Kunsthandwerk
Alles, was die Natur hergibt
Vor der gebürtigen Steirerin Siglinde Eberhart ist in den Wäldern nichts sicher. Sie verarbeitet alte Wurzeln, Zapfen, Flechten und vieles andere mehr mit getrockneten Blumen zu kleinen Kunstwerken.
Eigentlich ist Siglinde Eberhart aus Schladming eine gelernte Bürokauffrau. Bis zum 30. Lebensjahr hat sie auf dem Gemeindeamt in Schladming gearbeitet. Dann trat ihr späterer Ehemann Herbert in ihr Leben und nahm sie nach Meiselding mit, um sie zu ehelichen. „In den zehn Jahren, die ich bei meinen Kindern Georg und Theresa zu Hause verbracht habe, erweckte in mir die Liebe zu meinem Garten und den Blumen“, erzählt die zweifache Mutter.
Getrocknete Blumen
Der Garten und auch die Wäschehänge wurden ein wichtiger Teil des Freizeitgeschehens der kreativen Künstlerin. „Die von mir gepflückten Blumen trockne ich auf der Wäschehänge, wo sie in Bündel verkehrt aufgehängt werden“, erklärt Siglinde Eberhart.
Sammelleidenschaft
Verarbeitet werden nicht nur Blumen, sondern alles, was die Natur hergibt. Wurzeln, alte Hölzer, Flechten, Zapfen sowie Steine und vieles andere mehr. „Ich muss in meinem Vorleben eine Jägerin oder Sammlerin gewesen sein“, erzählt Siglinde Eberhart. Das Gesammelte wird mit getrockneten Blumen zu Gestecken, Kränzen und verschiedensten Gebilden verarbeitet. Die Kunstgegenstände werden derzeit im Dorfladen Meiselding und auf diversen Märkten verkauft.
Kräuterkurs
Auch die heimischen Kräuter interessieren die Kunsthandwerkerin. Um sich weiterzubilden, besucht die Künstlerin auch die zweijährige FNL-Kräuterakademie, benannt nach dem Kräutergelehrten Ignaz Schlifni, in Hunnenbrunn.