Wirtschaft
Kärnten wird zur „Lebensraummarke“ ausgebaut
Heuer stehen 2,5 Millionen Euro zur Bewerbung von Kärnten als Arbeits-, Wirtschafts- und Lebensstandort in den Zielmärkten zur Verfügung.
© LPD Kärnten/Fritz
Um die insbesondere auch außerhalb Kärntens durchaus wahrgenommenen und bestätigten Vorzüge des Bundeslandes mit dem entsprechenden Selbstbewusstsein darzustellen und zu bewerben, wird das Standortmarketing des Landes 2024 ein intensives Arbeitsprogramm absolvieren. Dieses Arbeitsprogramm wird von Landeshauptmann Peter Kaiser und Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber in der kommende Regierungssitzung präsentiert und beschlossen. Ziel sei es zur Sicherstellung des Wohlstands und der Versorgung dringend benötigte Arbeitskräfte davon zu überzeugen, ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Kärnten zu finden, damit auch das zarte Bevölkerungswachstum der letzten Jahre weiter zu verstärken und die wirtschaftliche Attraktivität Kärntens noch weiter zu erhöhen.
Kärnten als attraktiver Standort
„Wir werden Kärnten so darstellen und bewerben, wie es ist: als attraktiven Standort für Wirtschaft, Technologie, Forschung, Arbeit, Bildung und Leben“, sind sich Kaiser und Gruber einig. Kärnten sei ein Land, in dem man seine beruflichen und privaten Träume, unterstützt von einer konsequenten, mutigen, ziel- und lösungsorientierten Politik und Verwaltung, mit dem entsprechenden Fleiß und Engagement wahr werden lassen kann. „Noch mehr Unternehmen sollen sich hier ansiedeln, Menschen gut und im europäischen Vergleich auch bedingt durch gute und faire Lohnabschlüsse besser bezahlte Jobs bekommen, junge Menschen unser herausragendes Bildungsangebot nutzen und Familien eine lebens- und liebenswerte Heimat finden“, erklärt Kaiser.
Kärnten hat viel mehr zu bieten
Das Arbeitsprogramm für 2024 beinhaltet mehrere Schwerpunkte. Insbesondere geht es darum, die Marke Kärnten breiter aufzustellen und „Kärnten als Lebensraum“ in den Vordergrund zu rücken. „Wir müssen sowohl im Ausland als auch bei uns in Kärnten das Bewusstsein für die Vielfalt und die damit verbundene hohe Lebensqualität unseres Landes schaffen. Denn Kärnten hat viel mehr zu bieten, als viele denken“, sagt Gruber. Für den Aufbau einer „Lebensraummarke“ sei eine Umfeld- und Wettbewerbsanalyse geplant, die als Basis für die Weiterentwicklung des Markenkonzepts dient.
2,5 Millionen Euro eingeplant
Die Hauptzielmärkte Süddeutschland, Italien und Slowenien werden 2024 weiter gezielt bearbeitet und Kampagnen vor Ort intensiviert. Ein Fokus liegt dabei 2024 auch auf den Themen Infrastruktur und Logistik, vor allem im Hinblick auf die Koralmbahn. Ebenso sind im Bereich Bildung Kampagnen geplant, um Studierende aus dem Ausland vom Bildungsangebot in Kärnten zu überzeugen. Zusätzlich werden die viersprachigen Website www.carinthia.com sowie das Service-Infoportal „Willkommen in Kärnten“ optimiert. Mit 2,5 Millionen Euro steht dafür 2024 ein doppelt so hohes Budget wie noch in der Periode davor zur Verfügung. In den nächsten Jahren planen Kaiser und Gruber das Standortmarketing konsequent auszubauen. Bis 2027 sind für die Bewerbung des Standortes insgesamt rund 16,5 Millionen Euro vorgesehen.
Rolle der Nachhaltigkeitsziele
„Alles, was wir im Standortmarketing und zur Sichtbarmachung unseres Landes erarbeiten, hat das Ziel der Nachhaltigkeit und Enkelverantwortung als Fundament. Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen sind dafür im Regierungsprogramm bei jedem Beschluss verankert”, betont Kaiser. Hohe und im Vergleich mit anderen höchste Beschäftigung, ein robuster Arbeitsmarkt, eine starke und selbstbewusste Wirtschaft im Einklang mit einer mehr als intakten Natur und einer gesunden Umwelt würden Kärnten als Arbeits‑, Lebens- und Freizeitstandort absichern.

