Klagenfurt
Sprachen überwinden Grenzen und verbinden
Das Ergebnis des Symposiums wird eine Buch-Publikation, die das Thema „Sprachkompetenz in und um Kärnten“ ausführlich beleuchtet. Zusätzlich gibt es eine Film-Dokumentation über das Symposium.
Bürgermeister Christian Scheider, Landeshauptmann Peter Kaiser, Marjan Sturm, EU-Abgeordnete Elisabeth Dieringer-Granza, KHD Obmann Andreas Mölzer und Wendelin Mölzer (von links).© LPD Kärnten/Stein
Deutsch, Slowenisch, Italienisch, Karntnerisch, Windisch, Furlanisch sind die Sprachen, die Kärnten gesprochen werden. Das wissenschaftliche Symposium des Kärntner Heimatdienstes befasste sich heute (21. September 2024) im Beisein von Landeshauptmann Peter Kaiser mit der Sprachkompetenz in und um Kärnten. Im Europahaus wurde mit politischen und wissenschaftlichen Vertretern diskutiert.
Die zweite Landessprache
Dass Sprachkompetenzen, also Mehrsprachigkeit, ein Reichtum seien und die Veranstaltung dies als Feststellung darstelle, zeige den Fortschritt und die positive Entwicklung in Kärnten in den letzten Jahren, vor allem in Bezug auf die Zweisprachigkeit des Landes, hielt der Landeshauptmann zu Beginn fest. „Sprachen sind Identität, überwinden Grenzen und verbinden Menschen. Nur wer kommuniziert, wird auch verstehen. Dem liegt unser friedliches Miteinander zugrunde“, sagte Kaiser. Das Land unterstütze den Erhalt der zweiten Landessprache durch eine möglichst lückenlose Sprachausbildung vom Kindergarten bis zum Erwachsenenalter.
17.000 sprechen Slowenisch
Kärnten liege in Mitten einer Friedensregion, die bis 1918 Kriegsregion war. „Dass wir heute in Frieden über Grenzen hinweg leben, ist auch der Sprache als verbindendes Element zu verdanken. Aber jeder Polylog ist weiter zu entwickeln. Das Leben, Arbeiten und das Lernen am Schnittpunkt dreier Kulturen muss genutzt werden, auch in Hinblick auf die Sprache, daher wollen wir die mehrfache Sprachfähigkeit so früh wie möglich vermitteln” meint der Landeshauptmann. In Kärnten gibt es noch rund 17.000 Menschen, die Slowenisch in allen Dialekten sprechen. Im Friaul sprechen heute noch 600.000 Menschen Furlan.
“Beim Reden kommen die Leute z’samm”
Begrüßt wurden die Gäste von KHD Obmann Andreas Mölzer, der auf das Motto der Veranstaltung hinwies: „Beim Reden kommen die Leute z’samm“. Moderiert wurde die Diskussion von Wendelin Mölzer, als Referenten und Diskutanten waren neben Landeshauptmann Peter Kaiser, EU-Abgeordnete Elisabeth Dieringer-Granza und der langjährige führende Slowenienvertreter Marjan Sturm sowie die Psychologin Rotraut Perner, der Germanist Heinz-Dieter Pohl.
