Feistritz-Ludmannsdorf

Höchs­te Fisch­trep­pe Euro­pas fei­er­lich eröff­net

Auf ihrer Länge von 160 Kilometern ist die Drau erstmals seit 80 Jahren wieder komplett für Fische durchlässig. Investiert wurden in das Projekt, 4,1 Millionen Euro.

Höchs­te Fisch­trep­pe Euro­pas fei­er­lich eröff­net Projektleiterin des vorgestellten Buchs Sabine Käfer, Landeshauptmann Peter Kaiser, Verbund-Geschäftsführer Karl-Heinz Gruber und Landesrätin Sarah Schaar (von links).

© LPD Kärnten/Varh

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Mit einem Tag der offe­nen Tür im Ver­bund-Kraft­werk Feis­tritz-Lud­manns­dorf wur­de am „World Fish Migra­ti­on Day“ (25. Mai 2024) die neue Fisch­wan­der­hil­fe vor Ort an der Drau fei­er­lich eröff­net. Mit der Fer­tig­stel­lung der Fisch­trep­pe konn­te ein Mei­len­stein erreicht wer­den: Auf ihrer Län­ge von 160 Kilo­me­tern ist die Drau erst­mals seit 80 Jah­ren wie­der kom­plett für Fische durch­läs­sig. Inves­tiert wur­den in das Pro­jekt, das mit 26 Metern Höhen­un­ter­schied die höchs­te Fisch­trep­pe Euro­pas ist, 4,1 Mil­lio­nen Euro.

Öko­no­mie und Öko­lo­gie

Mit dem heu­ti­gen Tag ist die Drau für Fische wie­der durch­gän­gig. Das sei im Sin­ne der Bio­di­ver­si­tät eine gro­ße Leis­tung. Was Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser beson­ders freut, ist, dass die Koope­ra­ti­on mit dem Ver­bund in Kärn­ten eine spe­zi­el­le Tra­di­ti­on hat. “Öko­no­mie und Öko­lo­gie wer­den immer wie­der als Gegen­sät­ze dar­ge­stellt — aber die Auf­ga­be unse­rer Gene­ra­ti­on ist es, die­se bei­den in Ein­klang zu brin­gen. Wir haben haus­zu­hal­ten — sowohl im öko­no­mi­schen als auch im öko­lo­gi­schen Sinn”, ist Kai­ser der Mei­nung, Das fer­tig­ge­stell­te Pro­jekt sei der Beleg dafür, dass die­se Ver­ein­bar­keit durch­aus mög­lich ist.

Bedeu­tung für den Natur­schutz

„Der nun durch­gän­gi­ge Fisch­le­bens­raum an der Drau ist von zen­tra­ler Bedeu­tung für den Natur­schutz. Er sichert die Bio­di­ver­si­tät und för­dert gesun­de Fisch­po­pu­la­tio­nen”, schließt sich Lan­des­rä­tin Sara Schaar Kai­ser an. Durch den Bau von Fisch­auf­stiegs­hil­fen wird gewähr­leis­tet, dass Wan­der­fi­sche ihre natür­li­chen Rou­ten unge­hin­dert nut­zen kön­nen. Dies ist ein wesent­li­cher Bei­trag zum öko­lo­gi­schen Gleich­ge­wicht und Erhalt unse­rer hei­mi­schen Arten­viel­falt.

Bür­ger­meis­ter zei­gen sich erfreut

Bür­ger­meis­ter Man­fred Mai­er­ho­fer und Bür­ger­meis­te­rin Sonya Fei­nig wie­sen bei­de auf die gemein­sa­me Arbeit und gute Koope­ra­ti­on mit dem Ver­bund hin. „Die Zusam­men­ar­beit war immer sehr gut, ich möch­te mich hier beim Ver­bund sehr herz­lich bedan­ken. Ich bin stolz, dass es die­se Fisch­trep­pe gibt, die Drau ist für mich per­sön­lich ein Kraft­ort“, sag­te Fei­nig. Für Mai­er­ho­fer sei es über­haupt ein ein­zig­ar­ti­ges Pro­jekt.

Was­ser­kraft in Kärn­ten

Ver­bund-Geschäfts­füh­rer Karl-Heinz Gru­ber beton­te den öko­lo­gi­schen Aspekt des Pro­jekts und der Was­ser­kraft. „Wir haben in den letz­ten Jah­ren immer mehr öko­lo­gi­sche Fei­ern an unse­ren Kraft­wer­ken began­gen und der Ver­bund hat sich immer dar­auf kon­zen­triert, öko­lo­gisch mehr zu machen, als gesetz­lich vor­ge­schrie­ben ist“, meint Gru­ber. In Kärn­ten wer­de die Was­ser­kraft wei­ter­hin eine zen­tra­le Rol­le spie­len. Die Fisch­trep­pe sei ein tech­ni­sches Kunst­werk.

Viel­sei­ti­ge Pro­jekt­lei­te­rin

Pro­jekt­lei­te­rin Sabi­ne Käfer stell­te im Rah­men der Eröff­nung nicht nur die tech­ni­schen Details der Anla­ge vor, son­dern auch ihr neu­es Buch mit dem Titel „Grü­ne Lebens­ader — Rena­tu­rie­rungs­pro­jek­te an der Drau“, das sie mit Lydia Krampl und Bern­hard Heil­ler geschrie­ben hat. Ent­hüllt wur­de im Rah­men der Eröff­nung auch ein Kunst­werk namens „Fisch-DNA“ von Hel­mut Mader.

25.05.2024 19:00
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Höchs­te Fisch­trep­pe Euro­pas fei­er­lich eröff­net Projektleiterin des vorgestellten Buchs Sabine Käfer, Landeshauptmann Peter Kaiser, Verbund-Geschäftsführer Karl-Heinz Gruber und Landesrätin Sarah Schaar (von links).

© LPD Kärnten/Varh