Moosburg
Im SOS-Kinderdorf steht Kunst auf dem Programm
Im SOS-Kinderdorf Moosburg steht Kunst-Therapie auf dem Programm. Seit zehn Jahren leitet Anna Biela die "Kreativschmiede".
Im SOS-Kinderdorf Moosburg greifen derzeit viele Kinder zu Papier, Pinsel und Farben. Mit Kreativwerkstatt-Leiterin Anna Biela wird an einem Graffiti-Projekt und an Dorfverschönerungs-Vorhaben gearbeitet. “Der digitale Zugang zu sämtlichen Lebensbereichen ist auch im Kinder- und Jugend-Alltag nicht mehr wegzudenken, allein schon Corona-bedingt. Neben all den vielen Vorteilen bilden sich auch viele Defizite”, weiß Biela. “Ich glaube, es ist in diesem schnelllebigen Alltag, der sich viel online abspielt, wichtig, analoge Erlebniswelten zu schaffen.”
Keine Bewältiger, sondern Gestalter
Seit mittlerweile zehn Jahren leitet die Künstlerin und Kunst-Therapeutin die “Kreativschmiede” im SOS-Kinderdorf. “Forschungsergebnisse zeigen, dass Kunst-Therapie im Heilungsprozess eine wesentliche Rolle spielt. Die Kunst-Therapie-Werkstatt bietet Kindern einen Ort, wo sie entdecken, konstruieren, ausprobieren können. In diesem Raum werden Kinder nicht Bewältiger ihrer Probleme, sondern mutige Gestalter. Werkeln macht Kinder zufriedener, handlungsfähiger. Sie verweilen bei sich, üben das Vertrauen ins eigene Tun, schaffen Momente der Stille. Unsere Kreativwerkstatt ist ein vorurteilsloser Raum, wo das Kind in seinem individuellen Tempo ohne Angst und Druck gestalten oder einfach auch scheitern kann.”
Den Kindern gefällt’s. “Ich bin gern bei Anna, weil wir Sachen machen, die vom Herzen und unseren Gefühlen kommen”, sagt die zwölfjährige Miriam. Und Michi (elf Jahre) fügt hinzu: “Anna hat immer ein offenes Ohr für uns. Wenn wir was nicht alleine regeln können oder Hilfe brauchen.”


