dig. Dar­an führt kein Weg vor­bei.“

Anzei­ge

Kor­alm­bahn: Chan­cen und Risi­ken

Es wur­de auch über die Chan­cen und Ge­fah­ren der neu­en Süd­bahn­stre­cke „Kor­alm­tun­nel“ dis­ku­tiert. Die­se bringt enor­me Chan­cen, aber auch Her­aus­for­de­run­gen und Risi­ken. „Wir ste­hen der Inbe­trieb­nah­me sehr posi­tiv gegen­über. Damit kommt man in 45 Mi­nu­ten von Graz nach Kla­gen­furt“, sagt Sab­it­zer, macht aber gleich­zei­tig auch dar­auf auf­merk­sam, dass auch  Kärnt­ner inner­halb kür­zes­ter Zeit in Graz sind. „Dies könn­te die bereits ohne­hin sehr pre­kä­re Fach­kräf­te­si­tua­ti­on noch ver­schär­fen. Hier gilt es gegen­zu­steu­ern. Ein Schul­ter­schluss der Bun­des­län­der Kärn­ten und Stei­er­mark ist not­wen­dig“, for­der­te Her­wig Drax­ler, wirt­schafts­po­li­ti­scher Lei­ter der Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten, der im Rah­men der Ver­an­stal­tung einen Vor­trag zur B317 und zur Süd­bahn­stre­cke in Ver­bin­dung mit der Ent­wick­lung des Wirt­schafts­raum Süd hielt.

Direk­ter Draht zur Poli­tik

Die Unter­neh­mer des Bezirks nah­men in gro­ßer Zahl die Mög­lich­keit wahr, um sich mit den anwe­sen­den poli­ti­schen Ver­tre­tern aus­zu­tau­schen. Neben Lan­des­rat Mar­tin Gru­ber und Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Mar­kus Mal­le waren auch die Vize­prä­si­den­tin der Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten, Astrid Leg­ner, Kom­mer­zi­al­rat Eli­sa­beth Roth­mül­ler-Jan­nach, Ob­frau der Wirt­schafts­kam­mer-Spar­­te Trans­port & Ver­kehr sowie die Unter­neh­mer Holz­händ­ler Anton Ruh­dor­fer (Juni­or­chef der Bru­no Ruh­dor­fer GmbH Holz­in­dus­trie), Kon­zert­ver­an­stal­ter Ste­fan Wal­cher (Inha­ber der Fir­ma aus­DRUCKs­voll  und Geschäfts­fü­he­re der HOW ART.live GmbH), Spe­di­teur Georg Mat­ters­dor­fer (Geschäfts­füh­rer der Mat­ters­dor­fer Han­dels- und Trans­port GmbH),  Trach­ten­ma­nu­fak­teur Maxi­mi­li­an Stroh­mai­er, (Geschäfts­füh­rer der Alpe Adria Manu­fak­tur Stroh­mai­er), Dok­tor Kurt Fall­ast (Geschäfts­füh­rer-Gesell­schaf­ter der Pla­n­um Fall­ast & Part­ner GmbH) und vie­le wei­te­re unter den zahl­rei­chen Gäs­ten

06.03.2023 16:00
Anzeige
St. Vei­ter Wirt­schaft lud zur “Busi­ness Night” Michael Gassner, Wirtschaftskammer Steiermark/Regionalstelle Murtal, Albert Brunner, Bürgermeister von Niederwölz, Landesrat Martin Gruber, Wirtschaftskammer-Bezirksobmann Walter Sabitzer und Wirtschaftskammer-Bezirksstellenleiter Robert Schratt (von links)

© WKK/Christian Irrasch