NR-Wahl

Eine Frau, die fliegt, obwohl sie es nicht kön­nen soll­te

Am 29. September 2024 entscheidet Österreich über die politische Zukunft des Landes – Stephanie Venier geht als SPÖ-Kandidatin ins Rennen. "KLiCK"-Kärnten hat die 39-jährige Mutter von vier Kindern interviewt.

Eine Frau, die fliegt, obwohl sie es nicht kön­nen soll­te Stephanie Venier, SPÖ-Kandidatin und vierfache Mutter, will mit frischen Ideen die politische Zukunft Österreichs mitgestalten.

© Markus Galli

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War­um poli­ti­sches Enga­ge­ment?

Lan­ge war Ste­pha­nie Veni­er poli­tisch unge­bun­den, doch das stän­di­ge Dis­ku­tie­ren ohne Kon­se­quen­zen reich­te ihr irgend­wann nicht mehr. „Jam­mern ist zu wenig“, sagt sie. Der Punkt, an dem sie beschloss, selbst aktiv zu wer­den, war der Moment, in dem sie erkann­te, dass es nicht reicht, nur zu reden. „Jetzt musst du was tun,“ moti­vier­te sie sich selbst.

War­um die SPÖ?

Veni­er fand ihren Weg zur SPÖ nach lan­ger Über­le­gung. Für sie zäh­len vor allem die fes­ten Hal­tun­gen und Wer­te der Par­tei. Die­se, so sagt sie, ver­än­dern sich weder mit dem Vor­sit­zen­den noch mit der gesell­schaft­li­chen Lage, son­dern tra­gen dazu bei, die Gesell­schaft zu ver­bes­sern. Das ist für Veni­er der Kern der sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Poli­tik.

War­um die SPÖ wäh­len?

Die SPÖ hat in den Berei­chen Woh­nen, Arbeit, Ord­nung und Sicher­heit kon­kre­te Ant­wor­ten gefun­den, erklärt Veni­er. „Poli­ti­sche Pro­pa­gan­da ist zu wenig,“ meint sie, und betont die Not­wen­dig­keit ech­ter Lösun­gen in der Poli­tik.

Kri­tik an der Bun­des­re­gie­rung

Beson­ders die Fami­li­en- und Frau­en­po­li­tik der aktu­el­len Bun­des­re­gie­rung stößt bei Veni­er auf Kri­tik. Die zustän­di­ge Minis­te­rin habe „den Beruf ver­fehlt“, so Veni­er, und for­dert eine drin­gend not­wen­di­ge Neu­aus­rich­tung die­ser Berei­che.

 

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Was wür­de Veni­er ändern?

Anset­zen wür­de Veni­er vor allem beim Kin­der­be­treu­ungs­geld, das der­zeit weder Frau­en noch Män­nern in Karenz ech­te Frei­heit ermög­li­che. Auch im Bereich Woh­nen sieht sie Hand­lungs­be­darf, um Fami­li­en die Sicher­heit zurück­zu­ge­ben. Dabei betont sie, dass Woh­nen ein Men­schen­recht sei und es nicht tole­rier­bar ist, dass Woh­nen für Fami­li­en nicht mehr leist­bar ist.

Som­mer im Zei­chen der Arbeit

Wäh­rend ande­re den Som­mer zur Erho­lung nut­zen, war Ste­pha­nie Veni­er flei­ßig. Neben har­ter Arbeit und Flit­ter­wo­chen mit ihren vier Kin­dern stieg sie früh in den Wahl­kampf ein. „Am 29. Sep­tem­ber gibt es eine rich­tungs­ent­schei­den­de Wahl,“ sagt sie und bleibt bis dahin wei­ter im Ein­satz.

Per­sön­lich

  • Alter: 39
  • Fami­li­en­stand: Ver­hei­ra­tet
  • Beruf: Kul­tur- und Sozi­al­wis­sen­schaft­le­rin
  • Kin­der: 4 Söh­ne
  • Gebo­ren und auf­ge­wach­sen: Tirol im Bezirk Lan­deck
  • Lebt in Kärn­ten: Seit 2004

 

 

13.09.2024 13:01
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Eine Frau, die fliegt, obwohl sie es nicht kön­nen soll­te Stephanie Venier, SPÖ-Kandidatin und vierfache Mutter, will mit frischen Ideen die politische Zukunft Österreichs mitgestalten.

© Markus Galli