Klagenfurt

„Auf­ein­an­der zuge­hen“: 150 Jah­re Dia­ko­nie in Öster­reich

Das Team der Diakonie de La Tour sorgt dafür, dass pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Beeinträchtigung, Erkrankungen und Suchtproblemen, Menschen auf der Flucht sowie Kinder und Jugendliche mit schwierigen Lebenssituationen eine professionelle Betreuung haben.

„Auf­ein­an­der zuge­hen“: 150 Jah­re Dia­ko­nie in Öster­reich Karin Harer, Gerwín Müller, Thomas Fux, Walter Pansi, Susanne Prentner-Vitek, Maria Moser und Landeshauptmann Peter Kaiser (von links).

© LPD Kärnten/Stein

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Unter dem Mot­to „auf­ein­an­der zuge­hen“ fei­ert die evan­ge­li­sche Dia­ko­nie heu­er ihr 150-jäh­ri­ges Bestehen in Öster­reich. Das Jubi­lä­um geht auf die offi­zi­el­le Grün­dung des Ver­eins für Inne­re Mis­si­on im ober­ös­ter­rei­chi­schen Gall­neu­kir­chen im Jahr 1874 zurück. Aber auch Kärn­ten ist mit dem Anfang der Dia­ko­nie durch Pfar­rer Ernst Schwarz in Wai­ern bei Feld­kir­chen und Grä­fin Elvi­ne de La Tour in Tref­fen eng ver­knüpft. Durch ihre Initia­ti­ven ent­stand die jet­zi­ge Dia­ko­nie de La Tour. Die­se lud ges­tern (26. Mai 2024) zu einem Jubi­lä­ums­fest in Kla­gen­furt-Har­bach ein.

150 Jah­re im Ein­satz der Men­schen

Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser beschrieb die Dia­ko­nie mit vier Wör­tern: „DRANBLEIBEN im Wir­ken gegen Unge­rech­tig­kei­ten und Benach­tei­li­gun­gen, HINSCHAUEN, wenn Men­schen in Not sind, MUT MACHEN am Weg vor­wärts und in Zusam­men­halt, LEBEN STÄRKEN und ein­an­der zur Sei­te ste­hen.“ Die Dia­ko­nie konn­te in den ver­gan­ge­nen 150 Jah­ren viel Leid lin­dern. Lan­des­rä­tin Bea­te Prett­ner dank­te der Dia­ko­nie als Part­ne­rin des Lan­des bei vie­len Maß­nah­men, Initia­ti­ven und Pro­jek­ten. „Es sind unzäh­li­ge Momen­te, die ich mit der Dia­ko­nie ver­bin­de. Vor allem sind es die Schlüs­sel­über­ga­ben bei den Eröff­nun­gen von Ein­rich­tun­gen, aber auch eure all­jähr­li­chen Advent­kranz­über­ga­ben.”

Star­ke Zusam­men­ar­beit

Die gute Zusam­men­ar­beit mit der Dia­ko­nie de La Tour stri­chen auch die drei Stand­ort­bür­ger­meis­ter Klaus Glanz­nig aus Tref­fen, Mar­tin Treff­ner aus Feld­kir­chen und Chris­ti­an Schei­der aus Kla­gen­furt her­vor. Für Klub­ob­mann Mar­kus Mal­le ist die Dia­ko­nie eine Sen­sa­ti­on, weil sie so viel­fäl­tig in den unter­schied­lichs­ten Spar­ten tätig ist. Die Kla­gen­fur­ter Stadt­rä­tin San­dra Was­ser­mann ver­wies auf die Mobi­li­täts­maß­nah­men in Kla­gen­furt-Har­bach, wel­che die Men­schen ver­bin­den.

Fei­er­li­cher Got­tes­dienst

„Wir fei­ern das Leben — jedes ein­zel­ne Leben“, sag­te Astrid Kör­ner, Rek­to­rin der Dia­ko­nie de La Tour. Jeder Mensch habe sei­ne Schön­heit, Echt­heit, sei­ne Wür­de. Der Fest­got­tes­dienst wur­de vom Kin­der­gar­ten St. Ulrich, der heu­er sein 15-Jahr-Jubi­lä­um fei­ert, und vom Schul­chor der de La Tour Schu­le Kla­gen­furt musi­ka­lisch umrahmt. Die Direk­to­rin Dia­ko­nie Öster­reich, Pfar­re­rin Maria Moser, sag­te, dass die indus­tri­el­le Revo­lu­ti­on auch neu­es Elend und neue For­men der Armut gebracht habe. Dem sei die Dia­ko­nie ent­ge­gen­ge­tre­ten. In Deutsch­land sei sie schon 1848 ent­stan­den, als offi­zi­el­ler Ver­ein in Öster­reich erst 1874.

Vie­le Gra­tu­lan­ten stell­ten sich ein

Gruß­wor­te für die katho­li­sche Kir­che über­brach­te Eli­sa­beth Schnei­der-Bran­dau­er, die Direk­to­rin des bischöf­li­chen Seel­sor­ge­am­tes: „Unse­re Geschich­te war nicht immer frik­ti­ons­frei, heu­te sind wir Schwes­ter­kir­chen. Für die evan­ge­li­sche Kir­che spra­chen Wolf­gang Reh­ner als Super­in­ten­dent der Stei­er­mark und Mar­ga­re­the Prinz-Büchl, die Super­in­ten­den­ti­al­ku­ra­to­rin für Kärn­ten und Ost­ti­rol. Anwe­send waren auch Wal­ter Pan­si als Wirt­schafts­di­rek­tor der Dia­ko­nie de la Tour, Susan­ne Prent­ner-Vitek als Per­so­nal­di­rek­to­rin der Dia­ko­nie de la Tour, Dom­pfar­rer Peter All­mai­er, Wolf­gang Ernst, als Geschäfts­füh­rer der Dia­ko­nie Eine Welt, der frü­he­re Rek­tor der Dia­ko­nie de La Tour, Hubert Stot­ter, die frü­he­re Super­in­ten­den­ti­al­ku­ra­to­rin Heli The­les­klaf, Cari­tas-Direk­tor Ernst Sand­ries­ser, WK-Prä­si­dent Jür­gen Man­dl, Bezirks­feu­er­wehr­kom­man­dant Ger­hard Egger und Ger­hard Grei­mer von der Spar­kas­se Feld­kir­chen.

Online-Tipp: diakonie.at

Wis­sens­wert

Die Dia­ko­nie ist Dach­ver­band von rund 30 Hilfs­wer­ken und ‑ver­ei­nen im Bereich der evan­ge­li­schen Kir­chen. Die vier größ­ten dia­ko­ni­schen Wer­ke in Öster­reich sind das Evan­ge­li­sche Dia­ko­nie­werk, die Dia­ko­nie de la Tour, das Dia­ko­nie Zen­trum Spatt­stra­ße in Linz und die Dia­ko­nie Eine Welt, zu der auch die Dia­ko­nie Kata­stro­phen­hil­fe gehört. Mehr als 10.000 haupt­amt­li­che und knapp 3.000 ehren­amt­li­che Mit­ar­bei­ter sind öster­reich­weit tätig. Die Dia­ko­nie de la Tour hat 2.800 Mit­ar­bei­ter, davon 300 ehren­amt­li­che.

27.05.2024 09:00
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„Auf­ein­an­der zuge­hen“: 150 Jah­re Dia­ko­nie in Öster­reich Karin Harer, Gerwín Müller, Thomas Fux, Walter Pansi, Susanne Prentner-Vitek, Maria Moser und Landeshauptmann Peter Kaiser (von links).

© LPD Kärnten/Stein