Wirtschaft

Man­dl: “Kärn­ten steht vor ent­schei­den­den Jah­ren!”

Mehr Entschlossenheit und Tempo verlangt Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl: Regierung und Landtag seien wieder handlungsfähig, heute sei Tag 1 für das Kärntner Aufholprogramm in Sachen Energiewende und Digitalisierung.

Man­dl: “Kärn­ten steht vor ent­schei­den­den Jah­ren!” Mehr Entschlossenheit und Tempo verlangt Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl von der neu bestellten Regierung.

© WKK/alexanderzagorz

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Mit einer Gra­tu­la­ti­on zu ihrer Bestel­lung hieß heu­te Kärn­tens Wirt­schafts­kam­mer­prä­si­dent Jür­gen Man­dl die alten und neu­en Mit­glie­der von Lan­des­re­gie­rung und Land­tag im Namen der Kärnt­ner Wirt­schaft will­kom­men. Gleich­zei­tig beton­te er aber, dass nach dem Wahl­kampf und den Regie­rungs­ver­hand­lun­gen kei­ne Zeit zu ver­lie­ren sei: „Lan­des­re­gie­rung und Land­tag sind seit ges­tern wie­der poli­tisch voll hand­lungs­fä­hig. Des­halb ist heu­te der Tag 1 für ein Kärnt­ner Auf­hol­pro­gramm sowohl bei der Ener­gie­wen­de als auch in der Digi­ta­li­sie­rung. Das aktu­el­le Regie­rungs­über­ein­kom­men ist nicht zuletzt dank der Sozi­al­part­ner ein Reform- und Arbeits­pro­gramm: Packen wir’s gemein­sam an, über alle welt­an­schau­li­chen Dif­fe­ren­zen hin­weg!“

Her­aus­for­de­run­gen für Kärn­ten

Für Man­dl ste­hen vier Berei­che als zen­tra­le Her­aus­for­de­run­gen für Kärn­ten im Mit­tel­punkt der Arbeit in den kom­men­den Jah­ren.

Kor­alm­bahn als Chan­ce nut­zen

Die Kor­alm­bahn und damit die Ent­ste­hung des Wirt­schaft­raums Süd — des nach Wien zweit­größ­ten Bal­lungs­raums in Öster­reich — muss von allen Akteu­ren best­mög­lich gestal­tet wer­den, um in der Wirt­schaft, bei den Fach­kräf­ten, im Bil­dungs­sys­tem, im Tou­ris­mus und bei der Infra­struk­tur Syn­er­gie­po­ten­tia­le zu nut­zen, das Wachs­tum zu ver­stär­ken und die Lebens­qua­li­tät von mehr als einer Mil­li­on Men­schen nach­hal­tig zu ver­bes­sern.

Beschleu­ni­gung Wirt­schafs- und Lebens­stand­ort Kärn­ten

Dazu braucht es aber eine Beschleu­ni­gung des Wirt­schafts- und Lebens­stand­or­tes Kärn­ten auf allen Ebe­nen, auch uns beson­ders auf jener der Ver­wal­tung. Man­dl: „Wir haben mit der Initia­ti­ve ‚Kärn­ten unter­neh­mens­freund­lich‘ und der Ein­rich­tung der Wirt­schafts­om­buds­stel­le zur Ver­fah­rens­be­schleu­ni­gung in den ver­gan­ge­nen Jah­ren eini­ges geschafft. Wenn man sich aber anschaut, an wel­chen büro­kra­ti­schen Hür­den Unter­neh­men bei Wind- und Klein­was­ser­kraft­pro­jek­ten oder bei der Pho­to­vol­ta­ik schei­tern, haben wir noch viel zu erle­di­gen.“

Know­how ist gefragt

Dabei ver­wies Man­dl auf jüngs­te Medi­en­be­rich­te, wonach die zustän­di­ge Abtei­lung des Lan­des nicht ein­mal wis­se, wie vie­le Klein­was­ser­kraft­pro­jek­te in Kärn­ten behörd­lich anhän­gig sei­en: „Da geht es um Effi­zi­enz­stei­ge­run­gen in die­sem Bereich von 20 Pro­zent. Das ist eine Grö­ßen­ord­nung, die bei der Umstel­lung und Dekar­bo­ni­sie­rung unse­rer Ener­gie­ver­sor­gung durch­aus eine Rol­le spielt, und die zustän­di­ge Ver­wal­tung kennt nicht ein­mal den aktu­el­len Stand? Das macht kei­nen ver­trau­en­er­we­cken­den Ein­druck.“

Gelin­gen der Ener­gie­wen­de als Erfolgs­fak­tor

Denn das Gelin­gen der Ener­gie­wen­de ist laut Man­dl ein wei­te­rer, ent­schei­den­der Erfolgs­fak­tor für die Zukunft Kärn­tens: „Dabei geht es nicht nur um Kli­ma- und Umwelt­schutz, der uns allen sehr am Her­zen liegt. Das ist auch eine zen­tra­le wirt­schaft­li­che Fra­ge: Gelingt es uns, die Wert­schöp­fung für die nöti­ge Ener­gie im Land zu behal­ten, güns­ti­ge Ener­gie­prei­se für Betrie­be und Haus­hal­te zu gewähr­leis­ten und aus Kärn­ten ein Vor­zei­ge­land für die Her­stel­lung und Nut­zung erneu­er­ba­rer Ener­gie zu machen?“

Umfas­sen­de Digi­ta­li­sie­rung not­wen­dig

Damit untrenn­bar ver­bun­den ist die Her­aus­for­de­rung der umfas­sen­den Digi­ta­li­sie­rung von der Ver­wal­tung bis zum Ener­gie­ma­nage­ment. „Digi­ta­li­sie­rung ist eine Zukunfts­quer­schnitts­kom­pe­tenz, die von den tech­ni­schen Grund­la­gen wie einer flä­chen­de­cken­den Breit­band­ver­sor­gung über den digi­ta­len Behör­den­ver­kehr bis zu betrieb­li­chen Anwen­dun­gen der Künst­li­chen Intel­li­genz reicht. Wie sehr und wie erfolg­reich wir uns auf die­se vier­te indus­tri­el­le Revo­lu­ti­on ein­las­sen, wie wir unse­re Ein­stel­lung und unser Bil­dungs­sys­tem an die­sen Wan­del anpas­sen, ist ent­schei­dend dafür, wie — und ob — unse­re Kin­der und Enkel in Kärn­ten leben wer­den“, unter­strich Man­dl.

Künf­ti­ge Rol­le Kärn­tens im Alpen-Adria-Raum

Denn wie gut es allen ver­ant­wort­li­chen Akteu­rin­nen und Akteu­ren in Kärn­ten gelin­gen wer­de, die­se vier poli­ti­schen Auf­ga­ben­stel­lun­gen zu bewäl­ti­gen, bestim­me die künf­ti­ge Rol­le Kärn­tens nicht nur im Wirt­schafts­raum Süd­ös­ter­reich, son­dern auch im gesam­ten Alpen-Adria-Raum, lege die Rah­men­be­din­gun­gen für Wirt­schaft, Arbeit und Wohl­stand im Land fest und prä­ge die Lebens­qua­li­tät künf­ti­ger Gene­ra­tio­nen von Kärnt­ne­rin­nen und Kärnt­nern. „Um nichts weni­ger geht es in den nächs­ten fünf Jah­ren. Was wir in die­ser Pha­se ver­säu­men, wer­den wir kaum auf­ho­len kön­nen; und was wir in die­sem Zeit­raum schaf­fen, wird uns nie­mand mehr neh­men kön­nen“, beton­te der WK-Prä­si­dent und Unter­neh­mer.
14.04.2023 17:00
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Man­dl: “Kärn­ten steht vor ent­schei­den­den Jah­ren!” Mehr Entschlossenheit und Tempo verlangt Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl von der neu bestellten Regierung.

© WKK/alexanderzagorz