Umfrage
Junge Wirtschaft fordert Steuerentlastung
Laut der 26. Befragungswelle des Junge Wirtschaft-Konjunkturbarometers der Wirtschaftskammer Österreich sind Kärntens 9.582 Jungunternehmer:innen optimistischer als der Durchschnitt.
© WKK/Helge Bauer
Rund ein Drittel erwartet einen Rückgang der Konjunktur, während 21 Prozent von einer positiven Entwicklung ausgehen. Besonders ermutigend ist die steigende Investitionsbereitschaft, wobei Kärnten über dem Bundesdurchschnitt liegt.
Forderung nach Steuerentlastung
Trotz der verbesserten Stimmungslage bleibt die Forderung nach Steuerentlastungen präsent. Über zwei Drittel der Befragten sehen dies als zentrale Aufgabe der Bundesregierung. Die Jungunternehmer verlangen spürbare Maßnahmen, darunter die Senkung der Lohnnebenkosten und die Anhebung der Grenzen bei der Kleinunternehmerregelung.
Neue Arbeitswelt und Vereinbarkeit
Die Umfrage beleuchtet auch die Realität von “New Work”, wobei bereits 45 Prozent der Befragten entsprechende Maßnahmen in ihren Unternehmen umgesetzt haben. Ein weiteres Anliegen ist die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, für die ein massiver Ausbau der Kinderbetreuung gefordert wird.
Grenzüberschreitende Aktivitäten
Kärntens Jungunternehmen sind zunehmend grenzüberschreitend in Europa tätig, doch gleichzeitig wächst die Besorgnis um die Wettbewerbsfähigkeit der EU. Die Europapolitik wird aufgefordert, die Herausforderungen wie Inflation, Arbeitskosten und Fachkräftemangel anzugehen und die Zukunft der Wirtschaft zu sichern.
Die Ergebnisse der Umfrage verdeutlichen die Dynamik und die Herausforderungen, denen sich Kärntens Jungunternehmer:innen gegenübersehen, und unterstreichen die Notwendigkeit eines konstruktiven Dialogs zwischen Wirtschaft und Politik.