Villach
Falscher Alarm: 88 Helfer umsonst im Einsatz
Am Sonntag (1. Dezember) sorgte ein vermeintlicher Notfall in Villach für einen massiven Einsatz.
Falschalarm in Villach: Ein groß angelegter Einsatz von 88 Rettungskräften nach einem fingierten Notruf.© Landesfeuerwehrverband
Zahlreiche Rettungskräfte wurden gegen 19.30 Uhr zur Stadtdraubrücke beordert, nachdem ein Notruf eingegangen war, dass eine Person in die Drau gesprungen sei. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass der Alarm vermutlich fingiert war.
Falscher Alarm führt zu großem Einsatz
Nach dem Eingang des Notrufs suchten Streifenbesatzungen, Boote der Feuerwehr und Wasserrettung sowie ein Polizeihubschrauber intensiv nach der vermeintlich in die Drau gesprungenen Person. Trotz der umfangreichen Suche konnte keine betroffene Person gefunden werden.
Ermittlungen führen zur 15-Jährigen
Durch eine Abfrage beim Landeskriminalamt konnte schnell ermittelt werden, dass der Notruf von einer 15-Jährigen ausgegangen war, die das Handy einer 36-Jährigen Villacherin genutzt hatte. Die Jugendliche, die bereits für häufige Abgänge bekannt ist, bestritt, den Anruf getätigt zu haben und erklärte, das Handy einem ihr unbekannten Burschen überlassen zu haben.
Hoher Aufwand und mögliche Kosten
Insgesamt waren 88 Einsatzkräfte beteiligt, darunter Polizei, Feuerwehr, Wasserrettung und Rettungsdienste. Der Einsatz wurde nach einer Stunde abgebrochen. Weitere Ermittlungen zur Anruf tätigenden Person werden durchgeführt. Ob und in welcher Höhe es zu einer Vorschreibung von Einsatzkosten kommt, ist noch unklar. Die Behörden warnen vor den Folgen solcher falscher Alarme, die wertvolle Rettungskapazitäten binden.
