Stadtentwicklungskonzept 2025+
Klagenfurt neu denken
Das neue Entwicklungskonzept der Stadt Klagenfurt gibt die Richtung für die Stadtplanung in den kommenden zehn Jahren vor. "Klick Kärnten" fasst die detaillierten Vorhaben und Pläne zusammen.
Zukunftsvisionen für die Kärntner Landeshauptstadt: "Schwammstadt", Klimaneutralität, mehr Wohnraum, belebte Innenstadt und ein "Campus des Wissens".© Red/KK
Wie soll Klagenfurt in 10 Jahren aussehen? Wo wird es neue Wohnbauten geben? Wo mehr Grünflächen? Wie kann die Stadt lebenswerter werden? Das sind die Inhalte des neuen “Stadtentwicklungskonzeptes 2025+”. 80 Expertinnen und Experten, aufgeteilt auf vier Arbeitsgruppen befassen sich damit, wie die Landeshauptstadt Klagenfurt “smart und klimafit”, “lebenswert”, mobil” und ein attraktiver “Zukunftsstandort” sein kann. Als Verantwortliche haben Stadtplanungsreferentin Stadträtin Corinna Smrecnik und Beteiligungs- und Bildungsreferent Vizebürgermeister Philipp Liesnig heute, Donnerstag, Details des Konzeptes vorgestellt.
Klagenfurt: “Schwammstadt”
Entsprechend den Klimaschutzvorhaben und der “Smart City”-Strategie sind wesentliche Ziele: Flächen entsiegeln, bestehende Grünräume erhalten und neue schaffen und nach dem “Schwammstadt”-Prinzip zu bauen. Letzteres bedeutet, dass eine Stadt Regenwasser aufnimmt und in trockenen Wetterphasen wieder abgibt, damit Pflanzen und Bäume durchgehend versorgt sind. “All das müssen wir jetzt in die Hand nehmen. In 50 Jahren ist es zu spät. Wir wollen unseren Enkeln eine schöne Stadt hinterlassen“, hält Stadträtin Corinna Smrecnik fest. Bis zum Jahr 2050 soll Klagenfurt klimaneutral sein.
Neue Wohn- und Freiräume
Durch die Bildung neuer Stadtquartiere (am Messeareal und am alten Hallenbadgelände) sollen neue Wohnräume zum Wohlfühlen mit großen Freiräumen entstehen. Bereits gewidmetes Bauland soll künftig nicht mehr brach liegen, sondern muss bebaut werden, ehe neue Flächen dazugekauft werden. Raumordnung und Baukultur müssen Hand in Hand gehen, so Smrecnik.
Die Innenstadt beleben und verjüngen
Innerstädtisches Wohnen soll attraktiver werden, betont Vizebürgermeister Philipp Liesnig. Und weiter: „Jugend- und Sozialeinrichtungen, Bildungseinrichtungen und Co-Working Spaces müssen wir vor Ort in den Stadtquartieren schaffen. Wir müssen vor allem junges Leben in die Innenstadt locken”, so Liesnig und denkt dabei an zentrale Wohnmöglichkeiten für Studierende.
Campus des Wissens
Eine enge Vernetzung zwischen Universität, Lakeside Park und der Cyber City zählt ebenfalls zu den konkreten Vorhaben des “Stadtentwicklungskonzeptes 2025+”. Liesnig: “Eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschungs- und Bildungseinrichtungen und innovativen Unternehmen schafft Arbeitsplätze und wir als öffentliche Hand können vom Know How profitieren.”
Mitarbeit der Bevölkerung erwünscht
Für die einzelnen Stadtteile wird es weitere Themenschwerpunkte geben, wo sich auch die Bewohnerinnen und Bewohner einbringen können. „Derzeit arbeitet die 80-köpfige Expertenrunde an den Grundsätzen und Zielen, diese müssen dann von Stadtsenat und Gemeinderat abgesegnet werden“, erläutert Smrecnik die weiteren Schritte. Weitere Informationen zum “STEK 2025+” finden Sie hier.

