Völkermarkt
Martinsfest im Kindergarten St. Peter/Wallersberg
Im Kindergarten St. Peter am Wallersberg bei Völkermarkt gab es in dieser Woche (11. November 2024) ein wunderbares Laternenfest zum Martinstag.
Evelyn Muchar, Jasmin Kummer, Karin Pföstl, Anni Korak und Sabine Purkowitzer (von links) mit den Kindergartenkindern.© privat
Der 11. November ist in Kärntens Gemeinden jedes Jahr ein ganz besonderes Datum. In den Kindergärten fiebern nämlich die Kinder mit ihren Pädagogen bereits Wochen zuvor dem großen Martinstag entgegen. In diesen Wochen legen sich die Kindergärten — und vor allem die Kinder! — tatkräftig ins Zeug, um gemeinsam an den Heiligen Martin (siehe unten “Wissenswert”) zu erinnern. So auch im Kindergarten St. Peter am Wallersberg bei Völkermarkt: Karin Pföstl gestaltete als neue Leiterin mit beiden Kindergartengruppen ein wunderbares Laternenfest.
Gelungener Nachmittag
Wie es sich für ein großes Laternenfest zum Martinstag gehört, studierten die Kinder in den letzten Wochen passende Lieder und ein kleines Martinsspiel ein, bastelten noch mehr als ohnehin schon und freuten sich einfach auf einen tollen Nachmittag mit ihren Eltern, Freunden und Geschwistern. Und die intensive Vorbereitung auf den Tag hat sich auf jeden Fall ausgezahlt: Die Besucherinnen und Besucher staunten und gratulierten, was die Kinder in den letzten Wochen erarbeitet hatten.
Freude bei den Besucherinnen und Besucher
Für das leibliche Wohl sorgte selbstverständlich auch ein leckeres Buffett, dass auch dazu einlud, miteinander ins Gespräch zu kommen. Unter den Besucherinnen und Besucher waren nicht nur die Eltern der Kinder, sondern ebenso Vertreter der Gemeindepolitik wie Stadtrat Stefan Riepl und Gemeinderat Günter Hanin. Doch auch Volkschuldirektorin Anni Korak und Evelin Anwander, die ehemalige Kindergartenleiterin von St. Peter/Wallersberg, besuchte das Laternenfest am Montag (11. November 2024).
Wissenswert
Neben der Legende um die schnatternden Gänse ist die Überlieferung der Mantelteilung die wohl bekannteste und beliebteste Martinslegende überhaupt. Sie geht auf die Zeit zurück, in der Martin als Soldat im römischen Heer diente. Im Jahr 334, mit gerade einmal 18 Jahren, war Martin als Gardeoffizier in Amiens stationiert. Was sich in dieser Zeit zutrug, verbinden wir bis heute mit dem Heiligen St. Martin.
Mitten im bitterkalten Winter traf der Soldat Martin auf einen bettelarmen Mann am Stadttor von Amiens. Der Bettler war der Kälte schutzlos ausgeliefert, er hatte weder Schuhe noch warme Kleidung. Immer wieder bat er die vorbeigehenden Menschen um Hilfe, doch keiner hatte Mitleid mit dem armen Mann. Da wusste Martin, dass er dem Bettler helfen musste. Außer seinem Soldatenmantel und seinem Schwert trug er jedoch nichts bei sich. Kurzerhand nahm er das Schwert und teilte seinen warmen Mantel mitten entzwei. Die eine Hälfte gab er dem Bettler, der voller Dankbarkeit über den warmen Mantel war.
Martin versuchte, sich in die verbliebene Mantelhälfte zu hüllen. Darüber spotteten die umstehenden Soldaten und verhöhnten Martin wegen seines erbarmungswürdigen Aussehens. Doch Martin kümmerten Spott und Hohn nicht – er wusste, dass er das Richtige getan hatte.

