69. Statistisches Jahrbuch
Kärnten: die Zahlen lügen nicht
Aktuelle Ausgabe des Statistischen Jahrbuches erschienen. Auf 360 Seiten (fast) alles über Kärnten.
© KLZ / Marko Petelin
Auf 360 Seiten Zahlen, Daten und Fakten, denn Zahlen lügen ja bekanntlich nicht. Im soeben neu erschienenen 69. Statistischen Jahrbuch Kärnten findet man (fast) alles über unser Bundesland. Wie viele Menschen sind im letzten Jahr in Kärnten geboren? Wie entwickeln sich die Einwohnerzahlen in unseren Städten? Wie hoch ist die durchschnittliche Lebenserwartung? Wie viele Menschen sind verstorben? Wie steht es um die Wirtschaft im Land? Stirbt Kärnten aus? Diese und viele andere Fragen beantwortet das aktuelle Nachschlagewerk, das von Landeshauptmann Peter Kaiser zusammen mit Landesstatistiker Thomas Graf im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung präsentiert wurde.
Eckdaten unseres Bundeslandes
Ständiger Wegbegleiter
Geburtendefizit / Bevölkerungswachsum
Die meisten Kärntnerinnen und Kärntner wohnen in der Landeshauptstadt Klagenfurt, nämlich 104.866 Menschen. Villach, die zweitgrößte Stadt Kärntens, ist in den letzten zehn Jahren um 2,5 Prozent gewachsen und zählt aktuell 65.600 Einwohner. „Das Bevölkerungswachstum geht allerdings nicht auf neugeborene Kärntner zurück, es ist Ergebnis der Zuwanderung. Seit 1999 haben wir ein Geburtendefizit“, erklärt Landesstatistiker Graf. 2023 stünden 4217 Geburten 6476 Sterbefälle gegenüber. Grund für die rückgängigen Geburtenzahlen seien weniger Frauen in gebärfähigem Alter, die statistisch betrachtet zwischen 15 und 45 Jahre alt sind. „2013 waren es noch 100.435, zehn Jahre später sind es nur mehr 93.159, ein Rückgang um sieben Prozent“, weiß Graf.
Lebenserwartung steigt
Bei der Geburtenstatistik belege Kärnten mit einem Wert von 1,33 im Bundesländervergleich den vorletzten Platz, nur im Burgenland gebe es weniger Neugeborene. Die Säuglingssterblichkeit ist dafür in Kärnten die geringste im Bundesländervergleich. Weniger Geburten steht in den letzten 30 Jahren eine massiv gestiegene Lebenserwartung gegenüber: „Bei Männern um 5,9 Jahre, bei Frauen um 5 Jahre. Kärntner werden im Durchschnitt 79 Jahre alt, Kärntnerinnen erreichen mittlerweile 84,7 Lebensjahre“, berichtet Graf.
Statistik weiß (fast) alles
Im 69. Statistischen Jahrbuch Kärnten findet man aber noch viel, viel mehr. Beispiel gefällig? Die meisten Kärntner sind 45 Jahre alt und bringen mit einem der 374.044 in Kärnten zugelassenen Pkw eines der 21.111 Volksschulkinder, so viele wie nie zuvor, in eine der 219 Kärntner Volksschulen.
Erfreuliche wirtschaftliche Entwicklung
Erfreulich sei die wirtschaftliche Entwicklung Kärntens: „2022 hatte Kärnten ein Wachstum beim Bruttoregionalprodukt (BRP) von 6,7 Prozent, auch vor der Pandemie 2019 lag das Wachstum bei 6,6 Prozent. Damit liegen wir im Spitzenfeld, österreichweit sind es 4,8 Prozent“, erklärt Graf. Gesteigert haben sich laut Statistik übrigens nicht nur die Menschen in Kärnten, auch die Kühe wurden produktiver: „Milchkühe in Kärnten geben heute um 20 Prozent mehr Milch als etwa noch in den 1960ern. Heute geben fünf Kühe so viel Milch wie früher sechs.“

Ein Tipp: Das Buch kann solange der Vorrat reicht per Mail beim Land Kärnten gratis bestellt werden. Auch ein Herunterladen als PDF-Datei auf der Homepage des Landes Kärnten ist möglich (siehe Kasten unten).
Bestellungen
Mail an: abt1.statistik@ktn.gv.at; Download unter: Amt der Kärntner Landesregierung
