Kärnten

Plö­cken­pass soll bis Win­ter 2024 wie­der befahr­bar sein

Informationen aus erster Hand zur gesperrten Plöckenpassstraße auf italienischer Seite zu erfahren, das war die Intention des Arbeitstreffens zwischen Vertretern von Land Kärnten und der Region Friaul.

Straßensperre Trotz des massiven Felssturzes im Dezember 2023 sei die Passstraße wiederherstellbar.

© Pixabay/patricksommer

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Neben Lan­des­haupt­mann­stell­ver­tre­ter Mar­tin Gru­ber und Regi­ons­prä­si­den­ten Mas­si­mi­lia­no Fed­ri­ga waren am Diens­tag (9. Jän­ner 2024) auch die friu­la­ni­sche Lan­des­rä­tin für Infra­struk­tur, Chris­ti­na Ami­ran­te, sowie Fach­be­am­te aus Kärn­ten und Fri­aul in Tol­mez­zo dabei.

Befahr­bar­keit der Pass­stra­ße hat obers­te Prio­ri­tät

„Obers­te Prio­ri­tät hat für uns eine rasche Befahr­bar­keit der Pass­stra­ße. Dar­auf habe ich heu­te mit Nach­druck hin­ge­wie­sen, und das wur­de von Fri­aul auch in Aus­sicht gestellt“, infor­mier­te Mar­tin Gru­ber. Trotz des mas­si­ven Fels­stur­zes im Dezem­ber 2023 sei die Stra­ße wie­der­her­stell­bar, das wur­de heu­te von ita­lie­ni­scher Sei­te berich­tet. Man wer­de mit Hoch­druck dar­an arbei­ten, die Pass­stra­ße bis zum Win­ter 2024 wie­der für den Ver­kehr frei­ge­ben zu kön­nen, wie die Ver­tre­ter Fri­auls ver­si­cher­ten. „Ich bin erleich­tert, dass eine Sanie­rung der der­zei­ti­gen Stre­cke mög­lich ist. Par­al­lel dazu wird Ita­li­en aber auch die Errich­tung einer pro­vi­so­ri­schen Not­tras­se prü­fen“, so Gru­ber. Kärn­ten hat dafür die Unter­stüt­zung der Stra­ßen­bau­ab­tei­lung ange­bo­ten, die bei einem ähn­li­chen Scha­den im Lesach­ta­ler Pro­meg­gen (Vaia im Herbst 2018) kurz­fris­tig eine Umfah­rung her­stel­len muss­te. Die Fach­ab­tei­lun­gen bei­der Län­der wer­den sich dazu nun inten­siv abstim­men.

Nach­hal­ti­ge Lösung not­we­nig

Dis­ku­tiert wur­den beim Arbeits­ge­spräch auch lang­fris­ti­ge Lösungs­mög­lich­kei­ten. Kärn­ten habe in den letz­ten Jah­ren rund 27 Mil­lio­nen Euro in einen win­ter­si­che­ren Aus­bau der Pass­stra­ße inves­tiert, trotz­dem müss­ten bei­de Län­der die Mög­lich­keit wei­te­rer Schad­ereig­nis­se in Betracht zie­hen, so Gru­ber. „Wir wol­len eine nach­hal­ti­ge Lösung und sind für dies­be­züg­li­che Gesprä­che offen. Lang­fris­ti­ge Bau­pro­jek­te kön­nen aber nicht von Kärn­ten und Fri­aul allei­ne finan­ziert wer­den“, stell­te Gru­ber klar. Tun­nel­va­ri­an­ten wären nach aktu­el­len Schät­zun­gen, die Ita­li­en heu­te prä­sen­tiert hat, mit Kos­ten in Höhe von 200 bis 700 Mil­lio­nen Euro ver­bun­den. Zudem sei­en sowohl die EU-Alpen­stra­te­gie als auch die Alpen­kon­ven­ti­on von einem Aus­bau der Pass­stra­ße mit­tels Tun­nel berührt. Daher steht nun die Wie­der­her­stel­lung der Bestands­stre­cke für bei­de Län­der im Fokus.

10.01.2024 13:00
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Straßensperre Trotz des massiven Felssturzes im Dezember 2023 sei die Passstraße wiederherstellbar.

© Pixabay/patricksommer