Eventreihe

„Fokus Kul­tur“ mach­te im kärnten.museum Sta­ti­on

Kunst und Kultur darf niemals etwas Elitäres sein, sondern ist ein unverzichtbarer Teil des gesellschaftlichen Lebens - Kulturstaatsekretärin Andrea Mayer: Kunst und Kultur können ohne Publikum nicht bestehen und wir haben einige Herausforderungen gemeinsam zu meistern.

„Fokus Kul­tur“ mach­te im kärnten.museum Sta­ti­on Alina Zeichen, Marianne Fischer-Ringhofer, Nadja Kayali, Brigitte Komar-Winkler, Staatssekretärin Andrea Mayer, Landeshauptmann Peter Kaiser und Tanja Prusnik. (von links)

© LPD Kärnten/Just

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Kul­tur­re­fer­ent­Landes­haupt­mann Peter Kai­ser und Kul­tur­staat­s­e­kre­tä­rin Andrea May­er luden ges­tern, Diens­tag, im Rah­men der Ver­an­stal­tungs­rei­he „Fokus Kul­tur“ ins neue kärnten.museum. Im Zuge die­ser Ver­an­stal­tung, die vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Kunst, Kul­tur, öffent­li­chen Dienst und Sport (BMKÖS) und dem Land Kärn­ten gemein­sam aus­ge­rich­tet wur­de und das Schwer­punkt­the­ma „Publi­kum“ hat­te, dis­ku­tier­ten Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter der Kunst- und Kul­tur­ein­rich­tun­gen über aktu­el­le Her­aus­for­de­run­gen, neue Ideen und bewähr­te Prak­ti­ken im Bereich der Ver­mitt­lung von Kunst und Kul­tur.

“Kul­tur darf nicht eli­tär sein”

Für Kul­tur­re­fe­rent Peter Kai­ser ist es die zen­tra­le Auf­ga­be einer zeit­ge­mä­ßen Kul­tur­po­li­tik, den Men­schen – unab­hän­gig ihrer sozia­len Her­kunft und ihrer finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten – den Zugang zu Kunst und Kul­tur zu ermög­li­chen. „Kunst und Kul­tur darf nie­mals etwas Eli­tä­res sein, son­dern ist ein unver­zicht­ba­rer Teil des gesell­schaft­li­chen Lebens. Und Kul­tur­po­li­tik bedeu­tet Schaf­fung von Rah­men­be­din­gun­gen unter der Prä­mis­se der Frei­heit der Kunst, um die­sen Zugang sicher­zu­stel­len. Es ist mir wich­tig, in den Dia­log mit der Bran­che, den Inter­es­sens­ver­tre­tun­gen, den Insti­tu­tio­nen und Initia­ti­ven zu tre­ten“, stell­te Kai­ser klar. Von Sei­ten des Lan­des wur­den bereits meh­re­re Maß­nah­men gesetzt, um Bür­ge­rin­nen und Bür­gern aus sozi­al schwä­che­ren Gesell­schafts­schich­ten den Zugang zu Kunst- und Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen zu ermög­li­chen. Exem­pla­risch erwähn­te Kai­ser etwa den Kul­tur­pass oder die Kärnt­ner Kul­tur­Card.

 

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Staats­se­kre­tä­rin Andrea May­er, LH Peter Kai­ser und Kul­tur­ab­tei­lungs­lei­te­rin Bri­git­te Wink­ler-Komar. (von links)
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Initia­ti­ve “Schu­le ins Muse­um”

Um Kin­dern und Jugend­li­chen den Besuch von Kul­tur­ein­rich­tun­gen zu ermög­li­chen, wur­de 2016 die Initia­ti­ve „Schu­le ins Muse­um“ ins Leben geru­fen. Heu­er wur­de das Pro­gramm auf Ele­men­tar­päd­ago­gi­sche Ein­rich­tun­gen aus­ge­dehnt und trägt nun den Namen „Komm zur Kul­tur“. „Mir ist es wich­tig, dass Kin­der mög­lichst früh die­sen inte­grier­ten Bestand­teil von Kunst und Kul­tur ken­nen ler­nen und als Teil des täg­li­chen Lebens ver­ste­hen“, beton­te der Lan­des­haupt­mann und erin­ner­te, dass die Kin­der und Jugend­li­chen zusätz­lich auch eine Mul­ti­pli­ka­to­ren-Rol­le ein­neh­men, da sie mit ihren Eltern und Ver­wand­ten die kul­tu­rel­len Ange­bo­te im Land nut­zen wür­den.

 

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Staats­se­kre­tä­rin Andrea May­er, Mode­ra­to­rin Ute Pich­ler und Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser. (von links)
© LPD Kärnten/Just

Ohne Publi­kum gibt es kei­ne Kul­tur

Kul­tur­staat­s­e­kre­tä­rin Andrea May­er erin­ner­te, dass das The­ma Publi­kum nicht erst seit der Pan­de­mie eine wich­ti­ge Fra­ge­stel­lung in der Kul­tur­po­li­tik dar­stel­len wür­de. „Kunst und Kul­tur kön­nen ohne Publi­kum nicht bestehen und wir haben eini­ge Her­aus­for­de­run­gen gemein­sam zu meis­tern“, sag­te May­er und ver­wies auf die Ergeb­nis­se der SORA-Stu­die zur kul­tu­rel­len Betei­li­gung. „81 Pro­zent der Bevöl­ke­rung besu­chen min­des­tens ein­mal pro Jahr eine Kul­tur­ver­an­stal­tung. Wir müs­sen die Jun­gen gewin­nen, Hemm­schwel­len abbau­en und unse­re Türen weit öff­nen“, führ­te die Staats­se­kre­tä­rin aus. Ein wei­te­rer wich­ti­ger Aspekt ist für die Besu­cher die Mög­lich­keit, sozia­le Kon­tak­te auf­zu­bau­en und zu pfle­gen. „Die­ser Aspekt muss bei den Ver­an­stal­te­rin­nen und Ver­an­stal­tern mit­ge­dacht und berück­sich­tigt wer­den“, ist May­er über­zeugt.

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Ali­na Zei­chen, Mari­an­ne Fischer-Ring­ho­fer, Nad­ja Kaya­li, Bri­git­te Komar-Wink­ler, Staats­se­kre­tä­rin Andrea May­er, Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser und Tan­ja Prus­nik. (von links)
© LPD Kärnten/Just

Podi­ums­dis­kus­si­on mit Bri­git­te Wink­ler-Komar

Bei der Podi­ums­dis­kus­si­on, die von Bri­git­te Wink­ler-Komar, Lei­te­rin der Abtei­lung 14 – Kunst und Kul­tur, mode­riert wur­de und an der Staats­se­kre­tä­rin Andrea May­er, Mari­an­ne Fischer-Ring­ho­fer (Klei­ne Zei­tung), Nad­ja Kaya­li (Car­in­thi­scher Som­mer), Tan­ja Pruš­nik (Künst­le­rin) und Ali­na Zei­chen (IG KiKK) teil­nah­men, beton­te Kai­ser, dass einer­seits die Viel­falt des Kunst- und Kul­tur­lan­des Kärn­ten erhal­ten blei­ben muss und ander­seits auch Mög­lich­kei­ten von Zusam­men­ar­bei­ten aus­ge­lo­tet wer­den müs­sen. „Es gilt die unglaub­li­che quan­ti­ta­ti­ve und qua­li­ta­ti­ve Viel­falt zusam­men zu füh­ren um mehr Publi­kum zu gene­rie­ren“, sag­te Kai­ser und ver­wies in die­sem Zusam­men­hang auf die neue Kul­tur­stra­te­gie des Lan­des die sich bereits in Aus­ar­bei­tung befin­det.

Die Ver­an­stal­tungs­teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer wur­den von Wolf­gang Muchitsch, dem Direk­tor des kärnten.museum, begrüßt. „Die Besu­che­rin und Besu­cher ste­hen im Mit­tel­punkt unse­res täg­li­chen Han­delns“, beton­te Muchitsch. Gleich­zei­tig warn­te der Musems­di­rek­tor, die Besu­cher­zah­len als ein­zi­ge rele­van­te Kenn­zahl zu sehen. „Die Quan­ti­tät des Besuchs sagt nichts über die Qua­li­tät einer Aus­stel­lung aus“, rief Muchitsch in Erin­ne­rung.

 

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Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser im Gespräch
© LPD Kärnten/Just

SORA-Stu­die prä­sen­tiert

Im Zuge der Ver­an­stal­tung wur­de auch eine SORA-Stu­die zur kul­tu­rel­len Betei­li­gung von Chris­ti­an Bren­ner prä­sen­tiert. Gemäß der Stu­die neh­men 4 Pro­zent der Bevöl­ke­rung inten­siv, 18 Pro­zent regel­mä­ßig und 59 Pro­zent peri­pher an Kul­tur­ange­bo­ten teil. 19 Pro­zent sind kon­stan­te Nicht­be­su­che­rin­nen und Nicht­be­su­cher. Der Bil­dungs­sta­tus ist der stärks­te Indi­ka­tor für das Aus­maß der kul­tu­rel­len Betei­li­gung, erst danach fol­gen die öko­no­mi­schen Res­sour­cen. Zen­tra­les Ele­ment der Stu­die war die Erfor­schung der Ver­än­de­run­gen im Publi­kums­ver­hal­ten durch die Coro­na-Pan­de­mie – die The­se, dass sich das Kul­tur­pu­bli­kum im Lau­fe der Pan­de­mie zurück­ge­zo­gen hat, konn­te nicht bestä­tigt wer­den.

14.06.2023 17:00
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„Fokus Kul­tur“ mach­te im kärnten.museum Sta­ti­on Alina Zeichen, Marianne Fischer-Ringhofer, Nadja Kayali, Brigitte Komar-Winkler, Staatssekretärin Andrea Mayer, Landeshauptmann Peter Kaiser und Tanja Prusnik. (von links)

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