WK-Bezirksstelle Klagenfurt Land
Dritte Wörthersee-Konferenz gefordert
Obfrau Christiane Holzinger ortet, dass noch viel zu besprechen ist, doch die Zeit drängt, was die Koralmbahn betrifft. "Es ist allerhöchste Zeit, dass Kärnten sich auf die Koralmbahn und die Möglichkeiten, die sich durch sie ergeben, vorbereitet!"
© Anja Koppitsch Photography
2026 sollen die ersten Züge besonders schnell zwischen Klagenfurt und Wien verkehren – es geht um die Koralmbahn, deren Fertigstellung immer näher rückt. Für Christiane Holzinger, Obfrau der Bezirksstelle Klagenfurt Land in der Wirtschaftskammer (WK) Kärnten sind die Möglichkeiten, die sich durch die Koralmbahn ergeben, groß: “Es gibt viele Betriebe, für die eine schnelle Wien-Graz-Klagenfurt-Verbindung den entscheidenden Ausschlag für eine Ansiedelung in Kärnten geben könnte – wie beispielsweise innovative Klein- und Mittelunternehmen, digitale Nomaden in Form von Ein-Personen-Unternehmen, aber auch große Betriebe. Um diese für Kärnten zu gewinnen, muss aber noch einiges getan werden!”
Aber nicht nur für die Wirtschaft müsse es Ideen geben, auch für Einheimische, Touristen und Geschäftsreisende. Da gehe es vor allem um neue Mobilitätsangebote, um “Park & Ride”-Parkplätze und neue Anschluss-Verbindungen etc.
Dritte Wörthersee-Konferenz gefordert
Derzeit und bereits in der Vergangenheit führt bzw. führte Holzinger zahlreiche Gespräche. “Mein Ziel ist es, die besten Ideen zu sammeln und daraus eine Leitlinie für Kärnten zu entwickeln. Wir müssen wissen, was wir wollen und wie wir es erreichen können.” Dafür fordert sie auch einen baldigen Runden Tisch mit heimischen Entscheidungsträgern (Tourismus, Industrie, Politik), um Schwerpunkte zu definieren. Konkret müsse eine dritte Wörthersee-Konferenz stattfinden. “Mit vorbereitenden Maßnahmen zu beginnen, ist das Gebot der Stunde. Sonst wird die Zeit knapp”, richtet Holzinger einen Appell an die Landesregierung.
Was ist mit dem Lärmschutz?
Auch in Sachen Lärmschutz für die Wörthersee-Gemeinden müsse es bald Ergebnisse geben. Holzinger: “Es wird nun endlich Zeit, dass wir uns Gehör verschaffen. Es kann nicht sein, dass der Bahnverkehr auf der Baltisch-Adriatischen Achse ungeschützt durch die Städte Klagenfurt und Villach und entlang des Wörthersees führen soll. Deshalb muss bis spätestens Herbst die dritte Wörthersee-Konferenz abgehalten werden, damit daraus weitere Schritte und Maßnahmen geplant bzw. umgesetzt werden können.”
WK-Präsident Jürgen Mandl unterstützt Holzingers Vorstoß und würde sogar Räumlichkeiten für die dritte Wörthersee-Konferenz zur Verfügung stellen.

