Volksbefragung
Mehrheit spricht sich für das Windkraftverbot aus!
Kärnten wurde befragt: Bei einer Wahlbeteiligung von 34,88 Prozent stimmten 51,55 Prozent für das Windkraftverbot.
© Landesgeschäftsführer Andreas Sucher, Renner-Instituts-Leiter Harry Koller, LHStv.in Gaby Schaunig, LAbg. Luca Burgstaller (von links)
Heute (12. Jänner 2025) konnten Kärntner (ab 16 Jahren) bei einer Volksbefragung ihre Meinung zu weiteren Windkraftanlagen auf Kärntens Bergen kundtun. Abgestimmt werden konnte mit “Ja” (für das Windkraftverbot) oder “Nein” (gegen das Windkraftverbot). Initiiert wurde die Volksbefragung von der FPÖ, unterstützt vom Team Kärnten. Vorab sprachen sich unter anderem SPÖ, ÖVP, Grüne, NEOS, „Scientists for Future“, ATTAC Kärnten, die katholische Kirche und der Klimabeirat gegen ein Verbot aus.
Wahlbeteiligung von 34,88 Prozent
Das Land Kärnten gab kurz vor 17 Uhr die Ergebnisse bekannt. Demnach beteiligten sich 149.048 Kärntner — das entspricht einer Wahlbeteiligung von 34,88 Prozent — an der heutigen Volksbefragung. Vor diesem Hintergrund ergab sich folgende Stimmenverteilung, wobei 586 Stimmen ungültig waren:
- 76.527 Kärntner (51,55 Prozent) sprachen sich für das Windkraftverbot aus.
- 71.935 Kärntner (48,45 Prozent) sind gegen das Windkraftverbot.
Volksbefragung rechtlich nicht bindend
Prozentuell die meisten Ja-Stimmen (86,1 Prozent) wurden in der Gemeinde Krems in Kärnten abgegeben, die meisten Nein-Stimmen (69,3 Prozent) in der Gemeinde Neuhaus. Die Landeswahlbehörde wird das endgültige Ergebnis der Volksbefragung am 22. Jänner 2025 verlautbaren und dem Kärntner Landtag und der Kärntner Landesregierung übermitteln. Das Ergebnis der Volksbefragung ist rechtlich nicht bindend.
Kärnten hat 64 Windräder
In Kärnten sind aktuell 14 Windkraftanlagen in Betrieb. Weitere 32 Windräder sind bereits genehmigt oder befinden sich in einem Genehmigungsverfahren. Auf diese gesamt 46 Windräder hat das Ergebnis der heutigen Volksbefragung keinen Einfluss.
Online-Tipp: Ergebnis der Kärntner Volksbefragung
Wissenswert
In den vergangenen 45 Jahren hat es zwei kärntenweite Volksbefragungen gegeben: 1980 wurde die Bevölkerung zur Erhaltung des Nockgebietes als Landschafts- und Naturschutzgebiet befragt. 1997 hat es eine Volksbefragung zur Durchführung der Olympischen Winterspiele 2006 gemeinsam mit Friaul-Julisch Venetien und Slowenien gegeben. Auch zum Thema Windenergie wurde bereits einmal abgestimmt, allerdings regional begrenzt und zwar in der Gemeinde Reichenfels im Jahr 2022.