Wirtschaft

Mer­co­sur-Pakt ist Signal für den Stand­ort Euro­pa

„Es geht um die wirtschaftliche Relevanz der EU in der Welt“, rückt Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl die Dimension des Abkommens zurecht.

Mer­co­sur-Pakt ist Signal für den Stand­ort Euro­pa „Die Bedenken der Landwirtschaft und des Umweltschutzes sind selbstverständlich ernst zu nehmen. Aber genau der Mercosur-Pakt garantiert zusätzliche Verpflichtungen Südamerikas zum Umwelt- und Arbeitnehmerschutz", meint Jürgen Mandl.

© WKK/alexanderzagorz

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Als „gro­ßen Schritt für Euro­pa und sei­ne wirt­schaft­li­che Posi­ti­on in der Welt“ begrüß­te Kärn­tens Wirt­schafts­kam­mer­prä­si­dent Jür­gen Man­dl die Eini­gung auf ein Han­dels­ab­kom­men zwi­schen der EU und der Wirt­schafts­ge­mein­schaft der Staa­ten Argen­ti­ni­en, Bra­si­li­en, Uru­gu­ay und Para­gu­ay (Mer­co­sur). Als Unter­neh­mer kennt Man­dl die süd­ame­ri­ka­ni­schen Märk­te seit über 25 Jah­ren und ist über­zeugt: „Die­ses Abkom­men wird weder unse­re Land­wirt­schaft aus­rot­ten noch den Regen­wald ver­nich­ten, son­dern die Wirt­schafts­be­zie­hun­gen ver­bes­sern und auf bei­den Sei­ten des Atlan­tik den Wohl­stand erhö­hen.“

Neue Impul­se für Wirt­schaft

Die enge­re Zusam­men­ar­beit set­ze neue Impul­se für eine flo­rie­ren­de Wirt­schaft und siche­re Arbeits­plät­ze, die in Zei­ten der Kri­sen für Öster­reich unver­zicht­bar sei­en. Mehr als eine Mil­li­ar­de Euro expor­tie­ren vor­wie­gend öster­rei­chi­sche KMU nach Argen­ti­ni­en und Bra­si­li­en, allein die Zoll­erspar­nis wird auf 90 Mil­lio­nen Euro pro Jahr geschätzt.

Dar­über hin­aus tra­ge die Part­ner­schaft dazu bei, die nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen des rus­si­schen Krie­ges in der Ukrai­ne zu kom­pen­sie­ren und erhö­he die Resi­li­enz der öster­rei­chi­schen Wirt­schaft. „Die Beden­ken der Land­wirt­schaft und des Umwelt­schut­zes sind selbst­ver­ständ­lich ernst zu neh­men. Aber genau der Mer­co­sur-Pakt garan­tiert zusätz­li­che Ver­pflich­tun­gen Süd­ame­ri­kas zum Umwelt- und Arbeit­neh­mer­schutz.” Nur über sol­che Koope­ra­tio­nen schaf­fe man die Instru­men­te, um inter­na­tio­na­le Stan­dards zu set­zen, auch beim Kli­ma, beim Schutz der Wäl­der oder bei der Gleich­stel­lung.

Wirt­schaft­li­che Posi­ti­on und Rele­vanz

Die seit lan­gem anhal­ten­de Debat­te zu die­sem Über­ein­kom­men geht für Man­dl an der tat­säch­li­chen Dimen­si­on vor­bei: „Wir soll­ten uns stär­ker des­sen bewusst wer­den, dass es in der aktu­el­len Situa­ti­on der EU dar­um geht, die wirt­schaft­li­che Posi­ti­on und Rele­vanz in der Welt zu behaup­ten. Soll­ten land­wirt­schaft­li­che Pro­du­zen­ten in Euro­pa trotz 25 Jah­ren an Mer­co­sur-Ver­hand­lun­gen tat­säch­lich unter Druck gera­ten, wird es im größ­ten Ein­zel­bud­get­pos­ten der Euro­päi­schen Uni­on — 38 Pro­zent des Gesamt­haus­halts der EU wer­den für die gemein­sa­me Agrar­po­li­tik auf­ge­bracht — dafür Lösun­gen geben, davon bin ich über­zeugt.“

08.12.2024 15:00 - Update am: 08.12.2024 15:04
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Mer­co­sur-Pakt ist Signal für den Stand­ort Euro­pa „Die Bedenken der Landwirtschaft und des Umweltschutzes sind selbstverständlich ernst zu nehmen. Aber genau der Mercosur-Pakt garantiert zusätzliche Verpflichtungen Südamerikas zum Umwelt- und Arbeitnehmerschutz", meint Jürgen Mandl.

© WKK/alexanderzagorz