Gärten im Klimawandel: Tipps für eine klimafitte Gestaltung
Die Erinnerungen an den letzten Sommer sind noch frisch: Wochenlange Temperaturen über 30 Grad, langanhaltende Trockenperioden, orkanartige Winde und plötzliche Starkregen- oder Hagelereignisse – insgesamt der siebtwärmste Sommer der Messgeschichte. Solche Wetterereignisse waren und sind auch künftig eine große Herausforderung für Kärntens Gartengestalter.
Josef Egger (Gärtnerei Egger aus St. Veit/Glan), Hermann Tschitschnig, stellvertretender Innungsmeister der Gärtner und Floristen in der Wirtschaftskammer Kärnten, und Christof Wastl (Blumen Wastl aus Feistritz/Drau) (von links)
Immer mehr Gartenbesitzer lassen ihre Grünflächen zur klimagerechten Oase (um)gestalten. „Wir müssen die Gärten für Dürreperioden wappnen. Schon kleine Veränderungen können viel bewirken. Die Nachfrage nach trockenverträglichen Pflanzen und hitzeresistenten Gehölzen ist groß“, erklärt Hermann Tschitschnig, stellvertretender Innungsmeister der Gärtner und Floristen in der Wirtschaftskammer Kärnten.
Staudengärten und kontrollierte Baumpflege
Im Staudengarten rät der Experte Arten zu pflanzen, die mit Trockenheit und Sonne gut zurechtkommen. „Wichtig ist auch, Bäume regelmäßig zu kontrollieren, damit diese bei Sturm keine großen Schäden anrichten.“
Intelligente Bewässerungssysteme
Auch das Thema Bewässerung spielt eine wichtige Rolle. Wer intelligent gießt, kann den Wasserverbrauch um ein Vielfaches minimieren. Am besten geht das mit einem Bewässerungssystem. „Diese Systeme können automatisch gesteuert werden und sorgen dafür, dass die Pflanzen immer genau die richtige Menge Wasser bekommen“, sagt Tschitschnig.
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Fassadenbegrünungen dienen im Sommer als natürliche Klimaanlage, im Winter wirken zum Beispiel dauergrüne Rankenpflanzen isolierend.
Fassadenbegrünungen als natürliche Klimaanlage
Fassadenbegrünungen liegen ebenfalls hoch im Trend. Im Sommer dienen sie als natürliche Klimaanlage, im Winter wirken zum Beispiel dauergrüne Rankenpflanzen isolierend. Tschitschnig betont: „Wer Wände begrünt, hält nicht nur die Hitze fern, sondern verbessert auch die Luftqualität und reduziert Lärm. Vollverglaste Fassaden hingegen reflektieren mit ihrer harten Oberfläche den Schall anstatt ihn zu schlucken.“
Die Zukunft grüner Oasen
Mit der richtigen Planung und Gestaltung lässt sich jeder Garten klimafit machen. „So können wir uns auch in Zukunft an unseren grünen Oasen erfreuen und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, unterstreicht Tschitschnig abschließend.
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Hermann Tschitschnig, Innungsmeister der Gärtner und Floristen in der WK Kärnten.
Josef Egger (Gärtnerei Egger aus St. Veit/Glan), Hermann Tschitschnig, stellvertretender Innungsmeister der Gärtner und Floristen in der Wirtschaftskammer Kärnten, und Christof Wastl (Blumen Wastl aus Feistritz/Drau) (von links)