Info-Offensive

Kärn­tens Tou­ris­mus ringt um Rück­kehr zur Nor­ma­li­tät

Nach den Fluten vom Himmel droht jetzt die Flaute bei den Gästen: Die Unwetterschäden sind zwar punktuell erheblich, aber Urlaub in Kärnten ist (fast) überall genauso schön und vielfältig wie vor den extremen Niederschlägen. Die Tourismuswirtschaft setzt auf rasche Hilfe für betroffene Betriebe – und auf eine Informationsoffensive.

Kärn­tens Tou­ris­mus ringt um Rück­kehr zur Nor­ma­li­tät Spartenobmann Josef Petritsch, Wirtschaftkammer-Präsident Jürgen Mandl und Robert Karlhofer, Geschäftsführer der Tourismusregion Klopeinersee-Südkärnten–Lavanttal: Nach den Fluten vom Himmel droht jetzt die Flaute bei den Gästen. Die Tourismuswirtschaft setzt auf rasche Hilfe für betroffene Betriebe – und auf eine Informationsoffensive.

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„Das gro­ße Auf­räu­men hat begon­nen, täg­lich wird alles bes­ser“, erklär­te heu­te Kärn­tens Wirt­schafts­kam­mer­prä­si­dent Jür­gen Man­dl bei einem Pres­se­ge­spräch zur aktu­el­len Lage. Seit Don­ners­tag war er in den betrof­fe­nen Regio­nen unter­wegs, etwa 30 bis 35 Unter­neh­men sei­en von den Über­flu­tun­gen hart in Mit­lei­den­schaft gezo­gen wor­den. Für sie stel­len die Wirt­schafts­kam­mer und die Sozi­al­ver­si­che­rung der Selbst­stän­di­gen eine Sofort­hil­fe aus ihrem Not­fall­fonds zur Ver­fü­gung, die auf­grund der Schwe­re der Ereig­nis­se auf 20.000 Euro pro Fall ver­dop­pelt wur­de. Man­dl: „Ich gehen davon aus, dass wir schon nächs­te Woche mit den Aus­zah­lun­gen begin­nen kön­nen. Hier geht es uns um eine rasche Unter­stüt­zung, die Abwick­lung der Schä­den ist dann Sache der Ver­si­che­run­gen. Aber unse­re Mit­glie­der kön­nen sich auch in schwe­ren Zei­ten auf ihre Wirt­schafts­kam­mer ver­las­sen.“

Finan­zi­el­le Unter­stüt­zung im Scha­dens­fall

Die finan­zi­el­le Unter­stüt­zung für einen Betrieb beträgt pro Scha­dens­fall ins­ge­samt min­des­tens 10 Pro­zent des ent­stan­de­nen Scha­dens, gede­ckelt mit nun­mehr 20.000 Euro. Die Mit­tel wer­den zu 50 Pro­zent von der jewei­li­gen Lan­des­kam­mer, zu 30 Pro­zent von der Sozi­al­ver­si­che­rungs­an­stalt der Selbst­stän­di­gen und zu 20 Pro­zent von der Wirt­schafts­kam­mer Öster­reich auf­ge­bracht. „Von der Mure im Pro­duk­ti­ons­be­trieb über den ver­wüs­te­ten Cam­ping­platz bis zu ton­nen­wei­se unbrauch­bar gewor­de­nen Lebens­mit­teln ist alles dabei“, erklär­te Man­dl, der nach der tage­lan­gen Kata­stro­phen­be­richt­erstat­tung um die rasche Rück­kehr zur Nor­ma­li­tät ringt: „Die Som­mer­sai­son dau­ert nur noch drei Wochen, und wir bekom­men mit, was die Ver­un­si­che­rung bei den Gäs­ten bedeu­tet.“

Mit Son­der­pro­gram­men Nach­sai­son ret­ten

Denn der Tou­ris­mus sei ein „fra­gi­les Sys­tem“, wie Spar­ten­ob­mann und Hote­lier Josef Petrit­sch beton­te: „Was nach dem Regen bleibt, sind die Bil­der.“ Er ortet in man­chen Betrie­ben einen kom­plet­ten Nach­fra­ge­stopp, nicht nur für den Rest vom Som­mer, son­dern auch für den Herbst. Mit Son­der­pro­gram­men, Incen­ti­ves, sogar Gra­tis-Näch­ten will Petrit­sch wenigs­tens die Nach­sai­son ret­ten: „Wir müs­sen von den Betrie­ben über die Regio­nen bis hin zu Kärn­ten Wer­bung und Öster­reich Wer­bung alles tun, um unse­re Gäs­te zu infor­mie­ren: In Kärn­ten kann man unge­stört den schöns­ten Urlaub machen. Die­se Bot­schaft müs­sen wir pushen!“ Kri­tik übte Petrit­sch in die­sem Zusam­men­hang an der über­falls­ar­tig ver­häng­ten behörd­li­chen Sper­re der Lini­en­schiff­fahrt auf dem Wör­ther­see. „Das wirft ein schlech­tes Licht auf die gan­ze Regi­on. Man soll­te Gäs­te nicht unnö­ti­ger­wei­se wei­ter ver­un­si­chern!“ Sein Appell an die Behör­den: „Redet mit uns!“

 

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Aus­bau der tou­ris­ti­schen Schlecht­wet­ter­an­ge­bo­te gefor­dert

Um für die Zukunft bes­ser gewapp­net zu sein, wei­te­te Petrit­sch sei­ne For­de­rung nach einem Aus­bau der tou­ris­ti­schen Schlecht­wet­ter­an­ge­bo­te aus: „Auch die Was­ser­ver- und Ent­sor­gungs­in­fra­struk­tu­ren müs­sen ver­stärkt wer­den, um Sicher­heit und die nöti­gen Rah­men­be­din­gun­gen für die Tou­ris­mus­wirt­schaft zu schaf­fen!“ Beson­ders bedank­te sich der Hote­lier bei den Blau­licht­or­ga­ni­sa­tio­nen und Gemein­den für die enor­men Leis­tun­gen bei der Bewäl­ti­gung der Flut und hob beson­ders Robert Karl­ho­fer her­vor: Der Geschäfts­füh­rer der Tou­ris­mus­re­gi­on Klopeinersee-Südkärnten–Lavanttal habe in den ver­gan­ge­nen Tagen gezeigt, was Kri­sen­ma­nage­ment bedeu­te.

 

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Anrei­se ohne Ein­schrän­kung wie­der mög­lich

Karl­ho­fer beton­te, dass schon jetzt die Anrei­se in die Regi­on ohne Ein­schrän­kun­gen wie­der mög­lich sei: „Die Situa­ti­on beru­higt sich, die Seen und Strand­bä­der sind offen: Die Sicher­heit ist gewähr­leis­tet, die Was­ser­qua­li­tät unein­ge­schränkt.“ An der Instand­set­zung eini­ger Aus­flug­zie­le wer­de mit Hoch­druck gear­bei­tet, ledig­lich von Out­door-Akti­vi­tä­ten und Wan­de­run­gen wer­de noch abge­ra­ten, die Rad­we­ge der­zeit peni­bel geprüft. Sogar die Obir-Tropf­stein­höh­le in Bad Eisen­kap­pel sei bereits wie­der geöff­net. Karl­ho­fer: „Die Tou­ris­mus­de­sti­na­ti­on Klopeinersee-Südkärnten–Lavanttal ist sehr groß und viel­fäl­tig, es gibt unzäh­li­ge Mög­lich­kei­ten, einen schö­nen, erleb­nis­rei­chen Urlaub bei uns zu ver­brin­gen!“

09.08.2023 12:00
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Kärn­tens Tou­ris­mus ringt um Rück­kehr zur Nor­ma­li­tät Spartenobmann Josef Petritsch, Wirtschaftkammer-Präsident Jürgen Mandl und Robert Karlhofer, Geschäftsführer der Tourismusregion Klopeinersee-Südkärnten–Lavanttal: Nach den Fluten vom Himmel droht jetzt die Flaute bei den Gästen. Die Tourismuswirtschaft setzt auf rasche Hilfe für betroffene Betriebe – und auf eine Informationsoffensive.

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