St. Paul/Lav.
Koralmbahn in Kärnten eröffnet
Die Fertigstellung und Inbetriebnahme des Kärntner Abschnittes der Koralmbahn wurde heute, Donnerstag, am Bahnhof St. Paul im Lavanttal gefeiert.
© LPD Kärnten/Just
Die Fertigstellung und Inbetriebnahme des Kärntner Abschnittes der Koralmbahn wurde heute, Donnerstag, am Bahnhof St. Paul im Lavanttal gefeiert. Seitens der Kärntner Landesregierung wohnten Landeshauptmann Peter Kaiser, Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber und Landesrat Sebastian Schuschnig der Fertigstellungsfeier bei. Ab Sonntag, dem 10. Dezember, werden am Streckenabschnitt zwischen Klagenfurt und St. Paul im Lavanttal Nahverkehrszüge verkehren. Die Fahrzeit der S‑Bahn reduziert sich auf 26 Minuten. Zeitgleich wird die modernisierte Lavanttalbahn und die Bleiburger Schleife in Betrieb gehen.
Sternstunde für Lebensraum Kärnten
Landeshauptmann Peter Kaiser bezeichnete die Inbetriebnahme des Streckenabschnitts als eine Sternstunde für den Arbeits‑, Wirtschafts- und Lebensraum Kärnten. „Die Zugfahrt nach St. Paul im Lavanttal war ein Moment, bei dem man gespürt hat, dass man ein Teil etwas ganz Großen ist“, sagte Kaiser und dankte allen, die an der Umsetzung dieses Jahrhundertbauwerks mitgewirkt haben. „Die Koralmbahn wird das Mobilitätsverhalten der Menschen verändern, die Regionen beleben und einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten“, strich Kaiser hervor. Er betonte, dass die Chancen, die sich durch die Hochleistungsbahntrasse zwischen Klagenfurt und Graz ergeben, optimal genutzt werden müssen: „Es entsteht ein neuer Zentralraum, in dem rund 1,1 Millionen Menschen leben. Nutzen wir diese Chance und gestalten wir gemeinsam die Zukunft.“
Umdenkprozess im Bereich Mobilität
Vizekanzler Werner Kogler erinnerte daran, dass die Koralmbahn zu einem Umdenkprozess im Bereich der Mobilität führen wird. „Durch die Koralmbahn ist ein attraktives Angebot entstanden, dass viele Menschen zum Umsteigen auf die Bahn animieren wird“, zeigte sich Kogler überzeugt. Gleichzeitig ist die Errichtung der Koralmbahn für Kogler aber auch ein Beispiel, wie Wirtschaft und Umweltschutz voneinander profitieren. „Es gilt Wirtschaft und Umwelt unter einen Hut zu bringen um die regionale Wirtschaft zu stärken. Wir können mit der Energie- und Verkehrswende viel gewinnen und diese Chance müssen wir nutzen“, fasste Kogler zusammen.

Stefan Salzmann, Bürgermeister der Gemeinde St. Paul im Lavanttal, rückte stellvertretend für alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der an der Koralmbahn liegenden Gemeinden, die Vorteile der Bahnstrecke in den Vordergrund. „Wir rechnen mit vielen jungen Menschen, die sich aufgrund der Koralmbahn zwischen den Ballungszentren Klagenfurt und Graz niederlassen. Das ist eine große Chance für alle Gemeinden. Auch viele Betriebe siedeln sich aufgrund der Koralmbahn an dieser Achse an“, berichtete Salzmann.
ÖBB-CEO Andreas Matthä sagte: „Die Koralmbahn ist ein Jahrhundertbauwerk, dass nach der Eröffnung 2025 die Lebenswelten der Menschen nachhaltig verändern wird und enorme Chancen für die Region bietet.“
Martin Selmayr, Leiter EU-Vertretung in Österreich, erläuterte, dass die Koralmbahn einen wichtigen Beitrag zu Mobilitätswende leistet. „Die Koralmbahn verbindet nicht nur Staaten, ist ein Teil der Baltisch-Adriatischen-Achse, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasen“, führte Selmayr aus.

Hochleistungsbahn geht 2025 in Betrieb
Die Hochleistungsbahnstrecke zwischen Klagenfurt und Graz wird Ende 2025 in Betrieb gehen. Nach der Fertigstellung reduziert sich die Fahrzeit zwischen den beiden Landeshauptstädten auf 45 Minuten.
Detaillierte Auskünfte zu den Zugsverbindungen zwischen Klagenfurt und St. Paul im Lavanttal unter: ÖBB/Fahrplan.
