Mikro-ÖV-Projekt
SPÖ übt Kritik an Öffi-Plänen für Villach
Das im Gemeinderat vorgeschlagene Konzept von Stadtrat Sascha Jabali-Adeh und der Partei „Verantwortung Erde“ ziele darauf ab, das Verkehrsangebot in Villach zu verbessern. Die SPÖ-Gemeinderatsfraktion Villach ortet darin viele Schwachstellen.
© Stadt Villach/Andreas Jandl
Die vorgeschlagenen Mikro-ÖV-Pläne zielen darauf ab, das öffentliche Verkehrsangebot in Villach zu verbessern. Sie sollen in erster Linie als Ergänzung zu den regulären öffentlichen Verkehrsmitteln dienen: Bei geringer öffentlicher Auslastung und in Randgebieten sollen sie die Funktionen des Busverkehrs übernehmen.
Pläne mit vielen Schwachstellen
Die SPÖ-Gemeinderatsfraktion Villach begrüße das Vorhaben, sieht in den Plänen jedoch Schwachstellen. „Trotz der ständigen Betonung von Transparenz, Bürgerbeteiligung sowie Klimafreundlichkeit seitens der Partei fehlt es in diesem Fall an angemessener Einbindung der Bevölkerung, und es wird ausschließlich auf Dieselfahrzeuge gesetzt“, meint Slug-Lindner Geschäftsführer des SPÖ Gemeinderratsklubs Villach.
Hauptkritikpunkt: Projektverzögerung
Ein Hauptkritikpunkt betrifft die Verzögerung bei der Umsetzung des Mikro-ÖV-Projekts. Dieses hätte bereits in diesem Jahr (2023) starten sollen, um die vollen Förderungsmittel zu sichern. Die Unsicherheit hinsichtlich ausreichender Fördermittel bis 2026 könnte der Stadt Villach erhebliche finanzielle Nachteile bringen. „Besonders besorgniserregend ist, dass die Pläne ausschließlich dieselbetriebene Kleinfahrzeuge vorsehen, ohne alternative Antriebsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen, was nicht mit dem Klimaverständnis der Stadt Villach und den eignen Forderungen und Prinzipien der Partei “Verantwortung Erde” im Einklang steht“, sagt Slug-Lindner.
„Einbindung der Bevölkerung notwendig“
Ein weiterer schwerwiegender Kritikpunkt ist die fehlende Einbindung der Bevölkerung, Schüler- und Elternvertreter sowie ortsansässiger Entscheidungsträger. „Die Partei “Verantwortung Erde” hat es versäumt, die Villacher Bürgerinnen und Bürger in den Entscheidungsprozess einzubeziehen, obwohl sie sich für Bürgerbeteiligung und Transparenz einsetzt. Stattdessen wird versucht, die Pläne im Gemeinderat durchzuboxen, ohne brauchbare Lösungsvorschläge für die genannten Probleme aufzuzeigen“.
Alternative Antriebe vorantreiben
Es ist dringend erforderlich, die Mikro-ÖV-Pläne zu überarbeiten, um die genannten Schwachstellen zu beheben und ein nachhaltiges sowie erfolgreiches Verkehrssystem in Villach zu gewährleisten. Hierbei ist es besonders entscheidend, alternative Antriebe voranzutreiben. Daher fordern wir die Partei “Verantwortung ERDE” nachdrücklich auf, ihre Pläne in Richtung verstärkter Bürgerbeteiligung und konsequenterem Klimaschutz zu ändern.
