WK Kärnten schlägt Alarm

Lücken in Pen­si­ons­kon­ten von Unter­neh­mern befürch­tet

Die Alterspension von Unternehmern sei aufgrund von Corona gefährdet. Gefordert werden Kompensationsmaßnahmen wie bei der Kurzarbeit.

Astrid Legner Wirtschaftskammer-Vizepräsidentin Astrid Legner

© WKK/Roman Huditsch

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Astrid Leg­ner, Wirt­schafts­kam­mer-Vize­prä­si­den­tin und Lan­des­vor­sit­zen­de von “Frau in der Wirt­schaft” Kärn­ten, macht heu­te auf bevor­ste­hen­de Pen­si­ons­lü­cken für Selb­stän­di­ge auf­grund von Covid-19 auf­merk­sam. Denn: Arbeit­neh­mer in Kurz­ar­beit oder Arbeits­lo­se erhal­ten wei­ter­hin Bei­trags­gut­schrif­ten auf das Pen­si­on­kon­to, natür­lich in redu­zier­ter Höhe. Doch das Pen­si­ons­kon­to vie­ler Unter­neh­mer sei “ein­ge­fro­ren”. Denn weni­ger Umsatz bedeu­tet auch gerin­ge­re Bei­trags­zah­lun­gen. So sei mit Pen­si­ons­ein­bu­ßen zu rech­nen, Unter­stüt­zun­gen des Staa­tes gibt es nicht. Davon sei­en vie­le Bran­chen betrof­fen, vor allem jene, die in der Coro­na-Zeit sehr wenig bis gar kei­ne Umsät­ze erwirt­schaf­ten konn­ten.

Leg­ner rech­net vor: Wer in den letz­ten 15 Mona­ten kei­ne Umsät­ze hat­te, muss mit einer Reduk­ti­on der Alters­pen­si­on von bis zu 2,5 Pro­zent oder bis zu 80 Euro net­to im Monat rech­nen.

Kom­pen­sa­ti­ons­maß­nah­men gefor­dert

Daher gibt sie zu beden­ken: “Es geht hier um sozia­le Gerech­tig­keit: Man kann in einer Pan­de­mie, die Men­schen unver­schul­det in Not­la­gen gebracht hat, kein Sicher­heits­netz mit Löchern aus­wer­fen. Es ist mir uner­klär­lich, war­um sich der Staat in einer solch schwie­ri­gen Zeit um die Bei­trags­gut­schrif­ten auf Pen­si­ons­kon­ten aller Men­schen küm­mert – außer um jene der Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer.” Sie for­dert Kom­pen­sa­ti­ons­maß­nah­men für Selb­stän­di­ge, die den Staat im Moment nichts kos­ten wür­den, da es sich hier­bei um Gut­schrif­ten auf das Pen­si­ons­kon­to han­delt. So wür­de die Alters­pen­si­on in der ursprüng­li­chen Höhe blei­ben.

Jung­un­ter­neh­mer sen­si­bi­li­sie­ren

Orga­ni­sa­to­risch wäre der Auf­wand eben­falls gering, denn durch die Erhe­bun­gen bei För­der­maß­nah­men ver­fü­ge der Staat bereits über ent­spre­chen­de Daten. “Wir wer­den uns in den kom­men­den Wochen auf höchs­ter Ebe­ne mas­siv für die­ses The­ma ein­set­zen”, so Leg­ner. “Wir müs­sen spe­zi­ell Jung­un­ter­neh­mer stär­ker für die­ses The­ma sen­si­bi­li­sie­ren. Es gibt vie­le Aspek­te, die es hier zu bespre­chen gibt – von Mit­ver­si­che­rung über Klein­un­ter­neh­mer­tum bis zur pri­va­ten Pen­si­ons­vor­sor­ge. Das sind Din­ge, die man im beruf­li­chen All­tag oft aus den Augen ver­liert, die aber spä­ter ein­mal bis zur Alters­ar­mut füh­ren kön­nen. Und davor wol­len wir unse­re Mit­glie­der unbe­dingt bewah­ren!”

28.06.2021 12:15 - Update am: 28.06.2021 12:30
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Astrid Legner Wirtschaftskammer-Vizepräsidentin Astrid Legner

© WKK/Roman Huditsch