Strompreis-Erhöhung

„Kärn­ten-Paket“ soll Bevöl­ke­rung ent­las­ten

Das Land Kärnten macht im Kampf gegen hohe Strom- und Energiepreise und zum Schutz der besonders betroffenen Kärntnerinnen und Kärntner weiter mobil. Landeshauptmann Kaiser und Landeshauptmann-Stellvertreterin Schaunig fordern Einrichtung eines Härtefall-Fonds des Kärntner Energieversorgers und einen „Kärnten-Ausgleich“ bei Strompreisbremse.

„Kärn­ten-Paket“ soll Bevöl­ke­rung ent­las­tenMit dem "Kärnten-Fairness-Ausgleich" will die Landesregierung den Kärntnern im Kampf gegen die Strompreiserhöhung unter die Arme greifen.

© Gerd Altmann/Pixabay

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In Anbe­tracht der vom Kärnt­ner Ener­gie­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men Kelag bekannt gege­be­nen Anpas­sung der Strom­prei­se kün­di­gen Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser und Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin Gaby Schau­nig ein eige­nes Kärn­ten-Maß­nah­men­pa­ket an.

Kärnt­ner Här­te­fall-Fonds von fünf Mil­lio­nen Euro

Zum einen wird, weil die Preis­ge­stal­tung in allei­ni­ger Kon­zern-Ver­ant­wor­tung liegt und die Poli­tik laut Gesetz dar­auf kei­nen Ein­fluss neh­men kann und darf, der Kelag-Auf­sichts­rat auf­ge­for­dert, die jüngst bekannt gege­be­ne Preis­an­pas­sung zu über­prü­fen und jeden­falls einen eige­nen Kärnt­ner Här­te­fall-Fonds in der Grö­ßen­ord­nung von fünf Mil­lio­nen Euro ein­zu­rich­ten, aus dem her­aus Pri­vat­haus­hal­ten, Gewer­be­trei­ben­den, Sport- und Kul­tur­ver­ei­nen, die durch die Preis­an­pas­sung vor beson­ders hohe finan­zi­el­le Hür­den gestellt wer­den, rasch und unbü­ro­kra­tisch zu hel­fen. Ein­ge­bun­den wer­den dabei sol­len auch das Bür­ger­ser­vice und die Sozi­al­ab­tei­lung des Lan­des sowie ent­spre­chen­de NGOs wie Volks­hil­fe oder Cari­tas.

Zudem for­dert Land „Kärn­ten-Fair­ness-Aus­gleich”

Dar­über hin­aus for­dern Kai­ser und Schau­nig von der Bun­des­re­gie­rung einen „Kärn­ten-Fair­ness-Aus­gleich“ dafür, dass von der Strom­preis­brem­se am wenigs­ten Geld an die Kärnt­ner Bevöl­ke­rung geflos­sen ist. „Dadurch, dass sich die Kelag im letz­ten Jahr schüt­zend vor ihre Kun­din­nen und Kun­den gestellt hat, indem sie anders als vie­le ande­re Ener­gie­un­ter­neh­men ihre Prei­se nied­rig gehal­ten hat (Anm.: 10,87 Cent/KWH), muss­te der Bund auch für die Strom­preis­brem­se, also die Über­nah­me des über 10 Cent/KWH lie­gen­den Strom­prei­ses, weit weni­ger Geld nach Kärn­ten als in ande­re Bun­des­län­der über­wei­sen. Wir wol­len wis­sen, wie­viel Geld durch­schnitt­lich pro Strom­kun­de in ande­re Bun­des­län­der geflos­sen ist und für die Dif­fe­renz einen ent­spre­chen­den Kärn­ten-Aus­gleich“, sind sich Kai­ser und Schau­nig einig.

Höhe­re Netz­ta­ri­fe in Kärn­ten sei­en unfair

Zudem for­dern Kai­ser und Schau­nig ein­mal mehr ein Ende der Dis­kri­mi­nie­rung Kärn­tens bei den Netz­ta­ri­fen: „Die Kärnt­ne­rin­nen und Kärnt­ner sind nicht ver­ant­wort­lich für die Topo­gra­phie ihres Bun­des­lan­des. Es ist abso­lut unge­recht und unso­li­da­risch, sie dafür mit höhe­ren Netz­ge­büh­ren zu belas­ten. Die Gebüh­ren müs­sen öster­reich­weit ver­ein­heit­licht wer­den.“

Strom­preis­er­hö­hung für vie­le her­aus­for­dernd

„Die ange­kün­dig­te Strom­preis­er­hö­hung der Kelag ist für vie­le Men­schen eine Her­aus­for­de­rung, auch wenn unser Kärnt­ner Ener­gie­ver­sor­ger mit den gerings­ten Prei­sen dazu bei­getra­gen hat, dass vie­le Men­schen nicht noch schlim­mer von der Teue­rungs­kri­se getrof­fen wer­den“, sagt Schau­nig.

Wei­te­re Maß­nah­men gegen Teue­rung in Pla­nung

„Wir wol­len jeden­falls wei­ter­hin mit ent­spre­chen­den Maß­nah­men dafür sor­gen, dass jene Kärnt­ne­rin­nen und Kärnt­ner, die von der Teue­rung am här­tes­ten betrof­fen sind, alle Unter­stüt­zung erhal­ten, die sie brau­chen “, sag­te Kai­ser abschlie­ßend

08.06.2023 19:00
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„Kärn­ten-Paket“ soll Bevöl­ke­rung ent­las­tenMit dem "Kärnten-Fairness-Ausgleich" will die Landesregierung den Kärntnern im Kampf gegen die Strompreiserhöhung unter die Arme greifen.

© Gerd Altmann/Pixabay