Lavanttal

Euro­päi­sche Gesprä­che über die Zukunft

Die „Europäischen Zukunftsgespräche Bad St. Leonhard 2023“ machten im Konvikt des Stiftsgymnasiums St. Paul/Lavanttal Halt. Es wurde zum Thema "Das europäische Jahr der Aus- und Weiterbildung - Forschungsraum Alpen-Adria: Wo liegen meine Chancen?“ diskutiert.

Euro­päi­sche Gesprä­che über die Zukunft Anna Seip (Europäische Kommission), Christian Gsodam (Europäischer Ausschuss der Regionen), Landeshauptmann Peter Kaiser und Franz Kerschbaum (Universität Wien) mit Schülern des Stiftsgymnasium St. Paul. (von links)

© Markus Böhm

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Im Rah­men der “Euro­päi­schen Zukunfts­ge­sprä­che Bad St. Leon­hard 2023” wird ver­mit­telt, dass Aus- und Wei­ter­bil­dun­gen sowie lebens­lan­ges Ler­nen, For­schung und Ent­wick­lung für die Zukunft der Gesell­schaft wesent­lich sind. Am Frei­tag mach­ten die “Zukunfts­ge­sprä­che” im Kon­vikt des Stifts­gym­na­si­ums St. Paul im Lavant­tal Sta­ti­on: Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser nahm neben Ver­tre­tern der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on, des Euro­päi­schen Par­la­ments und des euro­päi­schen Aus­schus­ses der Regio­nen teil. Mit den Schü­lern wur­de zum The­ma „Das euro­päi­sche Jahr der Aus- und Wei­ter­bil­dung — For­schungs­raum Alpen-Adria: Wo lie­gen mei­ne Chan­cen?“ dis­ku­tiert.

Der Weg nach vor­ne

Peter Kai­ser freu­te sich als ein Mit­glied im “Aus­schuss der Regio­nen”, dass er an sei­nem ers­ten Tag als wie­der­ge­wähl­ter Lan­des­haupt­mann bei die­ser Ver­an­stal­tung spre­chen durf­te. An die Jugend­li­chen appel­lier­te er, respekt­voll mit­ein­an­der umzu­ge­hen und auf­ein­an­der zu schau­en. „Wir brau­chen uns alle gegen­sei­tig beim Bewäl­ti­gen der Her­aus­for­de­run­gen“, sag­te er zu den Schü­lern. „Zeigt allen, dass ihr nicht die letz­te Gene­ra­ti­on seid, son­dern die ers­te Gene­ra­ti­on für den Weg nach vor­ne.”

Kärn­ten hat eine “Nach­hal­tig­keits-Koali­ti­on”

Bei sei­ner Rede ver­wies Kai­ser auf das Regie­rungs­pro­gramm der Kärnt­ner „Nach­hal­tig­keits-Koali­ti­on“, das Schwer­punk­te auf Euro­pa und die Bil­dung set­ze. Eben­so hob er die grenz­über­schrei­ten­den Koope­ra­tio­nen Kärn­tens her­vor. Er erklär­te, dass sich die 7 Haupt­ka­pi­tel des Regie­rungs­pro­gramms mit über 300 Hand­lungs­fel­dern an den 17 nach­hal­ti­gen Ent­wick­lungs­zie­len der Ver­ein­ten Natio­nen aus­rich­ten. „Wir über­neh­men damit Ver­ant­wor­tung für die nächs­ten Gene­ra­tio­nen.”

Frü­he Bil­dung und Leh­re

In Kärn­ten beginnt man bereits bei der Ele­men­tar­päd­ago­gik im Bereich der Bil­dung anzu­set­zen, um einer­seits Wis­sen und ande­rer­seits sozia­le und krea­ti­ve Fähig­kei­ten zu ver­mit­teln. “Jedes Kind soll in Kärn­ten, unab­hän­gig vom Ein­kom­men der Eltern, eine Kin­der­bil­dungs- und Betreu­ungs­mög­lich­keit haben“, so Kai­ser. Im ter­tiä­ren Bereich sei ihm der inter­na­tio­na­le Aus­tausch bei Leh­re, For­schung und Ent­wick­lung wich­tig. Eben­so hob er die Chan­cen durch die Kor­alm­bahn her­vor, die Kärn­ten und Stei­er­mark zu einem Zen­tral­raum zusam­men­bringt.

Zwei Video­bot­schaf­ten

In einer Video­bot­schaft mel­de­te sich Bil­dungs­mi­nis­ter Mar­tin Pola­schek. Er beton­te das euro­päi­sche Jahr der Aus- und Wei­ter­bil­dung und ver­wies auf die Bedeu­tung von digi­ta­len und „grü­nen“ Fähig­kei­ten. Das beson­de­re an den „Zukunfts­ge­sprä­chen“ ist für ihn, dass Schü­ler mit poli­ti­schen Ver­tre­tern, Fach­leu­ten und NGOs dis­ku­tie­ren kön­nen. Auch Ire­na Jove­va, für Slo­we­ni­en Mit­glied des Euro­päi­schen Par­la­ments, mel­de­te sich per Video­bot­schaft zu Wort und unter­strich, dass die EU Mög­lich­kei­ten durch Pro­gram­me wie Eras­mus+ bie­te. „Nutzt die­se Pro­gram­me“, appel­lier­te sie.

“Die Zukunft sind wir”

Anna Seip ist in der Gene­ral­di­rek­ti­on für For­schung und Inno­va­ti­on tätig. Sie ver­wies auf die sich ver­än­dern­de Arbeits­welt sowie die Bedeu­tung von lebens­lan­gem Ler­nen und „Ups­kil­ling“. Auch beton­te sie die EU-Pro­gram­me (Eras­mus+, Dis­co­ver­EU, Hori­zon), die es zu nut­zen gel­te. Über die euro­päi­sche Uni­ver­si­täts­al­li­anz wer­de For­schung über Spra­chen, Gren­zen und Dis­zi­pli­nen hin­weg betrie­ben. Durch die “Zukunfts­ge­sprä­che” führ­te Chris­ti­an Gsodam vom Aus­schuss der Regio­nen: „Wir wol­len hier nicht Infor­ma­tio­nen pushen, son­dern mit euch dis­ku­tie­ren und Chan­cen ver­mit­teln“, rich­te­te er sich an die Schü­ler. Er selbst ver­nimmt ein stei­gen­des Inter­es­se an den „Euro­päi­schen Zukunfts­ge­sprä­chen“.

Ver­tre­ter aus For­schung und Bil­dung

Begrüßt wur­den die Teil­neh­mer von der Direk­to­rin des Stifts­gym­na­si­ums St. Paul, Ines Leschir­n­ig-Rei­chel. Dabei waren eben­so Ver­tre­ter der Part­ner­schu­le aus Mari­bor, dem Ško­f­ijs­ka gim­na­zi­ja Anton Slomšek, um Boja­na Pan­ev­ski. An zehn Dis­kus­si­ons­ti­schen ging es um Aus­bil­dungs­chan­cen an den Hoch­schu­len des Alpen-Adria-Raums, wo die Alpen-Adria-Uni­ver­si­tät Kla­gen­furt, die FH Kärn­ten, das Euro­pa­haus Kla­gen­furt sowie die Uni­ver­si­tä­ten Graz, Leo­ben und Mari­bor anwe­send waren. Der Astro­phy­si­ker Franz Kersch­baum (Uni Wien) stell­te die „Stu­di­en­stif­tung PRO SCIENTIA“ vor, bei der es um den offe­nen Dia­log mit Fach­be­rei­chen gehe. Der Bür­ger­meis­ter von St. Paul, Ste­fan Salz­mann, rich­te­te sich an die Jugend­li­chen, die die Zukunft gestal­ten wer­den, und moti­vier­te sie, ihre Chan­cen zu nut­zen.

15.04.2023 16:55 - Update am: 15.04.2023 18:31
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Euro­päi­sche Gesprä­che über die Zukunft Anna Seip (Europäische Kommission), Christian Gsodam (Europäischer Ausschuss der Regionen), Landeshauptmann Peter Kaiser und Franz Kerschbaum (Universität Wien) mit Schülern des Stiftsgymnasium St. Paul. (von links)

© Markus Böhm