IT-Bereich
Land Kärnten verstärkt „digitale Abwehrkräfte“
Die Kosten für die geplanten Adaptierungen werden sich auf rund 2,8 Millionen Euro belaufen. Die Fertigstellung ist für Ende 2024 geplant.
„Mit der Umsetzung eines zweiten, parallelen Rechenzentrums sorgen wir für noch mehr Sicherheit, Stabilität und digitalen Schutz unserer Verwaltung und damit auch unserer Bürger“, so der Landeshauptmann.© LPD Kärnten/Jannach
Mehr Digital-Service, weniger Kosten und beschleunigte Verfahren für Bürger sowie Unternehmen — darauf zielt die Digitalisierungsstrategie des Landes Kärnten ab. Die Basis dafür bildet eine gut ausgebaute Infrastruktur. „Hier wollen wir in den kommenden Monaten einen entscheidenden Schritt in Richtung Zukunft setzen“, sagt Landeshauptmann Peter Kaiser.
Für mehr Stabilität und Sicherheit
Ein zweites Rechenzentrum werde für noch mehr Sicherheit, Stabilität und digitalen Schutz unserer Verwaltung und damit auch der Bürger sorgen, das bestehende Rechenzentrum entlasten und dieses im worst case eines Komplettausfalls auch komplett kompensieren. “Wir verstärken also unsere ‚digitalen Abwehrkräfte‘”, fügt Kaiser hinzu. Die dafür nötigen Beschlüsse sollen in der Regierungssitzung am kommenden Dienstag (19. Dezember 2023) fallen.
Große Bedeutung der IT-Infrastruktur
„Nur eine gut entwickelte und geschützte IT-Infrastruktur ermöglicht es, Aufgaben effizient und effektiv zu erfüllen, den Bürgerinnen und Bürgern bessere Dienstleistungen anzubieten und den Verwaltungsprozess zu optimieren”, ist Kaiser überzeugt. Daher müsse zukünftig weiter an der Struktur und Stabilität der Infrastruktur gearbeitet werden.
„Die Investition in einen zweiten Rechenzentrumsstandort trägt auch dazu bei, im Falle von Ausfällen oder Notfällen erhebliche finanzielle Verluste zu vermeiden und die Geschäftskontinuität aufrechtzuerhalten. Es trägt auch zur langfristigen Wirtschaftlichkeit der IT-Infrastruktur bei“, meint Christian Inzko, der IT-Leiter des Landes Kärnten.
Investition von 2,8 Millionen Euro
Das Parallelrechenzentrum soll in teilweise bereits bestehenden Kellerräumlichkeiten der Bezirkshauptmannschaft Villach untergebracht werden. Die Kosten für die Adaptierungen werden sich auf rund 2,8 Millionen Euro belaufen. Mithilfe von Loadbalancing-Technologien soll das Parallelrechenzentrum in erster Linie den Hauptstandort in Klagenfurt entlasten. Geplant ist auch die Anschaffung eines Notstromaggregats, das im Fall eines Blackouts das Rechenzentrum aber auch Teile der Infrastruktur der BH Villach versorgt. Die Fertigstellung ist für Ende 2024 geplant.
