Businessreise
Kärntner Chefinnen vernetzten sich in Friaul
Frau in der Wirtschaft Kärnten setzt auf Alpe-Adria: 50 Unternehmerinnen aus Kärnten vernetzten sich bei einer Fahrt nach Cividale del Friuli und informierten sich über den italienischen Markt.
© WKK | Marygoodfoto/Maria Wawrzyniak
Rund 20.000 Unternehmerinnen gibt es in Friaul-Julisch Venetien, ähnlich stark vertreten wie in Kärnten. Frau in der Wirtschaft Kärnten organisierte eine Vernetzungsreise nach Cividale del Friuli. „Grenzüberschreitendes Denken und Handeln wird immer wichtiger“, sagte Astrid Legner, WK-Vizepräsidentin und Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft Kärnten.
Historische Verbindung
Friaul-Julisch Venetien ist ein wichtiger Zielmarkt für die österreichische Wirtschaft und gilt als Tor nach Italien. Beziehungen zwischen den Ländern wurden schon zu Habsburger Zeiten gepflegt. Rund 50 Kärntner Unternehmerinnen nutzten die Gelegenheit zur Vernetzung. Erste Station war die mittelalterliche Handelsstadt Venzone, die nach schweren Erdbeben als Nationaldenkmal wieder erstrahlt. Reiseleiterin Giovanna Tosetto erinnert sich gut an das Erdbeben: „Erste Hilfe kam in Form von Trinkwasser mit Lkw aus Kärnten.“

Gemeinsamer Unternehmergeist
Auch in der Destillerie Nonino, geführt von drei Töchtern, weht seit Generationen der Unternehmergeist. Sie halten die Kunst der handwerklichen Grappa-Herstellung am Leben und arbeiten an Innovationen wie dem Aperitivo Nonino. Ihr Tipp: „Unser Grappa passt hervorragend zur Sachertorte.“
Zukunftspläne
In Cividale traf die Kärntner Delegation das Businessfrauennetzwerk Confartigianato. Zum Abschluss besichtigten sie den Langobarden Tempel und das Kloster Santa Maria in Valle. „Wir konnten unsere Beziehungen zu den italienischen Unternehmerinnen stärken und auch untereinander bereichernden Austausch erleben“, resümierte Tanja Telesklav, Landesgeschäftsführerin von Frau in der Wirtschaft. Die nächste Netzwerkreise nach Osttirol ist bereits in Planung.


