Gesundheit

Kos­ten­lo­se Imp­fung gegen Hoch­ri­si­ko­vi­ren

Eine Vielzahl an Krebserkrankungen wird von diesen Hochrisikoviren verursacht. Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zum 21. Lebensjahr ist die Impfung kostenlos.

Kos­ten­lo­se Imp­fung gegen Hoch­ri­si­ko­vi­ren Landesrätin Beate Prettner appelliert vor allem an Eltern: „Lassen Sie Ihre Kinder schützen. Eine HPV-Impfung ist mehr als sinnvoll.“

© LPD Kärnten/Helge Bauer

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Seit Feber 2023, ist eine sehr teu­re Imp­fung für alle Kin­der ab neun Jah­ren, für Jugend­li­che und jun­ge Erwach­se­ne bis zum 21. Lebens­jahr kos­ten­los: die HPV-Imp­fung. „Mit die­sen Huma­nen Papil­lo­ma­vi­ren ist nicht zu spa­ßen. Sie befal­len die Haut oder geni­tale Schleim­haut und wer­den sehr leicht durch Geschlechts­ver­kehr, ein­fa­chen Haut­kon­takt oder Berüh­rung infi­zier­ter Schleim­häu­te über­tra­gen”, erklärt Lan­des­rä­tin Bea­te Prett­ner.

Män­ner und Frau­en betrof­fen

Bestimm­te Stäm­me des HP-Virus kön­nen für Gebär­mut­ter­hals­krebs, aber auch für Krebs­ar­ten wie Anal- und Penis­krebs oder Mund‑, Rachen- oder Kehl­kopf­krebs ver­ant­wort­lich sein. Betrof­fen sind also sowohl Män­ner als auch Frau­en. Aber: Anders als bei ande­ren Krebs­ar­ten ist es mög­lich, sich gegen die­se Krebs­er­kran­kun­gen mit einer Imp­fung zu schüt­zen.

Appell an Eltern

Am effek­tivs­ten ist eine Imp­fung in jün­ge­ren Jah­ren — sie wird ab dem 9. Lebens­jahr emp­foh­len. Anläss­lich des bevor­ste­hen­den HPV-Tages am 4. März wen­det sich Prett­ner daher vor allem an Eltern: „Las­sen Sie Ihre Kin­der schüt­zen. Eine HPV-Imp­fung ist mehr als sinn­voll.“ Die Über­tra­gung von HPV erfolgt am häu­figs­ten durch sexu­el­le Kon­tak­te und Kon­takt der Schleim­häu­te. Damit gehö­ren HPV-Infek­tio­nen zu den häu­figs­ten sexu­ell über­trag­ba­ren Virus­er­kran­kun­gen. Letzt­lich gehen zwei Pro­zent der Krebs­er­kran­kun­gen auf die Huma­nen Papil­lo­ma­vi­ren zurück.

Wer führt die Imp­fung durch?

In Kärn­ten erfolgt die HPV-Imp­fung bei allen Ärz­ten, die sich beim Land für das Gra­tis-HPV-Impf­kon­zept ange­mel­det haben. Das sind vor­ran­gig Haus­ärz­te, Kin­der­fach­ärz­te und Gynä­ko­lo­gen. Aber auch in den Kärnt­ner Gesund­heits­äm­tern in den Bezirks­haupt­mann­schaf­ten und Magis­tra­ten wird die HPV-Imp­fung ver­ab­reicht. Und eben­so beim Bun­des­heer.

Wis­sens­wert

Im Vor­jahr haben 7.665 Kärnt­ner die kos­ten­lo­se HPV-Imp­fung erhal­ten (Alters­grup­pe 9 bis 21 Jah­re): Damit waren Kos­ten für das Land in Höhe von rund 113.000 Euro ver­bun­den. Über alle Alters­grup­pen gese­hen, waren es im Vor­jahr 8.306 Imp­fun­gen. Bis zum 21. Lebens­jahr wird die Imp­fung kos­ten­los durch­ge­führt. Ent­schei­det man sich erst spä­ter für eine Imp­fung, sind für eine Voll­im­mu­ni­sie­rung mit drei Imp­fun­gen rund 650 Euro zu bezah­len. Aktu­ell wird eine Erwei­te­rung der kos­ten­lo­sen Imp­fung bis zum 30. Lebens­jahr dis­ku­tiert.

03.03.2024 19:00 - Update am: 03.03.2024 19:34
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Kos­ten­lo­se Imp­fung gegen Hoch­ri­si­ko­vi­ren Landesrätin Beate Prettner appelliert vor allem an Eltern: „Lassen Sie Ihre Kinder schützen. Eine HPV-Impfung ist mehr als sinnvoll.“

© LPD Kärnten/Helge Bauer