Weltnichtrauchertag
Nikotin-Ersatzprodukte machen auch süchtig
Heute am 31. Mai 2023 wird der Weltnichtrauchertag gefeiert. Gesundheitsreferentin und Landesrätin Beate Prettner warnt daher vor den Nikotin-Ersatzprodukten: Auch sie machen süchtig und sind gesundheitsschädlich.
© Bengt Wiberg/Pixabay
Eine „Zeitenwende“ sieht Kärntens Gesundheitsreferentin, Landesrätin Beate Prettner, im heutigen Weltnichtrauchertag: „Erstmals macht mir nicht mehr der Zigarettenkonsum die größten Sorgen, sondern die Verharmlosung der schädlichen und gesundheitsgefährdenden Ersatzprodukte a la Nikotinbeutel, Snus, aber auch elektronische Inhalationsprodukte in allen möglichen Geschmacksrichtungen“, sagt Prettner. Tatsächlich greifen vor allem immer mehr Jugendliche zu diesen Ersatzprodukten – nicht wissend, wie schädlich diese sind. „Und sie machen süchtig“, warnt Prettner vor den „neuen Jugenddrogen“.
Konsum bis 18 Jahre verboten
„Wir nehmen das Thema Nikotinbeutel und Snus daher äußert ernst: In Kärnten ist deren Konsum bis 18 Jahre verboten. Das haben wir schon lange in unserem Jugendschutzgesetz verankert“, informiert die Gesundheitsreferentin. Zudem laufen über die Kärntner Suchtpräventionsstelle seit vielen Monaten intensive Aufklärungsmaßnahmen genau zu diesen boomenden Zigaretten-Alternativen. „Produziert wurden dafür eigene Pocket-Broschüren und Plakate. Über die Schulen lassen wir auch Elternbriefe ausgeben, worin wir die Erziehungsberechtigten auf die Gefahren dieser Produkte aufmerksam machen. Wir bieten auch Workshops und Gesprächsreihen an“, sagt Prettner.
Änderung des Tabakgesetzes gefordert
Im Unterschied zu Snus, von dem ja nicht nur der Konsum, sondern auch der Verkauf verboten ist, ist der Verkauf von Nikotinbeutel nicht verboten. „Wir haben in Kärnten zwar auch hier ein Konsumverbot für Jugendliche bis 18 Jahre, aber verkauft werden darf das Produkt“, bedauert Prettner. „Wenn wir diese Lücke schließen würden, hätten wir viel erreicht – dieser Puzzlestein fehlt noch.“ Prettner fordert deshalb nachdrücklich eine Änderung des Tabakgesetzes und damit ein Verbot von Verkauf und Handel mit Nikotinbeutel. „Wir müssen dieses Gesetz mutig und schnell in Angriff nehmen, bevor uns diese neuen Trends mit unabsehbaren Folgen überrollen“, appelliert Prettner.
