Finale in Klagenfurt

Volks­hil­fe-Rad­tour gegen Kin­der­ar­mut

Großes Finale der Volkshilfe-Radtour gegen Kinderarmut in Klagenfurt: 353.000 Meter für 353.000 armutsbetroffene Kinder in Österreich.

Volks­hil­fe-Rad­tour gegen Kin­der­ar­mut Der neue SPÖ Chef Andreas Babler (Mitte) und Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (rechts) hießen die Teilnehmer auf der Bühne willkommen.

© KLiCK Kärnten

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353.000 Kin­der und Jugend­li­che in Öster­reich sind von Armut und Aus­gren­zung betrof­fen. Stellt man sich die Stre­cke von Wien nach Kla­gen­furt vor, wür­de jeden Meter ein armuts­be­trof­fe­nes Kind ste­hen. Auf die­sen Miss­stand will die Volks­hil­fe mit ihrer Rad­tour auf­merk­sam machen. Ziel ist die Ein­füh­rung einer Kin­der­grund­si­che­rung in Öster­reich. Am 21. Juni 2023 fand das gro­ße Tour-Fina­le in Kla­gen­furt statt.

16.000 Kin­der von Aus­gren­zung betrof­fen

Allein in Kärn­ten sind 16.000 Kin­der und Jugend­li­che bis 14 Jah­re von Armut oder Aus­gren­zung betrof­fen. Das sind um vier Pro­zent mehr als im Vor­jahr.  Schaut man genau­er in das Zah­len­ma­te­ri­al der EU-SILC, eine Sta­tis­tik, die jähr­lich Ein­kom­men und Lebens­be­din­gun­gen der Men­schen abbil­det, fin­det man bedenk­li­che Zunah­men: 78.000 Kin­der in Öster­reich leben in Haus­hal­ten, die es sich nicht leis­ten kön­nen, jeden zwei­ten Tag Fleisch, Fisch oder eine ver­gleich­ba­re vege­ta­ri­sche Spei­se zu essen. Das ist bei­nah eine Ver­dop­pe­lung gegen­über dem Jahr davor, wo es noch 43.000 Kin­der waren. Auch bei Fami­li­en, die ihre Woh­nung nicht ange­mes­sen warm­hal­ten kön­nen, sehen wir einen Anstieg von 34.000 auf 40.000 Haus­hal­te.

Volks­hil­fe for­dert Ein­füh­rung einer Kin­der­grund­si­che­rung

Die Volks­hil­fe for­dert daher ein­mal mehr die Ein­füh­rung einer Kin­der­grund­si­che­rung in Öster­reich, also ver­ein­facht gesagt, eine sozi­al gestaf­fel­te Fami­li­en­bei­hil­fe, die armuts­be­trof­fe­ne Kin­der stär­ker unter­stützt. Statt der aktu­el­len Fami­li­en­bei­hil­fe und dem Kin­der­ab­setz­be­trag, wür­den dann alle Kin­der 285 Euro monat­lich bekom­men. Gering­ver­die­ner mit bis zu 40.000 Euro Haus­halts­ein­kom­men pro Jahr wür­den zusätz­lich einen nach Ein­kom­men gestaf­fel­ten Betrag erhal­ten.

Stre­cke von Wien bis Kla­gen­furt gera­delt

„Die Wir­kung einer Kin­der­grund­si­che­rung wäre enorm: Wir könn­ten als ers­tes Land über­haupt Kin­der­ar­mut abschaf­fen.“, sag­te Erich Fen­nin­ger, Direk­tor der Volks­hil­fe Öster­reich, der die gesam­te Stre­cke von Wien bis Kla­gen­furt mit sei­nem Team gefah­ren ist. Volks­hil­fe Kärn­ten-Prä­si­dent Ewald Wie­den­bau­er und Jür­gen Pfei­ler, Geschäfts­füh­rer der Volks­hil­fe Kärn­ten, waren eben­falls mit dem Rad dabei.

Sport­ler unter­stütz­ten Team der Volks­hil­fe

Am gro­ßen Final­tag wur­de das Team der Volks­hil­fe von Pool­bil­lard­welt­meis­te­rin Jas­min Ouschan, rund 40 Rad­ler der „Olym­pic Youth Games“ und des Hee­res­sport­ver­eins, Ernst Sand­ries­ser, Direk­tor der Cari­tas Kärn­ten und Chris­ti­an Eile, Obmann des Kärnt­ner Netz­werks gegen Armut und sozia­le Aus­gren­zung radelnd unter­stützt.

SPÖ-Chef Babler am Neu­en Platz in Kla­gen­furt

Emp­fan­gen wur­den die Rad­ler am Neu­en Platz in Kla­gen­furt Lan­des­haupt­mann Stell­ver­tre­te­rin Gaby Schau­nig, Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser und SPÖ-Chef Andre­as Babler. Vie­le Mit­ra­deln­de haben quer durch meh­re­re Bun­des­län­der, gemein­sam mit der Volks­hil­fe ein star­kes Zei­chen gegen Kin­der­ar­mut gesetzt. Wei­ter­ma­chen wer­den sie solan­ge, bis Kin­der­ar­mut in Öster­reich abge­schafft ist.

 

22.06.2023 13:00 - Update am: 24.06.2023 06:01
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Volks­hil­fe-Rad­tour gegen Kin­der­ar­mut Der neue SPÖ Chef Andreas Babler (Mitte) und Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (rechts) hießen die Teilnehmer auf der Bühne willkommen.

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