Wolfsberg

St. Ste­fan: Chris­ti­ne-Lavant-Skulp­tur ent­hüllt

Geschaffen wurde die Lavant-Skulptur von der Bildhauerin Hortensia in den Jahren 2015/2016, 2017 erfolgte der Guss in Bronze und bisher war die Skulptur im Werner Berg Museum in Bleiburg zu sehen.

St. Ste­fan: Chris­ti­ne-Lavant-Skulp­tur ent­hüllt Gemeinderätin Marion Schuhai, Bundesrätin Isabella Theuermann, Nationalratsabgeordneter Johann Weber, Bundesrätin Claudia Arpa, Präsident Franz Bachhiesl, Künstlerin Hortensia, Landeshauptmann Peter Kaiser, Nationalratsabgeordneter Christian Ragger, Vizebürgermeisterin Michaela Lientscher, Landesrat Daniel Fellner, Johanna Cesar und Landtagsabgeordnete Harald Trettenbrein (von links).

© Stadtgemeinde Wolfsberg

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Kürz­lich wur­de von Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser im Bei­sein von Lan­des­rat Dani­el Fell­ner im Rah­men eines Fest­ak­tes in St. Ste­fan im Lavant­tal die lebens­gro­ße Bron­ze­skulp­tur, die die Dich­te­rin Chris­ti­ne Lavant dar­stellt, am Chris­ti­ne Lavant-Platz ent­hüllt. Zudem ehr­ten Kai­ser und Fell­ner den Prä­si­dent der Chris­ti­ne-Lavant-Gesell­schaft, Franz Bach­hiesl, mit dem Ehren­zei­chen des Lan­des für sein Enga­ge­ment, die Dich­te­rin aus St. Ste­fan bis über Kärn­tens Gren­zen hin­aus bekannt zu machen.

Die Lavant-Gesell­schaft

„Die­se Skulp­tur stellt ein bewah­ren­des Andenken und eine nach­hal­ti­ge Wür­di­gung einer fas­zi­nie­ren­den Dich­te­rin dar und macht ein­mal mehr die Viel­falt und die Strahl­kraft des Kul­tur­lan­des Kärn­ten für alle sicht­bar“, sag­te Kai­ser in sei­ner Rede. Die Lavant-Gesell­schaft bemü­he sich seit 30 Jah­ren, das „Andenken an Chris­ti­ne Lavant nicht in der Urne zu bewah­ren, son­dern das Feu­er für ihre Dich­tung lodern zulas­sen“. Franz Bach­hiesl hat die Gesell­schaft 10 Jah­re als Obmann ange­führt. „Dabei hat er sich längst nicht nur auf einen stei­gen­den Bekannt­heits­grad von Chris­ti­ne Lavant hier im Tal kon­zen­triert, son­dern die Dich­te­rin und ihr Schaf­fen weit über die Gren­zen des Lan­des ins Bewusst­sein geru­fen“, meint Kai­ser.

Kärn­ten sei ein Lite­ra­tur­land

Geschaf­fen wur­de die Lavant-Skulp­tur von der Bild­haue­rin Hor­ten­sia in den Jah­ren 2015/2016, 2017 erfolg­te der Guss in Bron­ze und bis­her war die Skulp­tur im Wer­ner Berg Muse­um in Blei­burg zu sehen. „Wir ent­hül­len eine Sta­tue, die mit dazu bei­trägt, uns zu erin­nern, welch groß­ar­ti­ge Lite­ra­ten und Autoren die­ses Land her­vor­ge­bracht hat und noch immer her­vor­bringt. Kärn­ten ist ein Lite­ra­tur­land, des­sen müs­sen wir uns immer bewusst sein und mit die­ser Ges­te heu­te, sind wir in der Lage, die Lite­ra­tur aktiv hoch­zu­hal­ten auch als wesent­li­chen Gegen­pol zu Social Media und der damit ver­bun­de­nen Spra­che“, erklär­te der Lan­des­haupt­mann.

“Der Atem der Bron­ze”

Auf Vor­schlag der Nach­kom­men soll­te anläss­lich des 100. Geburts­tags ein Denk­mal der Dich­te­rin von der Bild­haue­rin Hor­ten­sia geschaf­fen wer­den. 2015 prä­sen­tier­te sie einen Ent­wurf, die Klei­ne Skulp­tur der Chris­ti­ne Lavant. Im glei­chen Jahr begann sie mit der Arbeit an der Skulp­tur, die 2016 abge­schlos­sen wur­de. Im Früh­jahr 2017 wur­de die Skulp­tur in Bron­ze gegos­sen und am 24. Juni 2017 der Öffent­lich­keit im Skulp­tu­ren­haus Hor­ten­sia prä­sen­tiert. Die Skulp­tur wur­de 2023 erst­mals im Rah­men der Aus­stel­lung „Der Atem der Bron­ze“ im Wer­ner-Berg-Muse­um öffent­lich aus­ge­stellt.

Ehren­bür­ge­rin seit 1965

Die Chris­ti­ne-Lavant-Sta­tue hat eine Höhe von 1,72 Metern und ist aus Bron­ze gegos­sen. Die Sta­tue zeigt Chris­ti­ne Lavant in auf­rech­ter Stel­lung mit ihrem typi­schen Kopf­tuch. Lavant wur­de im Jah­re 1965 anläss­lich der Markt­er­he­bung der Ort­schaft St. Ste­fan im Lavant­tal die Ehren­bür­ger­schaft ver­lie­hen und sie erhielt als sicht­ba­res Zei­chen einen Ehren­ring.

Wis­sens­wert

Die Dich­te­rin Chris­ti­ne Lavant zählt zu den wich­tigs­ten Autoren. Ihren Bekannt­heits­grad ver­dankt die Dich­te­rin dem Ver­fas­sen von her­me­ti­scher Lyrik. Um die Dich­te­rin bekann­ter zu machen, grün­de­te ein Per­so­nen­kreis um Hans Lint­sch­nig im Jah­re 1994 in St. Ste­fan die Chris­ti­ne Lavant Gesell­schaft. Lavant wur­de als neun­tes Kind des Berg­ar­bei­ters Georg Thon­hau­ser und sei­ner Frau Anna (geb. Hans) als letz­tes von neun Geschwis­tern am 4.7.1915 gebo­ren. 1970 erhielt Lavant den Gro­ßen Öster­rei­chi­schen Staats­preis für Lite­ra­tur, an des­sen Ver­lei­hung sie per­sön­lich teil­nahm. Ihre Gesund­heit war aller­dings schon schwer ange­grif­fen. Kran­ken­haus­auf­ent­hal­te mehr­ten sich. Am 7. Juni 1973 ver­starb Chris­ti­ne Lavant im Lan­des­kran­ken­haus Wolfs­berg nach einem Schlag­an­fall. Sie ruht auf dem Fried­hof in St. Ste­fan.

06.07.2024 15:00 - Update am: 06.07.2024 15:02
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St. Ste­fan: Chris­ti­ne-Lavant-Skulp­tur ent­hüllt Gemeinderätin Marion Schuhai, Bundesrätin Isabella Theuermann, Nationalratsabgeordneter Johann Weber, Bundesrätin Claudia Arpa, Präsident Franz Bachhiesl, Künstlerin Hortensia, Landeshauptmann Peter Kaiser, Nationalratsabgeordneter Christian Ragger, Vizebürgermeisterin Michaela Lientscher, Landesrat Daniel Fellner, Johanna Cesar und Landtagsabgeordnete Harald Trettenbrein (von links).

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