Kärnten
Landes-Rechnungshof fordert Pflege-Ausbau
Der Kärntner Landesrechnungshof fordert rasche Maßnahmen, um die Versorgungssicherheit in der mobilen Pflege angesichts steigenden Bedarfs und Personalmangels sicherzustellen.
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Versorgung am Limit
Die mobilen Pflege- und Betreuungsdienste in Kärnten stehen vor großen Herausforderungen. Obwohl 18 Anbieter jährlich knapp eine Million Einsatzstunden leisten, sieht der Bedarfs- und Entwicklungsplan Kärnten 2030 eine Erhöhung auf 1,24 Millionen Stunden vor. Doch viele Dienste sind bereits voll ausgelastet. Der Landesrechnungshof drängt auf eine sofortige Umsetzung der geplanten Ausbildungsoffensive und eine verstärkte Rekrutierung, um die Versorgung zu sichern.
Qualität unter Prüfung
Die Fachaufsicht liegt bei der Kärntner Landesregierung, die ein Konzept zur Qualitätssicherung vorgelegt hat, dieses jedoch noch nicht umsetzt. Der Rechnungshof empfiehlt regelmäßige Stichproben und eine lückenlose Dokumentation der Ergebnisse, um die Qualitätsstandards zu garantieren.
Mehr Geld für mobile Dienste
2023 investierte das Land rund 46,9 Millionen Euro in die mobile Pflege, etwa 27 Prozent der gesamten Pflegeaufwendungen. Um den stationären Bereich, der 69 Prozent der Mittel beansprucht, zu entlasten, empfiehlt der Bericht eine deutliche Ausweitung der mobilen Angebote und konkrete Maßnahmen zur Förderung aller Pflegeformen.
