Schisport
100 Jahre Schiklub Feldkirchen
Vor 100 Jahren wurde in Feldkirchen von sportbegeisterten Bürgern die „Sektion Feldkirchen der Schiläufer Kärnten“ gegründet. Erst viel später wurde aus den Vorläufern der Schiklub Feldkirchen. - „Komm zum Verein, eine Initiative von Kärnten Sport“.
© Schiklub Feldkirchen
Das 100-jährige Bestandsjubiläum vom Schiklub Feldkirchen wird am Samstag, dem 9. November 2024 wird mit einem Revival vom legendären Schiball mit einem Festakt im Stadtsaal in Feldkirchen gefeiert. Der Schiklub Feldkirchen zählt derzeit über 180 Mitglieder, die zugleich auch ÖSV-Mitglieder sind. „Davon sind 35 Kinder, die zwischen vier und 16 Jahren alt sind. Sie werden von Tobias Konec und Melissa Pöcher trainiert“, erzählt Rudolf Konec, der seit 2012 Obmann vom Klub ist. Die Trainer sind zugleich auch die aktuellen Vereinsmeister. Trainiert wird vorwiegend auf der Turracher Höhe und auf dem Falkert.
Die Chronik
Der heutige Schiklub Feldkirchen ist nach dem 1. Weltkrieg von sportbegeisterten Bürgern der Tiebelstadt die “Sektion Feldkirchen der Schiläufer Kärnten” aus der Taufe gehoben. Sie veranstalteten damals Abfahrtsrennen auf der Tschwarzen, auf dem Saurachberg und sogar am Eisenhut in den Gurktaler Alpen. Aufstiegshilfen waren nicht vorhanden. Die ersten Vereinsmitglieder waren damals in doppelter Funktion tätig, sportlich wie auch als Idealisten in der Vereinsführung. Es waren dies Lothar Koller, Norbert Domenig, Lukas Kogler, Herbert Geyer, Rudolf Forst, Hugo Schwab, Karl Reautz und dessen Schwester Elvira.
Neuer Name
Ab 1930 nannte sich der Verein “Schizunft Feldkirchen”. Damals spezialisierte sich die Schizunft auf den nordischen Schilauf und den Sprunglauf. Auf der Bocktschwarzen wurde eine 40-Meter-Schanze errichtet. Die Schispringer Karl Reauz, Fritz Huber, Mathias Krammer, Erich Walten, Josef Tuppinger, Eduard Puschautz und Karl Brelzik waren die “Könige der Lüfte”. Der Kärntner Landesschiverband wurde auf den jungen Verein aufmerksam. Als Anerkennung durften die Feldkirchner 1935 die 1. Kärntner Nordischen Schimeisterschaften ausrichten.
Schwere Verluste
Der zweite Weltkrieg brachte schwere Verluste für den Verein. Besonders der Verlust vom talentiertesten Windersportler des Landes, Fritz Walten, hinterließ eine schmerzliche Lücke. 1946 riefen Wolfgang Wohlfahrt und Jakob Grabnegger die Feldkirchner zur Weiterarbeit auf. Die Schizunft Feldkirchen wurde zum “Schiklub Feldkirchen- Turracher Höhe” umbenannt. In diesen Zeiten wurden wieder die alpinen Disziplinen in den Vordergrund gerückt. Die Rennen um den “Goldenen Hirsch” und Jugendvergleichskämpfe zwischen Kärnten und der Steiermark wurden auf der Turracher Höhe ausgerichtet. Auf der “Luagarleitn” und der Pollenitzen wurden Torläufe veranstaltet. Karl Rutschnig, Helmut Walten, Ewald Preiml, Othmar Wutscher, Maria Feichter und Gerald Gutjahr waren dabei immer auf den Siegertreppen zu finden.
Die Sprungschanze
1950 wurde auf der Pollenitzen mithilfe der Stadt Feldkirchen und dem Land Kärnten eine Sprunganlage mit einer Höchstweite von 50 Metern errichtet. 15 Jahre später wurde die neue FIS-Schanze (Weiten über 70 Metern) eröffnet. 1966 kam mit dem Coupe Kurikkala eine FIS-A-Veranstaltung nach Feldkirchen. Neben der Sprunganlage kam noch das Langlaufstation „Lindl“ dazu. Alles zu einer Zeit als Reinhold Feichter zum Langlauftalent heranreifte. Feichter nahm 1974 an der Weltmeisterschaft in Falun (Schweden) und 1976 bei den Olympischen Spielen in Innsbruck teil. 1991 fand mit den österreichischen nordischen Jugendmeisterschaften die letzte Großveranstaltung in Feldkirchen statt.

Ein Höhepunkt
Das absolute Highlight des Vereines, war der Abfahrtsweltmeistertitel die St. Urbanerin Erika Schinegger im Jahr 1966 in Portillo (Chile). Danach wurden bei medizinischen Tests festgestellt, dass Erika eigentlich ein Mann war. Aus Erika wurde nun Erik, der als Mann noch einige Rennen für sich entschieden hat.
Nachwuchspflege
„Der Skiklub Feldkirchen war 100 Jahre lang ein Nährboden für talentierte Skisportler und wird es weiterhin bleiben“, erklärt Obmann Rudolf Konec.
Der Vorstand
Ehrenpräsident: Armin Buttazoni
Obmann: Rudolf Konec
Obmannstellvertreter: Heimo Kofler
Kassiererin: Olivia Konec-Ronacher
Schriftführerin: Karin Madrutter
Trainer: Tobias Konec und Melissa Pöcher
Die Obleute:
1946 — 1973: Jakob Grabnegger
1963 – 1973: Dr. Fritz Zcak
1973 – 1982: Ernst Schober
1982 – 1997: Siegfried Springer
1997 – 2006: Gertrud Kohlmaier
2006 – 2012: Gerhard Sauli
2012 — : Rudolf Konec
Der Termin
Der Schiball
Stadtsaal in Feldkirchen
Samstag, 9. November, 19.30 Uhr
Musik: Major7
Karten: 04276/2153
Entgeltliche Einschaltung
WISSENSWERTES
• Kontakt: sport.ktn.gv.at/kontakt
• Formulare und Richtlinien: sport.ktn.gv.at/onlineformulare-richtlinien
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