Klagenfurt
Wohnbau-Projekt “hi Harbach” ist auf Schiene
Wie steht es um das Wohnbau-Projekt "hi Harbach"? Die erste Baustufe ist im Zeitplan – trotz Herausforderungen aufgrund von "Corona". Ein Lokalaugenschein.
© Büro LH-Stv. Schaunig
Derzeit wird im Osten von Klagenfurt kräftig gebaut, bis 2030 entstehen rund 850 neue Wohnungen im Rahmen des Projekts “hi Harbach”. Es laufen die Arbeiten an der ersten Baustufe, an der die Bauträger Vorstädtische Kleinsiedlung (VKS) und die GWG Villach als Tochter der Landeswohnbau Kärnten (LWBK) beteiligt sind. In diesem ersten Schritt entstehen 180 Wohnungen mit Tiefgaragen, soziale Einrichtungen, betreute Wohngemeinschaften, Cafés und Geschäftsflächen.
Viel Grün im Zentrum
Charakteristisch für die Anlage wird ein großer, grüner Erholungs- und Begegnungsraum im Zentrum – samt Promenade – sein. Das ist Planungs-Stadträtin Corinna Smrecnik wichtig: “Grünflächen vermindern nicht nur die Hitzeentwicklung und sorgen für einen guten Klima-Fußabdruck, sie sind auch wichtige Spiel- und Bewegungszonen für die Kinder.”
An die Mobilität gedacht
Doch auch für neue Mobilitätsmöglichkeiten wird im Süden Platz geschaffen. Smrecnik: “Dieser Knotenpunkt wird allen Anforderungen eines modernen, umweltfreundlichen Mobilitätskonzeptes entsprechen, mit Ladestationen für E‑Cars, E‑Bike-Sharing und einer Anbindung an das städtische Busliniennetz mit attraktiven Intervallen und Routen.”
Mehr als nur Wohnen
Drei Baukörper mit 98 geförderten Einheiten werden derzeit von der LWBK errichtet. Es handelt sich dabei nicht nur um “normale” Wohnungen, sondern auch um Einrichtungen für die Sozialraum-Koordination, ein inklusives Café, einen Gemeinschaftsraum, Stützpunkt-Wohnen und um zwei Wohngemeinschaften, die von der Diakonie de La Tour betrieben werden. Auch eine Wohngemeinschaft für Senioren oder Studierende ist vorgesehen. Weiters sind im Erdgeschoß drei Geschäftsflächen geplant. Die Garconnieren und Wohnungen (zwei und drei Zimmer) zwischen 35 und 75 Quadratmeter sind mit Fußbodenheizung (Fernwärme) und modernen Beschattungssystemen versehen. Eine Photovoltaik-Anlage auf den Dächern sorgt für Warmwasser. In die erste Baustufe fließen rund 15 Millionen Euro.
Bezug Ende nächsten Jahres
LWBK-Geschäftsführer Harald Repar zum Baufortschritt: “Wir freuen uns, dass wir nach dem Baustart im April 2020 ausführungstechnisch im Zeitplan liegen. Corona-bedingt ist der Wohnbausektor derzeit vor zusätzliche Herausforderungen gestellt, Stichwort Materialengpässe. Aus derzeitiger Sicht ist mit der Bezugsfertigstellung mit Ende nächsten Jahres zu rechnen. Es sind keine wesentlichen Verzögerungen zu befürchten.” Auch die zweite Baustufe wird derzeit vorbereitet, ein Bezug ist Ende 2024 möglich.
Miteinander im Mittelpunkt
Für die VKS steht das Motto “Miteinander anstelle von nur Nebeneinander” im Fokus, was Vorstand Thomas Kuschnig konkretisiert: “Gegenseitige Hilfestellungen wie Unterstützung beim Einkaufen, kurzfristige Kinderbetreuung oder Nachhilfeunterricht sollen unter den Bewohnerinnen und Bewohnern schnell organisiert werden können.”
Laufende Wohnungsvergaben
Mehr als die Hälfte der Wohnungen im Rahmen der ersten Baustufe wurden schon vergeben, das Interesse ist groß. Wohnbau-Referentin Gaby Schaunig: “ ‘hi harbach’ wird beispielgebend dafür sein, wie ein bereicherndes Zusammenleben aller Generationen von Bewohnerinnen und Bewohnern im gemeinnützigen Wohnbau gut gelingen kann. Die energieeffiziente Bauweise reduziert zudem die laufenden Kosten der Bewirtschaftung und trägt zu leistbarem Wohnraum bei.”

