Politik
25 Ziele für die Stadt Villach
Die neue Villacher Stadtregierung stellt sich vor. Erstmals dabei ist die Liste Verantwortung Erde. Ein neuer Ausschuss für Nachhaltigkeit wurde installiert.
© Stadt Villach
Die neue Villacher Stadtregierung wird zwar erst am 9. April angelobt, die handelnden Personen stehen aber bereits fest. Und auch ihr Plan für die nächsten sechs Jahre ist fixiert. 25 Ziele hat man sich gesetzt, im Wesentlichen setzt man auf Nachhaltigkeit, finanzielle Stabilität, Digitalisierung, Geschwindigkeit, Arbeitgeber-Attraktivität und Kundenzufriedenheit.
Eigener Ausschuss für Nachhaltigkeit
Der Punkt Nachhaltigkeit wird mit einem eigenen Ausschuss für Nachhaltigkeit unterstrichen. Insgesamt gibt es 15 Ausschüsse, die aus jeweils sieben Mitgliedern des Gemeinderates bestehen. In neun Ausschüssen hat die SPÖ den Vorsitz, die anderen drei Parteien in jeweils zwei.
Apropos Parteien: Vier an der Zahl sind nun im Stadtsenat vertreten, neu ist die Liste Verantwortung Erde mit einem Sitz.
Der neue Stadtsenat
Villachs neue Stadtregierung mit Referatsverteilung:
- Bürgermeister Günther Albel (SPÖ) –
Referate: Finanzen, Beteiligungen, Innovation & Digitalisierung, Personal, Wirtschaft und Betriebsansiedelung, EU-Angelegenheiten & Städtepartnerschaften - 1. Vize-Bürgermeisterin Irene Hochstetter-Lackner (SPÖ) –
Referate: Bildung, Technologiepark (VISTA) sowie Technologie- und Forschungsinitiativen, Naturpark-Angelegenheiten, Abfallwirtschaft, Kreislaufwirtschaft und ReUse, Stadtgrün, Nachhaltigkeit, Wirtschaftshof & Bestattung - 2. Vize-Bürgermeisterin Gerda Sandriesser (SPÖ) –
Referate: Integrations- und Migrations-Angelegenheiten, Familienfreundliche Gemeinde, Frauen, Soziales und Jugendwohlfahrt, Jugend, Museum und Archiv, Kultur, Gesundheit und Prävention - Stadtrat Erwin Baumann (FPÖ) –
Referate: Wohnungen sowie Hausverwaltung und Bewirtschaftung der städtischen Wohn- und Geschäftsgebäude, Wasserwerk, Landwirtschaft, Schifffahrtsbehörde, Kraftfahrgesetz, Luftfahrtgesetz, Eisenbahngesetz, Container-Sicherheitsgesetz - Stadtrat Christian Pober (ÖVP) –
Referate: Fachhochschulen, Reinhalteverordnung, Gewerbe und Veranstaltungen, Veterinärpolizei, Niederlassung und Aufenthalt, Lebensmittel-Aufsicht und Märkte, Tourismus, Vertretung des Bürgermeisters im Tourismus-Verband - Stadtrat Harald Sobe (SPÖ) –
Referate: Stadtentwicklung, Stadtplanung, Hochbau und Liegenschaften, Tiefbau, Vermessung und Geoinformation, Feuerwehr, Zivil- und Katastrophen-Schutz, Freizeit und Sport - Stadtrat Gerald Dobernig (Verantwortung Erde) –
Referate: Natur- und Umweltschutz, Verkehrsplanung, Fördermaßnahmen im Bereich öffentlicher Verkehr, Straßenrechtsbehörde, Umweltverträglichkeits-Prüfungsverfahren, Ablöse-Verfahren nach dem Kärntner Straßengesetz und dem Eisenbahn-Enteignungsgesetz, Messtechnische Maßnahmen, Lärmkataster und Luftgüte-Messungen, Strafamt, Förderungen von Lärmschutz-Maßnahmen an Gemeindestraßen
Die 25 Ziele
Folgende 25 Ziele hat man vereinbart:
- Neubau- und Instandhaltungsprogramme festschreiben, um deren Umsetzung zu sichern
- Grundstückseigentum gestalten – Fonds zum Ankauf strategisch wichtiger Gründe wird eingerichtet
- Ökologisch und klimaneutral bauen (Photovoltaik-Offensive)
- Kindergarten-Strategie umsetzen (am Ende über 100 zusätzliche Betreuungsplätze)
- Digitales Bürgerkonto ausrollen
- Digitalisierung in der Bildung vorantreiben
- Beteiligungen managen
- Stadthaushalt optimieren
- Jugendrat stärken
- Kontrollrechte stärken
- Subventionsrichtlinien weiterentwickeln (Richtlinien sollen öffentlich eingesehen werden können)
- Kulturarbeit nach der Pandemie neu starten (gezielte Förderungen und Initiativen)
- Bürgerbeteiligung stärken
- Gemeinderatsabläufe digitalisieren (digitale Amtsvorträge, Sitzungsführung und Beschluss-Protokollierung)
- Nachhaltigkeit als Selbstverständlichkeit etablieren
- städtische Mobilität ökologisieren (emissionsarme Dienst- und Nutzfahrzeug-Flotte)
- Winter-Verkehr am Dobratsch gestalten
- Wohnen leistbar halten
- Sporthallen-Projekt umsetzen (Stadthalle)
- Stadtentwicklung gestalten
- Marke “Villach” stärken
- Arbeitszeit-Modelle modernisieren (bei städtischen Mitarbeitern)
- Zentralraum-Kooperation intensivieren (mit Klagenfurt im Rahmen des Vereins “Zentralraum Kärnten+”)
- Behörden-Verfahren bündeln (eigener Verfahrenskoordinator)
- Innenstadt-Wohnzimmer ausbauen
