Polizeieinsatz

Schwe­rer Betrug: Mehr als 450.000 Euro ergau­nert

Waschmaschinen verrechnet aber nie geliefert. Staatsanwaltschaft ermittelt.

PolizeiautoDie Polizei konnte den Randalierer noch am Tatort in Gewahrsam nehmen.

© Red/KK

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Nach umfang­rei­chen Ermitt­lun­gen gegen ein Ehe­paar durch Kri­mi­nal­be­am­te des Stadt­po­li­zei­kom­man­dos Vil­lach und einem dar­aus resul­tie­ren­den spek­ta­ku­lä­ren Poli­zei­ein­satz am gest­ri­gen Mon­tag, konn­te ein schwe­rer gewerbs­mä­ßi­ger Betrug in der Drau­stadt auf­ge­deckt wer­den. Eine Vil­la­cher Fir­ma soll der Woh­nungs­ge­nos­sen­schaft „Mei­ne Hei­mat“ jah­re­lang Haus­halts­ge­rä­te ver­rech­net, aber nicht gelie­fert haben. Der Scha­den beträgt lt. Schät­zun­gen min­des­tens 450.000 Euro. Dass der Betrug auf­ge­flo­gen ist, ist einer auf­merk­sa­men Haus­ver­wal­te­rin zu ver­dan­ken.

Rech­nung ohne Lie­fe­rung

Ein 55-jäh­ri­ger Unter­neh­mer hat lt. Poli­zei mit der gemein­nüt­zi­gen Wohn­ge­nos­sen­schaft jah­re­lang zusam­men­ge­ar­bei­tet, indem er selbst­stän­dig Wasch­ma­schi­nen und Trock­ner in Gemein­schafts-Wasch­räu­men über­prüf­te und defek­te Gerä­te durch neue ersetz­te. Ende August 2024 fiel einer Haus­ver­wal­te­rin auf, dass Rech­nun­gen an die Genos­sen­schaft zwar gestellt, jedoch kei­ne neu­en Wasch­ma­schi­nen oder Trock­ner gelie­fert wur­den. Bei einer Rou­ti­ne­kon­trol­le im August sei ihr auf­ge­fal­len, dass angeb­lich in eine Wohn­an­la­ge inner­halb kur­zer Zeit meh­re­re teu­re Wasch­ma­schi­nen gelie­fert wor­den sind. Als sie nach­schau­te, war aller­dings kein ein­zi­ges Gerät auch wirk­lich gelie­fert wor­den. Die Frau schlug Alarm. „Wir haben dar­auf­hin sofort Anzei­ge erstat­tet und natür­lich die Geschäfts­be­zie­hung mit der Fir­ma been­det“, sagt „Heimat“-Vorstandsvorsitzender Hel­mut Kus­ter­nik gegen­über der Klei­nen Zei­tung.

Dau­er­war­tungs­ver­trag

„Erfolgs­ge­heim­nis“ für den mut­maß­li­chen Betrug war ein soge­nann­ter Dau­er­war­tungs­ver­trag. Auf des­sen Basis hat das Fach­ge­schäft selbst­stän­dig und ohne all­zu stren­ge Kon­trol­len Gerä­te tau­schen und repa­rie­ren dür­fen. Allein heu­er dürf­te der Scha­den zum Nach­teil der Genos­sen­schaft rund 450.000 Euro betra­gen.

Staats­an­walt­schaft ermit­telt

Doch noch nicht genug. Die Wasch­ma­schi­nen und Wäsche­trock­ner soll der Geschäfts­füh­rer noch ein wei­te­res Mal zu Geld gemacht haben: Er hat die Gerä­te, die ihm von der Woh­nungs­ge­nos­sen­schaft bezahlt wor­den sind, auf einer Online-Platt­form zum Ver­kauf ange­bo­ten. Bei der Haus­durch­su­chung wur­den Com­pu­ter, Mobil­te­le­fo­ne, Daten­trä­ger sowie schrift­li­che Auf­zeich­nun­gen des 55-Jäh­ri­gen und sei­ner Ehe­frau (46) sicher­ge­stellt. Ein Motiv gaben die bei­den bis­lang nicht an. Ermit­telt wird gegen sie unter ande­rem wegen schwe­ren gewerbs­mä­ßi­gen Betru­ges. Für das Ehe­paar gilt die Unschulds­ver­mu­tung.

29.10.2024 10:00
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PolizeiautoDie Polizei konnte den Randalierer noch am Tatort in Gewahrsam nehmen.

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