Schließung
Nach 102 Jahren ist Schluss mit NIMO
Heute blieben die Türen zum Modehaus NIMO in Feldkirchen geschlossen. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1922.
Das Modehaus NIMO in der Kirchgasse in Feldkirchen war der Frequenzbringer und das Flaggschiff vom Feldkirchner Handel. Gegründet wurde das Kaufhaus von Erna und Josef Moser im Jahr 1922. Es war eine Gemischtwarenhandlung mit einer großen Lebensmittelabteilung. Anfang der 1950er-Jahre übernahmen Erich Nindler-Moser und seine Gattin Gertrude den Betrieb. In der Blütezeit fanden hier rund 75 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einen Arbeitsplatz in Vollzeit. Rund 150 Lehrlinge wurden hier ausgebildet.
Von der Pike auf
Eine davon war Ingrid Maier, die am 13. Juli 1977 ihre Lehrzeit im NIMO begonnen hat. Sie lernte hier ihren Beruf von der Pike auf und arbeitete sich bis zur Geschäftsführerin hoch, ohne einen Tag zu fehlen. Es war ihr zweites Zuhause.
Das Flaggschiff
Gestern, am 30. September wurde das weithin bekannte NIMO für immer geschlossen. Ein schwerer Verlust für die Feldkirchner Innenstadt. NIMO war immer für eine Überraschung gut. “Als der Disconter Hofer eine Filiale in der 10. Oktober Straße eröffnete, gastierte ein Zirkus in Feldkirchen. Von dem Zirkus haben wir drei Elefanten gemietet, die mit dem Slogan ‚NIMO zerstampftdie Preise’ durch die 10. Oktober Straße zog und für großes Aufsehen sorgte”, erzählt die Geschäftsführerin Ingrid Maier. Legendär waren auch die Modenschauen in der Kirchgasse mit heimischen Amateurmodels und regionalen Künstlern.

Stammkunden
Was mit dem leerstehenden Gebäude passieren wird, weiß nur der neue Besitzer, ein Investor. Für die Stammkunden ist die Schließung ein schwerer Schlag, denn NIMO zog sprichwörtlich Kunden aus ganz Mittelkärnten an.