Frühling

Gär­ten im Kli­ma­wan­del: Tipps für eine kli­ma­fit­te Gestal­tung

Die Erinnerungen an den letzten Sommer sind noch frisch: Wochenlange Temperaturen über 30 Grad, langanhaltende Trockenperioden, orkanartige Winde und plötzliche Starkregen- oder Hagelereignisse – insgesamt der siebtwärmste Sommer der Messgeschichte. Solche Wetterereignisse waren und sind auch künftig eine große Herausforderung für Kärntens Gartengestalter.

Gär­ten im Kli­ma­wan­del: Tipps für eine kli­ma­fit­te Gestal­tung Josef Egger (Gärtnerei Egger aus St. Veit/Glan), Hermann Tschitschnig, stellvertretender Innungsmeister der Gärtner und Floristen in der Wirtschaftskammer Kärnten, und Christof Wastl (Blumen Wastl aus Feistritz/Drau) (von links)

© WKK | Erich Varh-Tropper

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Immer mehr Gar­ten­be­sit­zer las­sen ihre Grün­flä­chen zur kli­ma­ge­rech­ten Oase (um)gestalten. „Wir müs­sen die Gär­ten für Dür­re­pe­ri­oden wapp­nen. Schon klei­ne Ver­än­de­run­gen kön­nen viel bewir­ken. Die Nach­fra­ge nach tro­cken­ver­träg­li­chen Pflan­zen und hit­ze­re­sis­ten­ten Gehöl­zen ist groß“, erklärt Her­mann Tschit­sch­nig, stell­ver­tre­ten­der Innungs­meis­ter der Gärt­ner und Flo­ris­ten in der Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten.

Stau­den­gär­ten und kon­trol­lier­te Baum­pfle­ge

Im Stau­den­gar­ten rät der Exper­te Arten zu pflan­zen, die mit Tro­cken­heit und Son­ne gut zurecht­kom­men. „Wich­tig ist auch, Bäu­me regel­mä­ßig zu kon­trol­lie­ren, damit die­se bei Sturm kei­ne gro­ßen Schä­den anrich­ten.“

Intel­li­gen­te Bewäs­se­rungs­sys­te­me

Auch das The­ma Bewäs­se­rung spielt eine wich­ti­ge Rol­le. Wer intel­li­gent gießt, kann den Was­ser­ver­brauch um ein Viel­fa­ches mini­mie­ren. Am bes­ten geht das mit einem Bewäs­se­rungs­sys­tem. „Die­se Sys­te­me kön­nen auto­ma­tisch gesteu­ert wer­den und sor­gen dafür, dass die Pflan­zen immer genau die rich­ti­ge Men­ge Was­ser bekom­men“, sagt Tschit­sch­nig.

 

Anzei­ge
Fas­sa­den­be­grü­nun­gen die­nen im Som­mer als natür­li­che Kli­ma­an­la­ge, im Win­ter wir­ken zum Bei­spiel dau­er­grü­ne Ran­ken­pflan­zen iso­lie­rend.
© WKK | Erich Varh-Trop­per

Fas­sa­den­be­grü­nun­gen als natür­li­che Kli­ma­an­la­ge

Fas­sa­den­be­grü­nun­gen lie­gen eben­falls hoch im Trend. Im Som­mer die­nen sie als natür­li­che Kli­ma­an­la­ge, im Win­ter wir­ken zum Bei­spiel dau­er­grü­ne Ran­ken­pflan­zen iso­lie­rend. Tschit­sch­nig betont: „Wer Wän­de begrünt, hält nicht nur die Hit­ze fern, son­dern ver­bes­sert auch die Luft­qua­li­tät und redu­ziert Lärm. Voll­ver­glas­te Fas­sa­den hin­ge­gen reflek­tie­ren mit ihrer har­ten Ober­flä­che den Schall anstatt ihn zu schlu­cken.“

Die Zukunft grü­ner Oasen

Mit der rich­ti­gen Pla­nung und Gestal­tung lässt sich jeder Gar­ten kli­ma­fit machen. „So kön­nen wir uns auch in Zukunft an unse­ren grü­nen Oasen erfreu­en und gleich­zei­tig einen Bei­trag zum Kli­ma­schutz leis­ten“, unter­streicht Tschit­sch­nig abschlie­ßend.

 

Anzei­ge
Her­mann Tschit­sch­nig, Innungs­meis­ter der Gärt­ner und Flo­ris­ten in der WK Kärn­ten.
© WKK | Erich Varh-Trop­per
23.03.2024 09:00
Anzeige
Gär­ten im Kli­ma­wan­del: Tipps für eine kli­ma­fit­te Gestal­tung Josef Egger (Gärtnerei Egger aus St. Veit/Glan), Hermann Tschitschnig, stellvertretender Innungsmeister der Gärtner und Floristen in der Wirtschaftskammer Kärnten, und Christof Wastl (Blumen Wastl aus Feistritz/Drau) (von links)

© WKK | Erich Varh-Tropper