Weltnichtrauchertag
Bedenklicher Trend zu rauchfreien Ersatzprodukten
Tabakfreie Nikotinprodukte sind gesundheitsgefährdend. Verharmlosende Verpackungen führen in die Irre.
Der Trend hin zu rauchfreien Ersatzprodukten nimmt weiter Fahrt auf. „Im Vorjahr habe ich anlässlich des Weltnichtrauchertages gesagt, dass mir erstmals nicht mehr der Zigarettenkonsum die größten Sorgen macht, sondern die Verharmlosung der schädlichen und gesundheitsgefährdenden Ersatzprodukte a la Nikotinbeutel, Snus, E‑Zigaretten oder Vapes. Diese Sorge hat sich im Laufe des vergangenen Jahres verstärkt, denn der Boom dieser Produkte hält nicht nur an, er verstärkt sich bedenklich“, sagt Gesundheitsreferentin Landesrätin Beate Prettner. „Diese tabakfreien Nikotinprodukte haben das Potenzial zur ‚Einstiegsdroge‘ für späteren Tabakkonsum. Sie können körperlich und psychisch süchtig machen“, so Prettner weiter.
Tabakgesetz ändern
In Kärnten ist der Konsum von Nikotinbeutel und Snus unter 18 Jahren schon seit vielen Jahren verboten. „Während Snus auch nicht verkauft werden darf, ist der Verkauf von Nikotinbeutel nicht verboten“, bedauert die Gesundheitsreferentin. Geändert werden könnte das nur durch eine Novelle des Tabakgesetzes (Bundesgesetz). „Je schneller, desto besser“, appelliert Prettner. Über die Kärntner Suchtpräventionsstelle werden intensive Aufklärungsmaßnahmen genau zu diesen boomenden Zigaretten-Alternativen gesetzt. Der Weltnichtrauchertag findet jedes Jahr am 31. Mai statt. Er wurde 1987 von der WHO ins Leben gerufen.
