Bundesliga
Kärntner Guido Burgstaller nicht mehr Rapid-Kapitän!
Der 35-jährige Kärntner sieht nach eigenen Angaben den „richtigen Zeitpunkt gekommen“, die Kapitänsschleife an einen jüngeren Spieler abzugeben. Guido Burgstaller steht vor seiner letzten Bundesliga-Saison.
© Sky Sport Austria/GEPA pictures/Kevin Hackner
Im Alter von 29 Jahren lief Guido Burgstaller im Dress des FC Schalke 04 in der Deutschen Bundesliga mit einem Marktwert von unglaublichen 13 Millionen Euro auf. Der Kärntner war damit im Jahr 2018 auf dem Höhenpunkt seiner sportlichen Karriere. Eine Karriere, die hier in Kärnten begann, und zwar bei seinem Heimatverein ASKÖ Gmünd.
FC Kärnten und Wiener Neustadt
Über die Akademie des FC Kärnten schaffte Burgstaller den Sprung in den Profifußball. Im April 2007 gab der damals 17-Jährige für die Profis des FC Kärnten sein Debüt in der zweithöchsten Spielklasse. Nach dem Abstieg des Teams zog es ihn 2008 zum neu geschaffenen Zweitligisten Wiener Neustadt, mit dem er gleich in der Debütsaison in die Bundesliga aufstieg. Sein Debüt im Oberhaus machte er anschließend im Juli 2009, im Juni 2011 wurde er als Spieler des SC Wiener Neustadt erstmals in das Nationalteam berufen.
Von Österreich nach England …
Zur Saison 2011/12 folgte dann Burgstallers erstes Engagement bei Rapid Wien, bei dem ihm der Durchbruch in der höchsten Spielklasse gelang. Im Februar 2012 gab er unter Marcel Koller anschließend sein Debüt in der Nationalmannschaft. Nach seiner bis dahin besten Profisaison wagte der Offensivmann 2014 den Sprung zum englischen Zweitligisten Cardiff City.
… und in die Deutsche Bundesliga
Schon im Januar 2015 kehrte Burgstaller auf das Festland zurück und wechselte zum deutschen Zweitligisten 1. FC Nürnberg. Hier entwickelte er sich zum Leistungsträger und nach einer Halbsaison 2016/17 mit 14 Toren gelang ihm im Januar 2017 der Sprung ins deutsche Oberhaus zum FC Schalke 04. Auch bei den Blauen konnte er sich etablieren, mit den Gelsenkirchenern spielte er in der Saison 2018/19 persönlich erstmals in der Champions League.
Comeback im ÖFB-Team
Nach einer torlosen Saison 2019/20 machte der Stürmer im Sommer 2020 wieder einen Schritt zurück und schloss sich dem Zweitligisten FC St. Pauli an. Für die Hamburger erzielte er in 57 Pflichtspielen 31 Tore. 2022 kehrte er zu Rapid zurück, wo er sich in der Saison 2022/23 mit 21 Treffern als 34-Jähriger zum Torschützenkönig der Bundesliga krönte. In Folge wurde er von Ralf Rangnick sogar zu einem Comeback im Nationalteam überredet, nachdem er 2019 aus der ÖFB-Elf zurückgetreten war.
Es “Burgis” letzte Saison sein!
„Über die Sommerpause, die speziell meinem Körper sehr gut getan hat, habe ich mir viele Gedanken über mein letztes Karrierejahr gemacht. Dabei bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich die Kapitänsbinde gerne abgeben würde, um dieses ehrenvolle Amt einem jüngeren Rapidler zu übergeben“, schrieb Burgstaller vor zwei Tagen auf Instagram:
Matthias Seidl ist der neue Kapitän!
Cheftrainer Robert Klauß unterstützt die Entscheidung von Burgstaller und ernannte bereits seinen Nachfolger als Kapitän: „Ich weiß, dass Burgi auch ohne der Kapitänsbinde ein absoluter Führungsspieler bleiben wird. Nun wird ihm mit Matthias Seidl ein jüngerer Spieler nachfolgen”. Der seit Jänner 23-jährige Seiidl absolvierte in seiner ersten Saison für Grün-Weiß 42 Pflichtspiele und erzielte dabei zehn Tore. Zudem brachte er es unter Teamchef Ralf Rangnick auf vier Länderspieleinsätze und stand im 26-Mann-Kader für die UEFA EURO 2024.





