Schicksalsschlag
Eine Frau mit Herz
Das Leben hat es mit Cornelia Pfeifer aus Velden nicht immer gut gemeint. Dennoch steht die Gärtnerin und Kunsthandwerkerin mit beiden Beinen im Leben.
Schon bei der Geburt von Cornelia Pfeifer hat das Schicksal hart zugeschlagen. Mit sechseinhalb Monaten mit 1,20 kg kam sie viel zu früh zur Welt. „Ich bin seither auf einem Auge blind und am zweiten Auge habe ich aktuell 14 Dioptrien“, erzählt die Gärtnerin. Doch das war nicht alles. Mit 14 Jahren erkrankte das tapfere Mädchen an Krebs. „Die Chemotherapien verursachten unerträgliche Schmerzen und zwei Bandscheibenvorfälle“, erzählt Pfeifer von ihrem Leidensweg. Doch Aufgeben war für sie nie eine Option, immerhin standen die Eltern ihr immer zur Seite.
Großer Verlust
Vor sechs Jahren schlug das Schicksal wieder grausam zu. „Da verstarb mein Vater plötzlich und unerwartet. Für mich brach eine Welt zusammen. Er war es, der mir immer viel geholfen hat und an meiner Seite stand. Von ihm habe ich auch das Gärtnerhandwerk gelernt. Deshalb war es nur logisch, dass ich sein Gewerbe weiterführe. Als begeisterte Kunsthandwerkerin habe ich im Dezember des Vorjahres auch das Kunsthandwerksgewerbe dazu genommen“, erzählt Pfeifer.
Viel Freude
Auf die Frage, wie sie beide Berufe mit einer großen Sehschwäche ausüben kann, meint die selbstbewusste Frau: „Mit viel Liebe und Freude. Beim Basteln brauche ich viel Licht, deshalb stehen in meinem Zimmer viele hell erleuchtete Lampen. Sämtliche Produkte sind von mir handgemacht“, erklärt Pfeifer, die sich selbst als Workaholic bezeichnet.
Der Unterschied
Das Arbeiten in den Gärten ihrer Kunden machen der Veldnerin viel Freude. Wenn das Wetter ein Arbeiten in den Gärten nicht zulässt, dann ist das Kunsthandwerk an der Reihe. Woher ihre Ideen für die Kunsthandwerkgegenstände kommen, „es funktioniert bei mir alles durch Ausprobieren und Entwickeln von neuen Ideen. Eine große Stütze im Berufsleben ist Mutter Brigitte, die vor allem für die Transporte sorgt.“
Der Vertrieb
Zahlreiche Kunden kommen zu ihr, „und auf die Märkte in Pörtschach, gelegentlich in Ferlach und Reifnitz. Bitte einfach vorbeikommen, da ich gerne auf die Wünsche der Kunden eingehe.“
