Klagenfurt
STW: „Mehr als nur Strandbad und Busse!“
Die meisten Kärntnerinnen und Kärntner verbinden mit den Stadtwerken Klagenfurt AG (STW) Strandbäder und Öffentlichen Verkehr. Dass sich das Unternehmen aber noch mit viel mehr Bereichen auseinandersetzt, möchte „KLiCK“-Kärnten in den nächsten Wochen aufzeigen.
© STW/Martin Steinthaler
Die Stadtwerke Klagenfurt AG steht zu 100 Prozent im Eigentum der Landeshauptstadt Klagenfurt. Mit anderen Worten, es handelt sich um ein Unternehmen für die Klagenfurterinnen und Klagenfurter. Als Zielvorgabe möchte man einen wesentlichen Beitrag für die Lebensqualität in der Landeshauptstadt und der Region beitragen.
Zuerst möchten wir einen Überblick in die einzelnen Geschäftsfelder der Unternehmensgruppe der Stadtwerke Klagenfurt AG geben. Diese umfassen derzeit die Bereiche: Mobilität, Trinkwasser, Fernwärme, Strom, Bäder & Freizeit, Gas, Außenwerbung, Telekom und Bestattung.
Wasser und Mobilität
Bis 2030 soll die Stadt Klagenfurt klimaneutral sein. Die Stadtwerke Klagenfurt ist dabei wesentlicher Akteur – allen voran mit den Geschäftsfeldern Wasser und Mobilität.
Smart City Klagenfurt
Um den Ansprüchen der Zukunft zu genügen, will man in der Landeshauptstadt den Prozess als Smart City in Gang setzen. Die aktive Entwicklung soll durch einen partizipativen Prozess sowie in Kooperationen mit Städten und Gemeinden im Agglomerationsraum vonstattengehen. Unter Agglomeration versteht man eine hohe Konzentration von Bevölkerung in einer bestimmten Region. Das große Ziel der Smart City Klagenfurt ist die 100prozentige Versorgung mittels erneuerbarer Energie bis 2030.
Energie und Photovoltaik
Vor zwei Jahren hat etwa die BKS Bank 2,8 Millionen Euro in die Errichtung von 59 Photovoltaik Anlagen durch die Klagenfurt Dachstrom GmbH (KDSG) auf stadteigenen Dächern in Klagenfurt und auf der stillgelegten Mülldeponie in Hörtendorf investiert. Das ehrgeizige Vorhaben: In den nächsten zehn Jahren will man die Photovoltaik-Anlagen in Klagenfurt von aktuell zehn auf 50 Prozent erhöhen.
Mit der finanziellen Unterstützung des Landes Kärnten konnte der Fernwärme-Ausbau in den vergangenen sechs Jahren massiv vorangetrieben werden. In diesem Zeitraum wuchs die Anschlusszahl um zwölf Prozent. Pro Jahr werden Objekte im Ausmaß von etwa sieben Megawatt – dies entspricht umgerechnet ca. 700 Haushalten – neu an das Fernwärmenetz angeschlossen. Mit der neu errichteten Leitung im Smart-City-Wohnprojekt hiHarbach! wurde die Möglichkeit geschaffen, ein Nahwärmenetz, das mit Erdgas betrieben wurde, an die Fernwärme der Energie Klagenfurt GmbH anzuschließen.
Damit werden jährlich ca. 3.200 Megawattstunden Erdgas substituiert, was einer Einsparung von rund 800 Tonnen CO2 im Jahr entspricht. Auch die Fernwärme-Versorgung in Ebenthal und Tessendorf erfolgt aus dem EKG-Fernwärmenetz.
Die Schwerpunkte der EKG-Leitungserrichtung liegen 2022/23 im Stadtteil Annabichl und im Gewerbegebiet entlang des Südrings. In diesen beiden Ausbaugebieten werden aktuell rund 2.500 Meter Fernwärme-Trasse errichtet. Weitere Neuerschließungsgebiete für die Folgejahre liegen im Bereich des Flughafens, der Schleppekurve, der Feldkirchner Straße und der Koschatstraße.
Ausbau der E‑Mobilität
Die Stadtwerke Klagenfurt errichten, betreiben und erweitern kontinuierlich ihre Ladeinfrastruktur für Elektro-Fahrzeuge im städtischen und ländlichen Bereich. Der Erwerb der Infrastruktur von Lebensland Kärnten vor zwei Jahren war dabei ein wichtiger Schritt. Zu dem Zeitpunkt konnten etwa 500 Kundinnen und Kunden gezählt werden.
Gas aus Österreich
Erklärtes Ziel ist es, bis 2040 den gesamten Gasbedarf mit erneuerbarem Gas aus Österreich abzudecken. Einzelne Projekte zeigen das schon vor: Wasserstoff (Power to Gas) aus erneuerbarem Strom, Biogas aus regionalen Wertstoffen und nicht zuletzt die Verwertung von Klär- und Deponiegas.
Trinkwasser
Der nachhaltige Umgang mit Ressourcen als Wasserversorger, höchste Qualität und ständige Kontrollen ist der Stadtwerke Klagenfurt AG besonders wichtig. Ein Beteiligungsverhältnis von 72,73 Prozent am Wasserverband Klagenfurt /St. Veit (WVB) sichert die Wasserversorgung im überregionalen Verbund zum Ausgleich von Mangel- und Überschussgebieten. Mit einer durchschnittlichen Tagesförderung von 24.537 Kubikmetern wird die gesamte Wasserversorgung der Landeshauptstadt in über 1.000 Kilometer Leitungen sichergestellt.
Bäder und Freizeit
Mit ihrem Freizeitangebot, den Strandbädern Klagenfurt, Maiernigg und Loretto schaffen die Stadtwerke Klagenfurt die Basis für Lebensqualität, Erlebnis und Erholung in der Landeshauptstadt. Sogar im Coronajahr 2021 war das Badevergnügen möglich. Aufgrund der Schließung des Hallenbades musste eine neue Lösung gefunden werden. Die STW wurde mit der Errichtung des neuen Hallenbades am Standort Südring beauftragt.
Smarte Außenwerbung
Gute Außenwerbung bringt Sichtbarkeit im öffentlichen Raum: für Unternehmen und deren Produkte und Dienstleistungen. Die Poster Service GmbH (PSG), ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Klagenfurt, bietet ihren Kunden punktgenaue, frequenzstarke und zielgruppengerechte Werbepräsenz. Mit an die 80 Flächen verfügt das Unternehmen über das größte Out-of-home-Angebot in Kärnten.
Bestattung
„Ein Abschied. Ein Licht.“ ist der Leitsatz der Bestattung Kärnten und PAX Bestattung. Die Bestattung Kärnten Gruppe ist eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Klagenfurt und besteht aus der BKG Bestattung Kärnten GmbH, der PAX Bestattungs- und Grabstättenfachbetrieb GmbH und der ZKG Zeremonium Kalsdorf GmbH. 79 Mitarbeiter begleiten Hinterbliebene zuverlässig und vertrauensvoll in ihren schwersten Stunden, um gemeinsam einen würdevollen Abschied zu gestalten.
Im Jahr 2012 wurde das Kärntner Bestattungsgesetz (Passus Naturbestattung) auf Bestreben
der Bestattung Kärnten geändert, um Urnenbeisetzungen in Wäldern – in sogenannten Friedensforsten – zu ermöglichen. Am 12. Oktober desselben Jahres wurde der erste Friedensforst an der Sattnitz in Klagenfurt eröffnet. In Zusammenarbeit mit den jeweiligen Gemeinden und der Diözese konnte das Netz an Friedensforsten weiter ausgebaut werden. So wurden in den vergangenen zehn Jahren 1.500 Urnen beigesetzt – 3.200 Plätze wurden schon zu Lebzeiten reserviert.
Wissenswert
Die Stadtwerke-Tochter Energie Klagenfurt GmbH (EKG) ist mit aktuell knapp 200 Ladestationen der größte Anbieter von E‑Ladestationen in Kärnten.
Die Abrechnung erfolgt über die tatsächlich verbrauchte Energie (kWh). Das bedeutet, der Kunde zahlt nicht die Parkdauer, sondern die geladene Energie. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass der Kunde eine monatliche Gesamtrechnung samt Ladenachweis erhält. Tausende Kundinnen und Kunden schenken der STW E‑Mobilität bereits ihr Vertrauen – aufgrund unterschiedlicher Geschäftsmodelle und individueller Lösungen ist die Tendenz steigend.