Naturpark Dobratsch
Grundsatz-Vereinbarung zum Schutz des Dobratsch-Almbereichs
In diesem „Memorandum of Understanding“ geht es um die sanfte Lenkung der Besucherströme im Naturpark Dobratsch. Gewisse Trendsportarten sind zum Beispiel nicht erwünscht.
© Büro LR Schaar
Die Almlandschaft im Naturpark Dobratsch – von der Aichingerhütte bis zum Gipfel – ist eine sehr sensible. Es gibt dort seltene Tier- und Pflanzenarten, Grundbesitzer pflegen die Kulturlandschaft, es ist eine wichtige Trinkwasser-Basis für die Umland-Gemeinden und ein Erlebnis- und Erholungsraum. Dieser soll für künftige Generationen bewahrt und sanft gestaltete werden. Darum einigten sich nun alle Partner auf eine gemeinsame Vorgangsweise, was den Erhalt und Schutz dieses Gebietes betrifft.
Zwölf Partner einigten sich
Naturpark-Landesrätin Sara Schaar berichtet: „Zwölf Partner unterzeichneten eine Grundsatzvereinbarung, auch ‚Memorandum of Understanding’ genannt, für die Besucher-Lenkung im Naturpark Dobratsch – als Vorzeigebeispiel für modernen Naturschutz, für integrativ dynamischen Naturschutz. Das ist eine neue Form des Naturschutzes, die auf der Freiwilligkeit aller relevanten Partner aufbaut und den klassischen Naturschutz ergänzt.“ Die Partner sind der Alpenverein, die Grundbesitzer, die Tourismusregion Villach, die Jägerschaft, die Bergwacht, die Villacher Alpenstraße, der Naturschutz und die Gemeinden.
Drei Eckpfeiler des Memorandums
In dieser Grundsatzvereinbarung gibt es drei wesentliche Punkte:
- Der Dobratsch-Almbereich wird im Sommer als Wanderberg und im Winter als Wander- und Skitouren-Berg positioniert.
- Trendsportarten wie Mountainbiken, Paragleiten oder Drohnenflüge sind im Naturraum nicht erwünscht.
- Es wird dem Prinzip der Wege-Empfehlung größte Bedeutung beigemessen. Das bedeutet, dass die Wanderer auf den ausgewiesenen, markierten Wanderwegen bleiben sollen, um negative Einflüsse auf die Natur und die Almbewirtschaftung zu vermeiden und die Interessen der Grundbesitzer zu wahren.
Wanderwege saniert
Schaar abschließend: „Mit der Grundsatzvereinbarung zum Besucher-Management ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Erhaltung des Naturparks für kommende Generationen gelungen. Das Papier ist ein Übereinkommen, den hohen Qualitätsstandard für Erholungssuchende und Grundeigentümer zu garantieren. Ein weiterer wichtiger Schritt wurde letzte Woche vom Naturpark durchgeführt – mit Wanderweg-Sanierung, Forschung und Müll-Sammelaktion soll der Gipfelbereich weiter optimiert werden.“


