Achomitz

Land Kärn­ten gra­tu­liert Sport­ler­le­gen­de Karl Schnabl

Sportlerlegende Karl Schnabl feierte Anfang März seinen 70. Geburtstag. Aber auch der SV Achomitz beging sein 70-jähriges Bestandsjubiläum.

Land Kärn­ten gra­tu­liert Sport­ler­le­gen­de Karl Schnabl Landeshauptmann Peter Kaiser (rechts) gratulierte Karl Schnabl (links) zu seinem 70. Geburtstag.

© LPD Kärnten/Steinacher

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Mit einer gro­ßen Geburts­tags­fei­er, vie­len Ehren­gäs­ten und der Bevöl­ke­rung wur­de der 70. Geburts­tag von Karl Schnabl im Mehr­zweck­haus Achomitz gefei­ert. Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser, Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­ter Mar­tin Gru­ber und Lan­des­sport­di­rek­tor Arno Artho­fer gra­tu­lier­ten dem Über­flie­ger im Namen des Lan­des per­sön­lich. Aber auch der SV Achomitz beging sein 70-jäh­ri­ges Bestands­ju­bi­lä­um, zu dem Kai­ser wie Artho­fer neben den zahl­rei­chen Geburts­tags­red­nern gra­tu­lier­ten.

Schnabl ist eine Gal­li­ons­fi­gur

Kai­ser bezeich­ne­te Schnabl als unver­zicht­ba­re Gal­li­ons­fi­gur des Kärnt­ner Sports und ver­wies auf die Leis­tun­gen als Sport­me­di­zi­ner. Er berich­te­te, dass er bei Schnabls Olym­pia­gold-Sprung „als Zeit­zeu­ge“ vor dem Fern­se­her mit­fie­ber­te. Mitt­ler­wei­le ver­bin­de ihn mit die­sem eine per­sön­li­che Freund­schaft. „Die Erfol­ge von Karl Schnabl wie aller ande­ren Sport­ler damals mit ihren Spit­zen­leis­tun­gen haben auch Kärn­ten welt­be­rühmt gemacht.” Ihn wür­den sei­ne sport­li­chen Leis­tun­gen eben­so aus­zeich­nen wie sein Bestre­ben, ein sport­me­di­zi­ni­sches Zen­trum zu grün­den, das heu­te noch und in Zukunft unver­zicht­bar für das Olym­pia­zen­trum sei.

Das Mit­ein­an­der des SV Achomitz

Gru­ber ver­wies auf das drei­fach Jubi­lä­um. „Wie fei­ern den neu­en Zubau hier beim Mehr­zweck­haus, den SV Achomitz und unse­ren Spit­zen­sport­ler Karl Schnabl. Im Hin­blick dar­auf, wel­che sport­li­chen Leis­tun­gen die­ser Ort her­vor­ge­bracht hat und bringt, hat die­se Fei­er eine beson­de­re Bedeu­tung”. Mög­lich machen das die kon­se­quen­te, ehren­amt­li­che und frei­wil­li­ge Tätig­keit aller Trai­ner und Funk­tio­nä­re des SV und vor allem das Mit­ein­an­der, das den Ver­ein prägt, die Moti­va­ti­on und die Freu­de, die an die nächs­ten Sport­ge­ne­ra­tio­nen wei­ter­ge­ge­ben wer­den.

Ein beweg­tes Leben

Karl Schnabl gehör­te dem öster­rei­chi­schen Ski­sprung­wun­der­team der 70er-Jah­re an, wur­de 1976 in Inns­bruck Welt­meis­ter und Öster­reichs ers­ter Ski­sprung-Olym­pia­sie­ger, begann nach der sport­li­chen eine medi­zi­ni­sche Kar­rie­re und war Lei­ter des Olym­pia­zen­trum Kärn­ten, wo er als sol­cher jun­ge Spit­zen­sport­ler mit sei­ner gro­ßen Erfah­rung beglei­te­te.

2014 erschien die vom Land Kärn­ten mit­un­ter­stütz­te TV-Doku­men­ta­ti­on „Olym­pia­sie­ger und Über­flie­ger — Karl Schnabl und das Ski­sprung­wun­der­team“. Fil­me­ma­cher Fer­di­nand Macek doku­men­tiert den Sport­ler, wie die­ser 1970 als Talent des zwei­spra­chi­gen Sport­ver­eins Achomitz vom dama­li­gen ÖSV-Trai­ner Bal­dur Preiml ent­deckt wur­de und an die Spit­ze der Welt­eli­te sprang. Der Bogen wird vom Beginn des Wun­der­teams, das Schnabl mit Anton Innau­er, Alo­is Lip­bur­ger, Wil­li Pürstl und Rein­hold Bach­ler bil­de­te, bis in 2014 gespannt.

Gro­ße Fei­er mit vie­len Ehren­gäs­ten

Begrüßt wur­den Land­tags­prä­si­dent Rein­hart Rohr, Hohen­thurns Bür­ger­meis­ter Micha­el Schnabl, der lang­jäh­ri­ge Obmann des SV Achomitz Mar­tin Wie­ge­le, der Obmann der SKS Ber­nard Sadov­nik, der Prä­si­dent des Lan­des­ski­ver­ban­des Die­ter Mörtl, ASKÖ-Prä­si­dent Anton Lei­kam, Jan­ko Zwit­ter, Bal­dur Preiml, Peter Wei­din­ger, Franz Wieg­le, Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Gün­ter Lei­kam und sämt­li­che Bür­ger­meis­ter der Nach­bar­ge­mein­den. Die Fei­er wur­de umrahmt von Pik­ce, Ois­ter­nix, den Wild­sän­gern und Feit mit Band.

Zur Per­son

Der Gail­ta­ler Karl Schnabl wur­de 1954 gebo­ren. Wäh­rend sei­ner Leh­re als Elek­tro­in­ge­nieur wur­de er von Bal­dur Preiml ent­deckt und sein sport­li­cher Weg begann im Ski­gym­na­si­um Stams. Bei den Olym­pi­schen Win­ter­spie­len und den Nor­di­schen Ski­welt­meis­ter­schaf­ten 1976 in Inns­bruck hol­te er jeweils Gold und Bron­ze, 1975 sprang er am Kulm mit sei­ner per­sön­li­chen Best­wei­te von 151 Metern zu Bron­ze bei den Ski­flug-Welt­meis­ter­schaf­ten.

1978 been­de­te Schnabl sei­ne sport­li­che Lauf­bahn und begann in Inns­bruck mit dem Medi­zin­stu­di­um. Sei­ne ers­te Anstel­lung als Arzt erhielt er im Lan­des­kran­ken­haus Vil­lach, 1989 eröff­ne­te er in Inns­bruck sei­ne eige­ne sport­me­di­zi­ni­sche Pra­xis und war Mann­schafts­arzt der öster­rei­chi­schen Ski­sprin­ger. Ab 1994 lei­te­te er das Sport­me­di­zi­ni­sche Insti­tut des Lan­des Kärn­ten.

Außer­dem ist Karl künst­le­risch tätig und Maler.

07.04.2024 16:25
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Land Kärn­ten gra­tu­liert Sport­ler­le­gen­de Karl Schnabl Landeshauptmann Peter Kaiser (rechts) gratulierte Karl Schnabl (links) zu seinem 70. Geburtstag.

© LPD Kärnten/Steinacher