Klagenfurt

“War­um ist eigent­lich nicht jeden Tag Kidi­cal Mass?”

Bei der gestrigen (4. Mai 2024) Kidical Mass radelten Groß und Klein mit der Radlobby für kinderfreundliche Radwege durch Klagenfurt. Sie riefen die Politik auf, die Kärntner Städte und Gemeinden umzugestalten.

“War­um ist eigent­lich nicht jeden Tag Kidi­cal Mass?” Viele Eltern und Kinder freuten sich, sicher durch Klagenfurts Straßen zu radeln.

© Nicole Hubmann

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Sams­tag­nach­mit­tag in Kla­gen­furt. Aus der Fer­ne ertö­nen Kin­der­lie­der aus Laut­spre­chern. Poli­zis­ten sper­ren eine Kreu­zung am Ring ab, wäh­rend die Men­schen in den Autos gedul­dig war­ten. Der Auto­lärm ver­stummt, die Musik wird lau­ter. Das Geräusch von Fahr­rad­klin­geln gesellt sich dazu. Hin­ter der Kur­ve nähert sich eine Grup­pe gut gelaun­ter radeln­der Kin­der und Erwach­se­ner. Kin­der­rä­der, E‑Bikes, Las­ten­rä­der, Fahr­rad­an­hän­ger. Pla­ka­te, Wim­pel, Schil­der, Pickerl. Dazwi­schen eine Frau mit Gei­ge und ein Mann mit Gitar­re, die in Las­ten­rä­dern sit­zen und musi­zie­ren. Es sind vie­le, rund 200, die ges­tern (4. Mai 2024) dabei waren und die Stra­ßen der Lan­des­haupt­stadt für eine kur­ze Zeit in Kin­der­zo­nen ver­wan­del­ten.

Was ist Kidi­cal Mass?

Das bun­te Trei­ben nennt sich Kidi­cal Mass und ist eine ange­mel­de­te Demons­tra­ti­on, die sich für siche­res Rad­fah­ren für die Kleins­ten ein­setzt. Mitt­ler­wei­le schon Fix­punkt im Ter­min­ka­len­der vie­ler Fami­li­en, fand die Kidi­cal Mass Kla­gen­furt bereits zum sieb­ten Mal statt. Eltern und ihre Kin­der wei­sen mit der Fami­li­en-Rad­de­mo dar­auf hin, dass Kla­gen­furt und vie­le Gemein­den nicht sicher mit dem Rad bewäl­tig­bar sind. Sie wün­schen sich von den Ver­ant­wort­li­chen auto­freie Innen­städ­te, Fahr­rad­stra­ßen und siche­re, bau­lich getrenn­te Rad­we­ge.

Bun­tes Pro­gramm

Der vier­ein­halb­jäh­ri­ge Simon, der bei sei­ner ers­ten Kidi­cal Mass vor drei Jah­ren noch im Rad­an­hän­ger mit­fuhr, ist dies­mal die gan­ze Run­de durch die Innen­stadt allei­ne gefah­ren. Die Freu­de dar­über, auf der gro­ßen Stra­ße sicher unter­wegs sein zu kön­nen, ohne sich vor den Autos fürch­ten zu müs­sen, ist ihm vom Gesicht abzu­le­sen. So wie ihm ging es vie­len. Bei der Schluss­kund­ge­bung im Lend­ha­fen gab es neben Eis, Live­mu­sik und Rad-Rate­spie­le auch die Mög­lich­keit, Fahr­rad-Wün­sche auf Papier zu brin­gen: Bäu­me, Fahr­rä­der, Spiel­plät­ze, Platz. Eine Stadt, die wohl auch den Erwach­se­nen gefal­len wür­de.

Nächs­ter Ter­min: 21. Sep­tem­ber 2024

Am Rück­weg, wie­der im All­tag der Auto­stadt ange­kom­men, fragt der klei­ne Simon: “War­um ist eigent­lich nicht immer Kidi­cal Mass?”. Sein Vater zuckt mit den Schul­tern und schiebt sein Fahr­rad über den Vil­la­cher Ring: “Das fra­ge ich mich auch oft. Ich glau­be, weil die Poli­ti­ker sich das ein­fach nicht vor­stel­len kön­nen.” “Viel­leicht müss­ten sie ein­mal bei einer Kidi­cal Mass mit­ra­deln, das gefällt denen sicher!”, ist Simon über­zeugt. Die nächs­te Gele­gen­heit gibt es bei der Kidi­cal Mass am 21. Sep­tem­ber 2024,.

05.05.2024 19:00
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“War­um ist eigent­lich nicht jeden Tag Kidi­cal Mass?” Viele Eltern und Kinder freuten sich, sicher durch Klagenfurts Straßen zu radeln.

© Nicole Hubmann