Kärnten
Nationale Unterstützung für Kinderhilfe gefordert
Die SPÖ-Landesräte für Kinder- und Jugendhilfe fordern vor dem Hintergrund wachsender Herausforderungen von der neuen Bundesregierung eine substanzielle Erhöhung der finanziellen Mittel und eine aktive Einbindung des Bundes, um die Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe sicherzustellen.
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Missachtung durch die Bundesregierung
In der nun endenden Legislaturperiode wurde die Kinder- und Jugendhilfe von der zuständigen Bundesministerin sträflich vernachlässigt, kritisieren die sozialdemokratischen Landesräte im Vorfeld der Länder-Konferenz am 4. Oktober in Villach. Ministerin Susanne Raab habe in den vergangenen Jahren bei wichtigen Konferenzen gefehlt, während einstimmige Anträge der Bundesländer ignoriert wurden.
Versäumnisse in der Reform
Ein Beispiel für die Missachtung ist der ausstehende Bericht über das Unterhaltsrecht, den die Ministerin den Bundesländern seit Jahren schuldig bleibt. Auch die Umsetzung einer staatlichen Unterhaltsgarantie für Kinder stagniert, wie Kärntens Landesrätin Sara Schaar anmerkt.
Fachkräftemangel bekämpfen
Der seit Jahren bestehende Fachkräftemangel in der Kinder- und Jugendhilfe ist ein zentrales Anliegen. Landesrat Michael Lindner aus Oberösterreich fordert mehr Investitionen in die Ausbildung von Fachkräften, um jedem Kind ein sicheres und geborgenes Umfeld zu bieten.
Dringender Handlungsbedarf
Bundesgesetzliche Regelungen seien notwendig, um eine Qualitätsoffensive voranzutreiben. Nach der „Verländerung“ der Kinder- und Jugendhilfe vor vier Jahren kämpfen die Länder mit steigenden Fallzahlen und Ressourcenengpässen. Burgenlands Landesrat Leonhard Schneemann fordert eine substanzielle Erhöhung der finanziellen Mittel durch den Bund.
Gesellschaftliche Verantwortung
Tirols Landesrätin Eva Pawlata betont die Notwendigkeit einer umfassenden bundesweiten Strategie, um die Betreuung von Kindern und Jugendlichen zu gewährleisten. Auch Niederösterreichs Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig spricht sich für ein stärkeres Engagement des Bundes aus, um die gesellschaftliche Verantwortung zu erkennen.
Appell an die Bundesregierung
Die Kinder- und Jugendhilfe muss als zentrale Säule des sozialen Zusammenhalts behandelt werden. Die zuständigen Referenten appellieren an die neue Bundesregierung, die notwendigen finanziellen Mittel bereitzustellen, um sicherzustellen, dass alle Kinder in Österreich die Unterstützung und den Schutz erhalten, den sie verdienen.