Peter Dürnwirth
„Mit 66 Jahren fängt das Leben erst an“
Kabel-TV-Pionier Peter Dürnwirth aus St. Salvator feiert am 25. Juli seinen 66. Geburtstag. „KLiCK Kärnten“ gewährte der Jubilar einen Einblick in sein ereignisreiches Leben.
Der Metnitztaler Peter Dürnwirth verlässt äußerst selten ohne Kamera sein Haus. „Es war für mein späteres Leben prägend, als ich im Jahr 1993 mit Sepp Schabernig und Arnold Bergner ein Privatfernsehen gegründet habe. Begonnen haben wir damals mit Standbildern. Das Recht, laufende Bilder zu senden, mussten wir erst vor dem Europäischen Gerichtshof mit Erfolg erkämpfen. Wir haben damit in Österreich das Kabel-TV salonfähig gemacht“, erzählt Dürnwirth. Damit wurde der Erfolgslauf des Friesacher Kabelkanals (FKK) gestartet. Er war der Vorläufer des heutigen Bezirks-TV (BTV).
Fahrzeugbau erlernt
Mit der Lehre zum Fahrzeugbauer bei der Firma Steiner Kipper in Feistritz/Drau trat Dürnwirth ursprünglich in die Fußstapfen seines Vaters. „Nach dem sehr frühen Tod meiner Mutter im 46. Lebensjahr musste ich nach Hause, um im elterlichen Betrieb mitzuarbeiten“, erklärt der Filmprofi. Den Meisterbrief absolvierte Dürnwirth mit Erfolg, ehe er später den elterlichen Betrieb übernahm. Vor rund 15 Jahren legte der Maschinenbau-Meister den Betrieb still. „Als sehr kleiner Betrieb konnten wir dem Druck der großen Unternehmen nicht mehr standhalten“, begründet Dürnwirth.
Die Filmproduktion
Da kam es dem Metnitztaler zugute, dass er bereits 1995 die Peter Dürnwirth Filmproduktion gegründet hatte. „Ab diesem Zeitpunkt habe ich Werbefilme, Imagefilme und Reportagen mit Patronanzen produziert. Ein Slogan von mir ist nach wie vor: Ich mache TV aus dem Volk für das Volk. Die Tätigkeiten der Vereine liegen mir besonders auf dem Herzen. Die Kamera ist mein Leben, da bin ich mit viel Herzblut dabei“, betont Dürnwirth. Bekannte Persönlichkeiten wie den Dalai Lama, KTM-Boss Stefan Pierer, den damaligen Bundespräsidenten Thomas Klestil, Heinrich Harrer, Sänger Nik P. oder Schauspieler und Regisseur Adi Peichl, der einer der besten Freunde des Filmers war, durfte Dürnwirth interviewen.

Das große Hobby
Hoch hinaus wollte Dürnwirth eigentlich nie, außer wenn es um den Modellflugsport geht: „Ich bin seit 40 Jahren Obmann des ersten Modellflugvereins Sportunion Friesach.“ Mit Reichtum verhält es sich ähnlich. „Ich bin in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, hatte sehr fleißige Eltern. Durch den frühen Tod meiner Mutter musste ich sehr schnell erwachsen werden. Das hat mich sehr geformt. Mein Reichtum ist die Familie und die nach Jahren erreichte Lebenserfahrung. Ich habe deshalb nie den Boden unter den Füßen verloren“, schildert Dürnwirth. Mit Ehefrau Renate ist er seit 41 Jahren verheiratet. Gemeinsam haben sie zwei Töchter (Petra und Michaela) und vier Enkelkinder.
In der Firma hat er sieben „Mitarbeiter“: die Hauptkamera und sechs GoPro-Kameras (Action-Kameras). „So lange ich noch kann, gebe ich die Kamera nicht aus der Hand. Udo Jürgens sang einst: Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an! Das trifft auf mich voll zu. Ich bin sehr stolz, ein bunter Hund zu sein“, schmunzelt Dürnwirth.